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Malaysia beste Reisezeit und 10 Dinge, die du vorher wissen solltest

Die Frage nach der besten Reisezeit in Malaysia lässt sich nicht kurz und knapp beantworten, denn das Land wird von zwei gegenläufigen Monsunen bestimmt. Während an der Westküste auf Langkawi und Penang im Januar die Sonne scheint und es weitgehend trocken bliebt, sind die Inseln an der Ostküste zur selben Zeit aufgrund des Regens quasi leer gefegt: Hotels geschlossen, Fähren gestrichen, Tauchbasen zu. Dazu kommt dann eine nochmals andere Reisezeit auf Borneo! All das erklären wir dir in den nächsten Minuten im Detail. Wir sind Clara und Jonathan und haben über sechs Monate in Malaysia verbracht, mehr Zeit als in jedem anderen Land Asiens.

Skyline von Kuala Lumpur von einer Dachterrasse mit Infinity Pool

So hebst du in Malaysia Geld ab und bezahlst

Bezahlt wird mit dem malaysischen Ringgit. Der Kurs liegt bei rund 1 zu 5, für 1€ bekommst du also ungefähr fünf Ringgit. In Restaurants mit westlicher Küche, in Hotels und in Supermärkten konnten wir immer problemlos mit Karte zahlen. Bei Streetfood, Nachtmärkten und Nationalpark-Eintritte brauchten wir aber eigentlich fast immer Bargeld

Das Gute: In Malaysia kostet das Abheben am Automaten keine eigene Gebühr der Bank vor Ort. Du kannst also auch kleinere Beträge abheben und dafür öfter zur Bank gehen. Umso wichtiger ist es aber, dass du eine gute Kredit- oder Debitkarte dabei hast (bzw. besser zwei bis drei, falls mal eine gesperrt wird). Ohne die passende Karte zahlst du bei jeder Abhebung Fremdwährungsgebühr auf den Umsatz, und das summiert sich über drei Wochen. Wir nutzen seit Jahren das Konto & Debitkarte der DKB* unterwegs, weil das Girokonto samt Visa-Karte im Alltag zuverlässig funktioniert. Als zweite Karte im Portemonnaie haben wir die TF Mastercard Gold, die keine Fremdwährungsgebühr berechnet. Zwei Karten von zwei Anbietern sind auf Borneo kein Luxus, sondern Absicherung: Wir hatten in Sandakan schon einen Automaten, der eine Karte grundlos abgelehnt hat.

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eSIM für Malaysia: So bist du ab der Landung online

Mobiles Internet ist in Sabah unerlässlich. Für Google Maps auf den langen Überlandstrecken, für die Kommunikation mit Lodges und Tauchschulen und für die Buchung deiner Bootstransfers. Der Empfang ist in den Städten und entlang der Hauptstraßen gut, im Kinabatangan-Gebiet und auf Mabul wird es schwieriger. Lade dir die Offline-Karten herunter, bevor du losfährst, das ist einer der Sabah Reisetipps, an die kaum jemand denkt. Vor Ort kannst du in den kleinen Supermärkten wie Circle K aber auch direkt bei den Mobilfunkbetreibern wie UMobile oder Hotlink lokale Sims kaufen. In wenigen Ländern sind diese so günstig wie in Malaysia! Wir haben für 30 Tage unbegrenzter Daten oft nur 5-6€ gezahlt. Bring für die Aktivierung unbedingt deinen Reisepass mit, dann geht das ganz einfach.

Wenn du es noch unkomplizierter magst, können wir dir für Malaysia auch eine E-Sim empfehlen. Wir nutzen Saily. Die eSIM aktivierst du noch vor dem Abflug, sie läuft ab der Landung in Kota Kinabalu und du musst nicht am Flughafen nach einem Shop suchen. Über unseren Link und mit dem Code BOARDING bekommst du 15% Rabatt auf deine Datenpakete. Nur beides zusammen zählt, der Code allein reicht nicht. Für drei Wochen Sabah reichen erfahrungsgemäß 10 GB locker aus, weil du in den Unterkünften fast überall WLAN hast.

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Hotels in Malaysia: Unsere Empfehlungen für die wichtigsten Stopps

Die die Regen- und Trockenzeiten in Malaysia sind relativ stark. Diese Reisezeiten haben auch einen relativ großen Einfluss auf die Preise der Unterkünfte im Land. Das Preisniveau für Unterkünfte in Malaysia ist zum Glück insgesamt relativ niedrig. Grundsätzlich haben wir AirBnBs meist sogar noch etwas preiswerter empfunden, als Hotels selbst, gerade in Städten wie Kuala Lumpur oder Kota Kinabalu. Wir haben dir deshalb einen Querschnitt über die fünf Orte zusammengefasst, an denen fast jede Route vorbeiführt, jeweils in drei Preisklassen.

OrtPreisklasseHotelAb/Nacht
Kuala LumpurBudgetFurama Bukit Bintang38€
Kuala LumpurMittelklasseTraders Hotel Kuala Lumpur95€
Kuala LumpurLuxusBanyan Tree Kuala Lumpur165€
LangkawiBudgetNadias Hotel Cenang Langkawi32€
LangkawiMittelklasseHoliday Villa Resort & Beachclub68€
LangkawiLuxusPelangi Beach Resort & Spa145€
PenangBudgetChulia Heritage Hotel30€
PenangMittelklasseYeng Keng Hotel62€
PenangLuxusPARKROYAL Penang Resort125€
Cameron HighlandsBudgetLove Lodge Brinchang30€
Cameron HighlandsMittelklasseTekoma Resort Cameron Highlands58€
Cameron HighlandsLuxusCameron Highlands Resort175€
Kota KinabaluBudgetKK Waterfront Hotel35€
Kota KinabaluMittelklasseCitadines Waterfront Kota Kinabalu65€
Kota KinabaluLuxusShangri-La Tanjung Aru150€
Die Preise können je nach Saison und Auslastung variieren.

Malaysia beste Reisezeit: Zwei Monsune, zwei Küsten

Malaysia liegt komplett in den Tropen. Das heißt: Es ist das ganze Jahr über warm, tagsüber meist 30 bis 33 Grad, nachts selten unter 24 Grad, dazu eine Luftfeuchtigkeit, an die du dich erst gewöhnen musst. Eine klassische Trockenzeit wie in Thailand gibt es nicht. Was es gibt, sind zwei Monsune, die sich gegenseitig ablösen und die Küsten unterschiedlich treffen. Genau deshalb kannst du die beste Reisezeit in Malaysia nicht genau festlegen, sondern es ist viel mehr eine Frage deiner Reiseroute.

Der Nordostmonsun bringt grob von November bis Februar Regen und trifft überwiegend die Ostküste der Halbinsel. Der Südwestmonsun von Mai bis September ist deutlich schwächer und bringt der Westküste zusätzliche Nachmittagsschauer. Aber Regen in Malaysia bedeutet meist nicht Dauergrau, sondern einen heftigen, kurzen Guss am Nachmittag, nach dem die Sonne zurückkommt. Nur an der Ostküste im Nordostmonsun ist es wirklich anders, dort kann es auch wirklich tagelang grau und stürmisch sein.

Malaysia beste Reisezeit an der Westküste: November bis März

Zur Westküste zählen die Orte, die die meisten Reisenden ansteuern: Kuala Lumpur, Penang mit George Town, Langkawi und auch Malakka. Diese Seite liegt im Windschatten der Titiwangsa-Bergkette und bekommt vom Nordostmonsun kaum etwas ab. Von November bis März ist es hier am trockensten und am verlässlichsten, Dezember bis Februar sind die stabilsten Monate. Wenn du nur die Westküste sehen willst, ist die beste Reisezeit in Malaysia für dich eindeutig der deutsche Winter.

Die nassesten Monate an der Westküste sind September und Oktober, dazu gibt es im April und Mai häufiger kräftige Gewitter. Wir waren auch zweimal im September auf Langkawi und hatten beide Male wirklich starke Regenschauer. Auch teilweise für zwei bis drei Stunden, aber auch andere Tage, an denen es durchgehend sonnig und schön war. Dafür hast du wie eigentlich in jedem Land mit Trocken und Regenzeit ein untouristischeres Erlebnis und es ist auch wesentlich günstiger.

Ein Sonderfall bei der besten Reisezeit sind die Cameron Highlands: Auf 1.500 Metern liegen die Temperaturen ganzjährig bei angenehmen 18 bis 22 Grad, Regen fällt dort in jedem Monat, meist am späten Nachmittag. Für diesen Stopp musst du also nicht umplanen.

Ruhiger Strand auf Langkawi, Malaysias Westküste in der Trockenzeit

Malaysia beste Reisezeit an der Ostküste: März bis Oktober

Die Ostküste ist der Grund, warum du bei Malaysia nicht einfach irgendeinen Monat buchen kann. Die Perhentians, Tioman und auch Redang leben komplett von der Saison zwischen etwa März und Oktober. Von November bis Februar schließen dort fast alle Resorts, Tauchbasen und Restaurants, und die Fähren stellen den Betrieb ein oder fahren nur noch sporadisch bei ruhiger See. Das ist ein echtes Ausschlusskriterium: Wenn dein Traum die Perhentians sind, dann verschiebt sich deine gesamte Reiseplanung in den Sommer. Wir hatten hier tatsächlich Pech, denn wir hatten unsere Reisezeit in Malaysia auf den September und Oktober gelegt und dachten, wir kommen damit dann voll in die Trockenzeit bzw. Übergangszeit des gesamten Landes. Aber alle Tauchcenter, die wir angefragt haben, hatten an dieser Zeit geschlossen.

Perhentian-Inseln an Malaysias Ostküste in der besten Reisezeit

Borneo und Sabah: Ganzjährig tropisch, ganzjährig machbar

Der malaysische Teil von Borneo hat nochmals eine andere Regenzeit, und das ist eine gute Nachricht. In Sabah ist es ganzjährig tropisch warm, tagsüber fast immer um die 30 Grad. Die meisten Niederschläge fallen zwischen Juni und Dezember, mit dem Höhepunkt im Dezember und Januar. Trotzdem ist das für uns kein Grund, eine Reise zu verschieben: Der Regen kommt in Schüben, oft nachts oder am späten Nachmittag, und der Regenwald ist ohnehin nass. Wir waren im September, aber auch April und März in Sabah und konnten immer alle Bootstouren, Ausflüge und Tauchtouren machen.

Zwei Dinge sind auf Borneo saisonabhängiger: Die Besteigung des Mount Kinabalu ist zwischen Februar und April am besten möglich, und das Tauchen vor Sipadan und Mabul ist von April bis Juni am ruhigsten. Wir waren hier im September tauchen und es war teils wirklichr echt stürmisch. Wenn du nach Semporna willst, meide die Zeit um den Jahreswechsel, weil dann die Wellen die kleinen Bootstransfers ausbremsen. Für den Weg dorthin nimmst du ohnehin einen Inlandsflug ab Kuala Lumpur, den findest du über Kiwi meist für unter 60€.

Blick auf die Berge rund um den Mount Kinabalu in Sabah

Die Monatsübersicht für alle drei Regionen

Diese Tabelle ist die Kurzfassung der Malaysia beste Reisezeit. Such dir die Region, die du wirklich sehen willst, und lies die Zeile von links nach rechts. Wenn zwei Regionen auf deiner Liste stehen, ist März der einzige Monat, in dem beide Küsten gleichzeitig gut funktionieren.

MonatWestküste (Langkawi, Penang, KL)Ostküste (Perhentians, Tioman)Borneo / Sabah
JanuarSehr gut, trocken und sonnigMonsun, fast alles geschlossenSehr nass, aber machbar
FebruarBeste Zeit des JahresMonsun, Fähren fahren kaumTrockenste Phase, gut für Mount Kinabalu
MärzSehr gut, letzter TrockenmonatSaisonstart, Resorts öffnenSehr gut
AprilGut, nachmittags GewitterSehr gut, alles offenGut, ideal für Sipadan
MaiOk, schwül mit SchauernSehr gutGut, ideal für Sipadan
JuniOk, wechselhaftBeste Zeit, klare Sicht beim TauchenBeginn der nassen Monate
JuliOk, wechselhaftBeste ZeitWechselhaft, gut für Wildlife
AugustOk, viele Locals unterwegsSehr gutWechselhaft, gut für Wildlife
SeptemberNass, viele RegentageSehr gut, ruhig und leerNass, gut für Orang-Utans
OktoberNassester MonatSaisonende, erste Hotels schließenNass, aber machbar
NovemberGut, Saison startetMonsun beginnt, SchließungenSehr nass
DezemberSehr gut, HochsaisonMonsun, geschlossenNassester Monat

Unsere persönliche Empfehlung, wenn du drei Wochen Zeit hast und nur einmal fährst: Februar oder März. Du bekommst die Westküste in Bestform, kannst Kuala Lumpur, die Cameron Highlands, Penang und Langkawi verbinden, und im März kommen die Ostküsteninseln als Zugabe dazu. Außerdem kannst du so den Ende des Winters überspringen und direkt im Frühling zurück nach Deutschland kommen.

Einreise nach Malaysia: 90 Tage visumfrei und die MDAC

Wenn die Malaysia beste Reisezeit steht, ist die Einreise der entspannteste Teil der ganzen Planung. Als deutsche Staatsbürgerin oder deutscher Staatsbürger bekommst du bei der Ankunft 90 Tage visumfrei, ohne Antrag, ohne Gebühr. Dein Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein, und du solltest ein Weiter- oder Rückflugticket vorzeigen können. Wir wurden danach zweimal von sechs Einreisen gefragt, meistens schon beim Check-in der Airline.

Neu und wirklich wichtig ist die Malaysia Digital Arrival Card (MDAC). Sie ist seit Anfang 2024 für fast alle ausländischen Besucher Pflicht und ersetzt die frühere Papierkarte im Flugzeug. Du füllst sie kostenlos online auf dem offiziellen Portal der malaysischen Einwanderungsbehörde aus, frühestens drei Tage vor der Ankunft.

Transport in Malaysia: Busse, Grab und erstaunlich wenig Roller

Der Transport ist unabhängig von der Reisezeit richtig gut organisiert und vor allem viel komfortabler, als wir es erwartet haben! Die Fernbusse haben drei Sitze pro Reihe statt vier, die Lehnen fahren weit zurück, und wir hatten immer extrem viel Beinfreiheit. Wir sind mehrfach Nachtbus gefahren und konnten immmer super schlafen. Eine Fahrt von Kuala Lumpur nach Penang dauert rund fünf Stunden und kostet je nach Anbieter etwa 8€ bis 12€. Wir buchen Busse und Fähren über 12Go, weil du dort alle Anbieter samt Abfahrtsterminal vergleichen kannst.

Roller sind in Malaysia kaum ein Thema. Im Gegensatz zu Thailand, Vietnam oder Indonesien fährt die Mehrheit der Locals Auto, die Straßen sind breit und in gutem Zustand, und das typische Chaos aus tausend Motorrädern an der Ampel fehlt. Die Taxi Apps Grab und Maxim solltest du dir vor Abflug unbedingt herunterladen. Du siehst den Preis vorab, zahlst per Karte oder bar und musst nicht verhandeln.

Kultur und Religion: Was du im Alltag beachten solltest

Malaysia ist eines der kulturell vielfältigsten Länder Asiens. Neben den ursprünglich malaiischstämmigen Malaysiern leben hier große chinesische und indische Bevölkerungsgruppen, dazu auf Borneo dutzende indigene Ethnien. Du merkst das an jeder Straßenecke: Eine Moschee, ein chinesischer Tempel und ein Hindutempel stehen oft im Umkreis von 200 Metern. Malaysia ist außerdem neben Singapur das am weitesten entwickelte Land Südostasiens, mit klimatisierten Restaurants, riesigen Malls und einem Standard, der uns anfangs überrascht hat.

Hauptreligion ist der Islam, und das prägt den Alltag. Kleide dich außerhalb von Stränden und Pools eher zurückhaltend, für Frauen heißt das Schultern bedeckt und Hosen oder Röcke mindestens bis übers Knie. In Moscheen bekommst du am Eingang ein Gewand geliehen. Alkohol ist wenig verbreitet und durch hohe Steuern teuer. Bars und eine kleine Partyszene gibt es vor allem in Kuala Lumpur und in George Town, aber der Vergleich mit Thailand führt in die Irre. In der Öffentlichkeit zu trinken ist nicht gern gesehen. Eine Ausnahme ist der malaysische Teil von Borneo: Dort ist ein großer Teil der Bevölkerung christlich geprägt und alles deutlich lockerer.

Die schöne Putra-Moschee mit der rosa Kuppel an einem ruhigen See unter bewölktem Himmel in Malaysia.

Die Kommunikation ist einfach, weil fast alle gutes Englisch sprechen. Was uns überrascht hat: Viele Malaysier sind zurückhaltend und warten ab, statt selbst anzufangen. Wenn du also ins Gespräch kommen willst, musst du meist den ersten Schritt machen. Danach wird es fast immer herzlich, und wir hatten oft das Gefühl, dass die Menschen ihre Kultur regelrecht zeigen wollen. Ein paar Brocken helfen: Terima kasih heißt danke, selamat pagi guten Morgen.

Plane außerdem den Ramadan ein. Während des Fastenmonats haben tagsüber viele lokale Restaurants geschlossen, dafür entstehen abends riesige Ramadan-Bazare mit dem besten Essen des Jahres. Bei der Malaysia beste Reisezeit lohnt sich deshalb ein Blick in den islamischen Kalender. Auch das Ende des Ramadan und das chinesische Neujahr sind Reisezeiten, in denen halb Malaysia unterwegs ist und Busse und Hotels ausgebucht sind.

Essen in Malaysia: Rotis, Nachtmärkte und drei Küchen auf einem Teller

Weil die Bevölkerung so gemischt ist, findest du malaiische, chinesische und indische Küche direkt nebeneinander, und die drei haben sich über Generationen gegenseitig beeinflusst. Wir haben hier vor allem die Rotis geliebt: Dünne, gefüllte Fladen aus indischen Lokalen, die es herzhaft mit Ei oder Käse und süß mit Banane gibt, dazu immer ein Dal oder Curry zum Dippen. Wir haben monatelang fast jeden Morgen Roti gefrühstückt.

Das zweite Muss sind die Nachtmärkte, die Pasar Malam. Jede Stadt hat einen, oft an festen Wochentagen in wechselnden Vierteln. Dort bekommst du frische Smoothies, Satay-Spieße, Frittiertes in allen Varianten und eine überraschend große Dessertabteilung von Donuts bis Kuchen.

Gerichte, die du probiert haben solltest: Nasi Lemak, das inoffizielle Nationalgericht aus Kokosreis mit Sambal, Ei und Erdnüssen. Char Kway Teow, gebratene Bandnudeln aus der chinesisch geprägten Küche, in George Town in Bestform. Laksa in ihren regionalen Varianten, die saure Assam Laksa auf Penang schmeckt völlig anders als die cremige Curry Laksa Auf Borneo.

Roti frisch vom Streetfood-Stand, Malaysias Küche über das ganze Jahr

Sicherheit und Recht: Zwei Themen, die du kennen musst

Malaysia ist im Alltag ein sehr sicheres Reiseland. Wir waren nie in einer Situation, in der wir uns unwohl gefühlt haben, auch nicht nachts in Kuala Lumpur oder allein in kleinen Orten auf Borneo. Drogen: Malaysia hat eines der härtesten Betäubungsmittelgesetze der Welt. Schon kleine Mengen Marihuana können zu langen Haftstrafen führen, bei größeren Mengen sieht das Gesetz die Todesstrafe vor. Das gilt ausdrücklich auch für Ausländer, und Unwissenheit schützt nicht. Lass die Finger komplett davon und nimm auch nie ein Päckchen für jemand anderen mit.

Homosexualität: Gleichgeschlechtliche Handlungen sind in Malaysia gesetzlich verboten und können bestraft werden. Praktisch bedeutet es: Queere Paare reisen ohne Probleme durchs Land, sollten in der Öffentlichkeit aber auf Zärtlichkeiten verzichten und bei Hotelbuchungen einfach ein Zimmer mit zwei Betten oder ein Doppelzimmer ohne Nachfragen buchen. Auch heterosexuelle Paare küssen sich in Malaysia nicht auf der Straße, öffentliche Zurückhaltung ist hier schlicht Normalität.

Was dich in Malaysia sonst noch überrascht

Malaysia ist kein klassisches Strandziel. Das ist der Punkt, an dem die meisten Erwartungen kippen. Es gibt großartige Strände, vor allem auf Langkawi, auf den Perhentians und auf Tioman, dazu einen der besten Tauchspots der Welt vor Sipadan. Aber die Halbinsel hat keine durchgehende Traumküste wie Thailand, viele Küstenabschnitte sind trüb, bebaut oder schlicht unspektakulär. Wenn dein Urlaub aus zwei Wochen Strand bestehen soll, ist Malaysia die falsche Wahl. Wenn du Städte, Dschungel, Teeplantagen, Essen und ein paar richtig gute Strandtage willst, ist es die richtige.

Die touristische Infrastruktur ist schlechter als in Thailand. In Thailand buchst du Touren in jedem zweiten Restaurant, in Malaysia gibt es diese Struktur so nicht. Du musst mehr selbst organisieren, mehr recherchieren, mehr direkt beim Anbieter anfragen. Das ist auch der Grund, warum weite Teile des Landes noch leer sind. Für die großen Klassiker wie Island-Hopping auf Langkawi, die Teeplantagen in den Cameron Highlands oder Wildlife-Touren am Kinabatangan findest du inzwischen zuverlässige Anbieter über GetYourGuide, für alles andere brauchst du etwas Eigeninitiative.

Bring deine Sonnencreme von zu Hause mit. Vor Ort kostet eine ordentliche Flasche schnell 10€, und in vielen Drogerien findest du fast nur Produkte mit aufhellenden Zusätzen, weil helle Haut hier als Schönheitsideal gilt. Zwei große Flaschen im Koffer sind billiger und nerven weniger, als mitten auf Borneo eine passende Creme zu suchen.

Ein großer Teil Malaysias liegt auf Borneo. Viele denken bei Malaysia nur an den Streifen zwischen Thailand und Singapur und übersehen dabei die Bundesstaaten Sabah und Sarawak. Die Kultur dort ist eine andere, die Natur spielt in einer eigenen Liga, und mit zwei bis drei Stunden Flug ab Kuala Lumpur bist du in einer komplett anderen Welt. Wenn du drei Wochen oder mehr Zeit hast, häng Borneo unbedingt an, und zwar zu jeder Malaysia beste Reisezeit.

Grüne Teeplantagen-Hügel in den Cameron Highlands

Welche Orte du daraus zu einer Route verbindest, haben wir dir in unserem Überblick zu den Malaysia Sehenswürdigkeiten zusammengestellt.

Reise-Guide Malaysia und Borneo mit interaktiver Karte von Boarding Away

Wir haben über sechs Monate in Malaysia verbracht und alle unsere Standorte, Routen, Hotels und Geheimtipps in einem Reise-Guide mit interaktiver Karte zusammengefasst. So sparst du dir die Recherche und hast alles direkt auf dem Handy.

Zum Malaysia Reise-Guide

Häufige Fragen zur Malaysia beste Reisezeit

Wann ist die Malaysia beste Reisezeit insgesamt?

Wenn du dich auf einen Zeitraum festlegen musst, sind Februar und März die stärkste Wahl. Die Westküste mit Kuala Lumpur, Penang und Langkawi ist dann trocken und sonnig, Borneo befindet sich in seiner trockensten Phase, und ab März öffnen auch die Inseln an der Ostküste wieder. Reist du dagegen im europäischen Sommer, planst du deine Route umgekehrt und startest an der Ostküste.

Kann ich im Dezember oder Januar nach Malaysia?

Ja, aber nur mit der richtigen Route. Westküste und Kuala Lumpur sind in diesen Monaten in Bestform, die Perhentians und Tioman dagegen praktisch geschlossen. Auf Borneo fällt im Dezember und Januar der meiste Regen, was Wildlife-Touren aber nicht verhindert. Plane in dieser Zeit also Halbinsel-West statt Ostküsteninseln.

Wie lange darf ich als Deutscher in Malaysia bleiben?

Deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bekommen bei der Einreise 90 Tage visumfrei. Der Reisepass muss noch mindestens sechs Monate gültig sein, und ein Weiter- oder Rückflugticket solltest du vorzeigen können. Zusätzlich musst du die Malaysia Digital Arrival Card (MDAC) frühestens drei Tage vor Ankunft kostenlos online ausfüllen.

Ist Geld abheben in Malaysia teuer?

Nein, und das ist ein echter Vorteil gegenüber Thailand. Die Automaten der großen malaysischen Banken verlangen in der Regel keine eigene Abhebegebühr. Was du zahlst, hängt nur von deiner Karte zu Hause ab. Mit einer Reisekreditkarte ohne Auslands- und Fremdwährungsgebühr kommst du praktisch kostenlos an Bargeld. Lehne am Automaten immer die Abrechnung in Euro ab.

Wie viel Budget brauche ich pro Tag?

Als Paar sind wir mit rund 55€ bis 75€ pro Tag ausgekommen, inklusive Mittelklasse-Hotel, Essen und Transport. Wenn du sparsam unterwegs bist, kommst du mit 30€ bis 40€ pro Person hin. Essen ist der günstigste Posten, ein Roti kostet etwa 1€ und ein Abend auf dem Nachtmarkt 3€ bis 5€. Teuer sind nur Alkohol und importierte Produkte.

Lohnt sich Malaysia für einen Strandurlaub?

Nur bedingt. Malaysia ist kein klassisches Strandziel, die schönsten Strände liegen konzentriert auf Langkawi, den Perhentians und Tioman. Dafür bekommst du Städte, Regenwald, Teeplantagen, Weltklasse-Tauchspots und das beste Streetfood Südostasiens. Wenn du zwei Wochen nur am Strand liegen willst, fahr besser nach Thailand. Und wenn Strand dein Thema ist, richtest du die Malaysia beste Reisezeit strikt nach Langkawi oder der Ostküste aus.

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