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Tulum Sehenswürdigkeiten: Highlights, Strände & Cenoten (2026)

Blaues Wasser, weiße Strände, Mexiko-Feeling pur. Das haben wir erwartet, als wir nach Tulum geflogen sind, dem vielleicht ikonischsten & bekanntesten Ort in Mexiko. Schon nach den ersten Stunden haben wir aber gemerkt: Tulum ist nicht nur das, was das Instagram Bild verspricht. Wenn du nach den echten Tulum Sehenswürdigkeiten suchst und wissen willst, ob sich der Trip aktuell noch lohnt, bekommst du hier die ungeschönte Version nach fünf Tagen vor Ort. Wie schön sind die Tulum Strände wirklich? Welche der Tulum Sehenswürdigkeiten lohnen sich? Wie teuer ist Tulum wirklich? All das und noch viel mehr weißt du in zehn Minuten!

Portrait eines Mannes am Ruinenstrand von Tulum mit tuerkisem Meer

📍 Tulum auf einen Blick

  • Lohnt sich für: Individualreisende, die Maya-Ruinen am Meer, Cenoten und Karibikstrände wollen und ein höheres Budget akzeptieren
  • Wie viele Tage: 2 bis 3 Tage reichen für Ruinen, einen Strand und die Altstadt
  • Beste Reisezeit: November bis Mai (wenig Sargassum, trocken)
  • Budget/Nacht: Ab 40€ im Pueblo, 90 bis 260€ in der Beach-Zone
  • Anreise: Ab Flughafen Cancún per ADO-Bus rund 2 Stunden, kein Mietwagen nötig

Wie komme ich nach Tulum?

Tulum liegt an der Ostküste von Yucatán, rund 120 Kilometer südlich von Cancún. Von da aus kommst du super leicht mit dem ADO-Fernbus nach Tulum: Er fährt direkt vom Flughafen Cancún nach Tulum, braucht etwa 2 Stunden und kostet je nach Uhrzeit rund 300 bis 400 MXN (etwa 15 bis 20€). Von Playa del Carmen aus geht es günstiger per Colectivo (Sammelbus), der alle paar Minuten die Bundesstraße 307 entlangfährt. Diesen Bus würden wir dir aber nur empfehlen, wenn du bereits sehr viel Fernreiseerfahrung hast. Buchst du deinen Flug erst noch, findest du die Verbindungen nach Cancún meist am günstigsten über Kiwi.

Ein Wort zu den Taxis: Sie sind in und um Tulum unverschämt teuer. Man merkt richtig, dass hier ein Taxi-Kartell die Preise kontrolliert. Wir haben an einem Abend aus der Hotelzone Tulum bis in Zentrum (6km) fast 30€ gezahlt! Wenn ihr zu dritt oder viert reist, ist ein Mietwagen die bessere Option! Und das ist eigentlich auch notwendig, gerade wenn du Ausflüge ins Umland machen willst. Wie du in Mexiko ohne Abzocke einen Wagen mietest, liest du in unserem Mietwagen-Guide für Mexiko. Für ein paar Strandttage in Tulum selbst brauchst du aber kein Auto, dazu unten mehr.

Wo übernachten in Tulum?

In Tulum gibt es zwei Welten. Die Hotelzone am Strand ist Boho-schick, super fotogen, aber dafür ziemlich teuer, kommerzialisiert und weiter weg vom Ortskern. Das Pueblo (die Altstadt) liegt etwa 6 Kilometer landeinwärts, ist deutlich günstiger und authentischer, dafür ohne direkten Strandzugang. Wir als Backpacker und Sparfüchse haben im Pueblo gewohnt und sind dann tagsüber an den Strand gefahren, wenn du aber die Beachfront-Erfahrung suchst, ist die Hotelzone besser geeignet. Beides hat klare Vor- & Nachteile. In der Nebensaison sind die Preise in der Hotelzone auch absolut fair, im Januar allerdings astronomisch. Hier einige Hotelempfehlungen, wenn du noch nichts gebucht hast. Das sind Affiliate-Links. Das heißt, wir bekommen eine kleine Provision, dich kostet das keinen Aufpreis. Damit ermöglichst du uns diesen Blog überhaupt zu betreiben. Daher vielen Dank, wenn du darüber buchst!

PreisklasseHotelAb / Nacht
BudgetChe Tulum Hostel & Bar35€
BudgetMimosa Tulum40€
BudgetMaison Tulum50€
MittelklasseMayan Monkey Tulum65€
MittelklassePanacea Condo Tulum70€
MittelklasseLatino Hotel Boutique80€
LuxusMezzanine by La Zebra155€
LuxusBe Tulum190€
LuxusCasa Malca295€
Die Preise können je nach Saison und Auslastung variieren.
Lounge mit Rattanmoebeln unter Palmdach in einem Hotel in Tulum

Geld abheben und bezahlen in Tulum

In der Hotelzone und in Touristenlokalen zahlst du fast überall mit Karte. Im Pueblo, an Street-Food-Ständen und in kleinen Taquerías brauchst du dagegen Bargeld in mexikanischen Pesos. Geldautomaten stehen in der Altstadt genug, achte aber auf freistehende Automaten wie die von Euronet: Sie ziehen hohe eigene Gebühren und schlagen einen schlechten Wechselkurs vor. Nimm lieber Automaten einer echten Bank (Santander) und lehne die angebotene Sofortumrechnung immer ab, dann rechnet deine eigene Bank zum besseren Kurs um. Die Bankautomaten haben extrem varriierende Gebühren, diese reichen von 15 Pesos (<1€) bis 220 Pesos (>10€), die BBVA ist die Teuerste, unbedingt vermeiden!

Damit im Ausland keine Fremdwährungsgebühr anfällt, nutzen wir die TF Mastercard Gold*. Sie ist kostenlos und rechnet Zahlungen in Pesos ohne Aufschlag ab. Welche Reisekarten sich sonst noch lohnen, haben wir im Ratgeber kostenlose Reisekreditkarte verglichen.

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Internet in Tulum: eSIM oder lokale SIM?

In Mexiko brauchst du unserer Meinung nach durchgehend Internet: Zum Übersetzen mit den Locals, Navigieren auf Google Maps oder aber auch, um mit der Familie im Kontakt zu bleiben. Das WLAN in Cafés und Hotels ist zwar verbreitet, aber wir würden ungern auf der Straße ohne Internet unterwegs sein. Du kannst dir grundsätzlich in kleinen Supermärkten wie OXXO oder 7/11 eine lokale Sim Karte kaufen. Die Marke TelCel hat hier die beste Abdeckung und 3,5GB kosten rund 10€ (200 Pesos). Wir haben uns aber direkt am Flughafen eine E-Sim gekauft und konnten so von Minute 1 an online navigieren und waren entspannter unterwegs. Wir nutzen seit über 2 Jahren die E-Sims von Saily* und mit dem Code „Boarding“ sparst du dort nochmal 15% auf alle Tarife.

In Tulum brauchst du fast durchgehend Internet: Zum Übersetzen mit den Locals, Navigieren auf Google Maps oder aber auch, um mit der Familie im Kontakt zu bleiben. Das WLAN in Cafés und Hotels ist zwar verbreitet, am Strand und unterwegs aber oft langsam oder gar nicht vorhanden. Mexikos Mobilfunknetz ist dagegen solide: In Tulum-Stadt und entlang der Hotelzone hast du fast überall 4G, erst in Sian Ka’an und tief im Dschungel wird es lückenhaft. Du hast zwei gute Wege, online zu bleiben.

Option 1: eSIM, sofort startklar

Die einfachste Lösung für die meisten Reisenden, die ein paar Tage bis zwei Wochen bleiben. Du buchst das Datenpaket vorab, es aktiviert sich bei der Landung und du bist direkt online, ohne mexikanischen Shop und ohne Sprachbarriere.

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Option 2: Lokale SIM-Karte (Telcel)

Wenn du länger bleibst oder sehr viel Datenvolumen brauchst, bist du mit einer lokalen Prepaid-SIM günstiger. Die beste Netzabdeckung in Yucatán hat Telcel, eine Alternative ist AT&T Mexiko. Eine SIM mit Datenpaket kostet grob 200 bis 400 MXN für 3,5GB, mobiles Internet ist in Mexiko selbst mit den lokalen Karten ziemlich teuer. Kaufen kannst du sie direkt am Flughafen Cancún, in jedem Telcel-Shop oder im Oxxo-Kiosk. Bring deinen Reisepass mit, die SIM muss registriert werden. Der Nachteil gegenüber der eSIM: Du musst einen Shop finden, die Registrierung kann etwas dauern und du tauschst deine gewohnte SIM aus. Faustregel: Für einen kurzen Urlaub ist die eSIM die stressfreiere Wahl, für Langzeitreisende ist die lokale SIM die günstigere.

Lohnen sich die Tulum Sehenswürdigkeiten 2026 noch?

Kurze Antwort: Ja, aber nur, wenn du weißt, worauf du dich einlässt. Die Tulum Sehenswürdigkeiten selbst sind unverändert stark, der Rahmen drumherum ist das Problem. Tulum hat sich in wenigen Jahren vom Geheimtipp zur teuersten Adresse an der Riviera Maya entwickelt, und das spürst du an jeder Ecke. Zwei Punkte solltest du vorher auf dem Schirm haben.

Belebter Strand von Tulum mit Badegaesten, Palmen und strahlender Sonne

Sargassum-Algen: In den deutschen Sommermonaten spült der Golfstrom braunes Seegras an die Karibikküste, das den Strand großflächig bedecken und riechen kann. Wir waren im Dezember da und selbst dann lag noch etwas Seegras, im Sommer wird es zum echten Problem. Wenn dir makellose Strände wichtig sind, reise zwischen November und Mai.

Preisexplosion und Kommerzialisierung: Der „normale Strand“ von Tulum liegt hinter den Hotelkomplexen und Beach-Clubs, an denen du Eintritt zahlst. Eigentlich müssten in Mexiko alle Strände einen öffentlichen Zugang haben, das wird hier leider nicht befolgt. Die Beach Clubs haben dann oft einen Mindestverzehr von 25€ – 50€ pro Person. Wenn es dir nur um den Zugang zum Strand geht, kannst du einfach in einige der Hotel Restaurants gehen, dort etwas Essen (oder auch nur Café trinken) und dann einfach das Hotel in Richtung Strand verlassen. Hat bei uns super geklappt.

Es gibt noch einen zweiten Strand, den wunderschönen „Playa Paraiso“, dieser liegt im Nationalpark Jaguar, zusammen mit den Tulum-Ruinen. Der Nationalpark-Eintritt wurde von rund 3€ auf über 20€ pro Person angehoben! Die Ranger verlangen offiziell den Eintritt für den gesamten Nationalpark, aber wir haben bereits Feedback von Followern bekommen, dass der Strand hier eigentlich ausgenommen ist. Du kannst also sagen, dass du nur zum Strand möchtest, dann müssen sie dich eigentlich gratis ins Areal lassen. Die Zufahrt ist über den Nationalpark Eingang bei den Tulum Ruinen. Selbst die berühmte hölzerne Tulum-Statue steht heute hinter einem Zaun und kostet Eintritt, früher war sie frei zugänglich auf der Straße. Das Fazit vorweg: Tulum kann eine großartige Zeit sein, wenn du die Kosten einplanst und nicht das Instagram-Paradies zum Nulltarif erwartest.

Palmen und ein reetgedeckter Bungalow einer Unterkunft in Tulum
Gruener alter VW-Bulli parkt an einer Strasse in Tulum

Die schönsten Tulum Sehenswürdigkeiten und Highlights

Tulum selbst ist nicht riesig, die schönsten Tulum Sehenswürdigkeiten lassen sich gut in zwei bis drei Tagen abklappern. Wir fassen dir hier unsere Favoriten zusammen inklusive den Preisen, die wir teils gezahlt haben. Diese ändern sich aber teilweise schnell, nimm daher immer mehr Geld mit.

Die Maya-Ruinen von Tulum

Die bekannteste der Tulum Sehenswürdigkeiten sind die Maya-Ruinen direkt über der Küste. Anders als Chichén Itzá, das im Landesinneren liegt, thront Tulum auf einer Klippe direkt am Meer, du hast von den Tempeln aus freien Blick auf das türkise Wasser. Die Ruinenstadt war einst ein wichtiger Handelshafen für Kakao und Salz und eine der letzten bewohnten Maya-Städte, bevor die Spanier im 16. Jahrhundert kamen. Ein schöner Rundweg führt entlang der Klippe, plane rund 2 Stunden ein. Wir fanden die Tulum Ruinen wirklich WUNDERSCHÖN, auch wenn super touristisch, ist sie für uns dennoch eine der schönsten im Land. Die Anlage ist super leicht erreichbar und deshalb tagsüber sehr voll. Unser Tipp, anders als viele andere Blogs empfehlen: Die meisten Touristen rennen morgens hin: Wir sind gegen 15:30 Uhr zu den Tulum Ruinen gelaufen und hatten die Ruinen fast für uns allein, sie schließen allerdings 17:00 Uhr. Beim nächsten Mal würden wir eher 14:30 Uhr hingehen. Bring viel Wasser, eine Kopfbedeckung und etwas zum Überziehen mit, es gibt kaum Schatten und die Sonne knallt. Beachte, dass du neben dem Nationalpark Eintritt noch einen gesonderten Eintritt für die Ruinen zahlst, hierfür gibt es ein kleines Kassenhäusschen vor dem Eingang.

Maya-Ruine auf der Klippe, eine der bekanntesten Tulum Sehenswürdigkeiten

Cenoten rund um Tulum (kurzer Teaser)

Auf der Halbinsel gibt es tausende Cenoten, diese mit Süßwasser gefüllten Kalksteinlöcher sind neben den Stränden das zweite große Naturhighlight und für uns fester Teil der Tulum Sehenswürdigkeiten. Rund um Tulum sind sie allerdings tendenziell die teuersten der Halbinsel. Die bekannte Dos Ojos zum Beispiel kostet rund 25€ pro Person, und für die Kamera wird teils noch ein Aufpreis verlangt. Die Cenote Calavera dagegen ist klein, ruhig und richtig schön. Einige weitere Cenoten, welche sich wirklich lohnen, welche überlaufen sind und wo du am meisten Natur fürs Geld bekommst, haben wir dir in unserem Cenoten-Guide für Yucatán im Detail zusammengestellt.

Hotelzone und Tulum-Statue

Die Hauptstraße der Hotelzone gehört zu den meistfotografierten Tulum Sehenswürdigkeiten und ist das, wofür der Ort berühmt geworden ist: Schicke Designerboutiquen, Boho-Restaurants und Beach-Clubs reihen sich links und rechts. Offen gesagt passt es nicht ganz zusammen, denn die Straße selbst ist teils noch halbe Baustelle. Im Art-with-Me-Park steht die berühmte Tulum-Statue mit dem Schriftzug. Früher stand sie frei an der Straße, heute ist sie hinter einem Zaun und der Park kostet Eintritt. Wir haben uns dagegen entschieden, weil die Leute Schlange stehen, nur um ein Foto zu machen. Als Fotostopp im Vorbeifahren okay, ein Muss ist es nicht.

Das Pueblo (Zentrum) und die Taquería Honorio

Für uns die positive Überraschung: Das Pueblo, rund 6 Kilometer landeinwärts. Hier fühlt sich Tulum anders an. Statt Fünf-Sterne-Resorts gibt es familiengeführte Gasthäuser, bunte Wände voller Graffiti, Street-Food-Stände und richtig gute, kleine Restaurants. Hier findest du das Mexiko-Gefühl, das wir uns vorgestellt hatten. Pflichtstopp ist die Taquería Honorio, das berühmteste lokale Restaurant im ganzen Ort. Es ist brechend voll, die Atmosphäre aber wirklich super, das Essen richtig gut und, anders als in der Hotelzone, nicht überteuert. Plane einen halben Tag ein, um durch die Innenstadt zu schlendern und dich durchzuprobieren.

Bunte Strasse im Pueblo, eine der unterschaetzten Tulum Sehenswürdigkeiten

Die schönsten Strände in Tulum

Die Strände sind der Grund, warum die meisten überhaupt herkommen, und gleichzeitig die frustrierendsten Tulum Sehenswürdigkeiten. Das Problem: Der Großteil des Strands in der Hotelzone ist privatisiert, du kommst nicht so einfach ans Wasser. Rund um die Hotels gibt es aber immer wieder kleinere öffentliche Buchten, an die du durch kleine Wege zwischen den Resorts kommst z.B. am Hotel Punta Piedra Beach Posada. Diese Stellen sind schön, aber oft voll, weil eben alle gratis reinwollen. Der beliebteste Trick: Setz dich ins Restaurant eines Beach-Hotels, iss oder trink etwas und nutze so den Strandzugang. Ganz gratis ist das nicht, für eine (nicht besonders gute) Margarita-Pizza zahlst du schnell 15€, dafür sitzt du mit Blick aufs Meer.

Badegaeste am tuerkisen Strand von Tulum mit Palapa auf der Klippe

Playa Paraíso: Der schönste Strand von Tulum

Der mit Abstand schönste Strand ist der Playa Paraíso, rund 4 bis 5 Kilometer außerhalb des Ortes im Jaguar-Nationalpark. Weißer, feiner Sand, türkisblaues Wasser wie aus dem Bilderbuch, hier stimmt das Karibik-Klischee tatsächlich. Der Haken: Der Eintritt in den Nationalpark liegt inzwischen bei über 20€ pro Person, früher waren es rund 3€. Follower haben uns aber geschrieben, dass man offiziell auch ohne den Eintritt an den Strand darf, hierfür musst du am Eintritt nur sagen, dass du lediglich an den „Playa Publico“ möchtest und nicht zu den Ruinen.

Von dort läuft man außerdem direkt zu den Maya-Ruinen weiter. Und wenn du Strand und Ruinen an einem Tag kombinierst, zahlst du den Nationalpark-Eintritt nur einmal und kommst trotzdem in beide. Zwei Dinge noch: Plastikflaschen sind am Strand verboten, nimm eine wiederverwendbare Flasche und viel Wasser mit. Und im Sommer musst du auch hier mit Sargassum rechnen. Zum Schnorcheln vom Ufer aus sieht man wenig, dafür kannst du am Strand kurze Schnorcheltouren buchen, regulär rund 20€, mit etwas Handeln teils die Hälfte.

Stunning drone shot capturing beachgoers on a vibrant tropical beach with clear turquoise waters and palm trees.

Playa Ruinas: Das klarste Wasser von Tulum

Der kleine Strand direkt unterhalb der Maya-Ruinen hat oft das klarste, türkisfarbene Wasser der ganzen Küste, weil die felsige Bucht das Wasser natürlich filtert. Der Haken: Du erreichst ihn nur über das Ruinengelände und brauchst also ein Ticket für die archäologische Zone. Früher konnte man noch an den Strand gehen, als wir hier waren, war die Treppe leider gesperrt und wir konnten nicht runter gehen.

Las Palmas und die ruhigen Südstrände

Je weiter du in der Hotelzone nach Süden Richtung Sian Ka’an fährst, desto ruhiger und ursprünglicher werden die Strände. Der öffentliche Strand Las Palmas ist da ein guter Tipp: Nur zwei Hotels, viel Platz, feiner Sand und meist deutlich leerer als die Strände im Norden. Das Wasser ist hier flach und ruhig, ideal zum Schwimmen. Der Zugang ist kostenlos, bring dir aber Wasser und Snacks mit, denn die Infrastruktur ist minimal.

Der Strand in der Hotelzone

Der lange Traumstrand entlang der Hotelzone ist größtenteils in der Hand der Beach Clubs und Hotels. Als Tagesgast kommst du am einfachsten über einen Beach Club dran: Du gibst einen Mindestverzehr aus (je nach Club oft 500 bis 1.000 MXN) und nutzt dafür Liegen, Pool und Strandservice. Wenn du einfach nur schwimmen willst, würden wir dir eine der kleineren kostenlosen Buchten empfehlen mit schmalen öffentlichen Zugänge zwischen den Resorts.

Mann spaziert am tuerkisen Strand von Tulum, Vogel am Himmel

Ausflüge und Tagestrips ab Tulum

Neben den ganzen Tulum Sehenswürdigkeiten im Ort gibt es aber in der Umgebung auch noch viel zu entdecken: Tulum ist ein perfekter Ausgangspunkt für einige der spektakulärsten Ausflüge auf der Halbinsel. Diese vier lohnen sich unserer Meinung nach am meisten, wenn du mehr willst als Strand und Beachclubs.

📖 Siehe auch: Bacalar: Die Lagune der sieben Farben – der lohnendste Stopp südlich von Tulum.

Cobá: Auf die höchste Maya-Pyramide klettern

Rund 45 Autominuten landeinwärts liegt Cobá, eine riesige, im Dschungel versteckte Maya-Stadt. Anders als in Tulum erkundest du das weitläufige Gelände am besten mit dem Leihrad (ca. 60 bis 80 MXN) oder auch zu Fuß. Das Highlight ist die Nohoch Mul, mit rund 42 Metern eine der höchsten Pyramiden Yucatáns. Nach sechs Jahren Sperrung ist der Aufstieg seit Dezember 2025 wieder erlaubt, über eine neue Holztreppe und in Gruppen von 15 Personen. Von oben hast du einen gewaltigen Blick über den Dschungel. Der Eintritt liegt bei rund 210 MXN plus einer kleinen lokalen Gemeindegebühr. Komm zur Öffnung um 8 Uhr, dann ist es kühler und leerer. Geführte Touren nach Cobá* lassen sich gut mit einer Cenote kombinieren. Wenn du einen Mietwagen hast, kannst du das Gelände aber auch unabhängig entdecken, so haben wir’s gemacht und fanden es genial.

Maya-Pyramide von Coba mit steiler Steintreppe im Dschungel

Sian Ka’an: UNESCO-Biosphäre und Lagunen-Float

Direkt südlich von Tulum beginnt das Biosphärenreservat Sian Ka’an, UNESCO-Weltnaturerbe und ein riesiges Mosaik aus Mangroven, Lagunen und Kanälen. Das beliebteste Erlebnis ist der Lagunen-Float bei den Muyil-Ruinen: In der Schwimmweste lässt du dich durch einen glasklaren, schon von den Maya angelegten Süßwasserkanal treiben. Am Bootssteg bei Muyil kannst du das oft selbst organisieren (rund 1.000 MXN pro Person), bequemer und mit Abholung sind geführte Touren durch Sian Ka’an. Nimm eine Schnorchelmaske mit, im Wasser tummeln sich Schildkröten, Fische und über dir kreisen Reiher.

Laguna Kaan Luum: Die Lagune mit dem blauen Loch

Nur 15 Minuten südlich von Tulum liegt die Laguna Kaan Luum, eine türkisgrüne Lagune mit einer tiefen, dunkelblauen Cenote in der Mitte. Die flachen Ränder sind zum Baden und Stand-up-Paddeln perfekt, das tiefe Loch selbst ist zum Schutz abgesperrt. Von einem hölzernen Aussichtsturm hast du den besten Blick auf den Farbkontrast. Der Eintritt liegt bei rund 350 MXN, geöffnet ist täglich von 9 bis 16 Uhr. Ein deutlich ruhigerer, weniger überlaufener Spot als die großen Cenoten.

Akumal: Mit Meeresschildkröten schnorcheln

Rund 25 Minuten nördlich liegt die Bucht von Akumal, einer der Orte in Mexiko, mit der höchsten Chance grüne Meeresschildkröten zu sehen. Sie grasen ganzjährig in den Seegraswiesen wenige Meter vom Ufer entfernt. Wichtig: Die Bucht ist streng geschützt, das Schnorcheln in der Schildkrötenzone ist nur mit lizenziertem Guide, Schwimmweste und ohne Sonnencreme erlaubt (rund 40 bis 60 US-Dollar für etwa eine Stunde). Wir persönlich fanden es vor Ort (zumindest in der Hochsaison) übertrieben, denn schon am Ortseingang fangen dich die Guides ab. Selbst um an den Strand zu kommen, musst du einen Eintritt zahlen (bei uns 7€), darfst dann aber nur 2 Meter ins Wasser. Wenn du tiefer rein möchtest, musst du einen Guide nehmen. Es ist insgesamt unfassbar kommerzialisiert. Wir waren an einem Strand neben an schnorcheln, hatten aber leider kein Glück mit den Meeres-Schildkröten. Stattdessen haben wir aber einen Rochen gesehen.

Paar am Strand vor einem bunten Strandhotel mit Palmen in Tulum
Nachbarstrand in Akumal, kostenloser Eintritt, aber keine Schildkröten

Beste Reisezeit für die Tulum Sehenswürdigkeiten

Die beste Reisezeit für die Tulum Sehenswürdigkeiten ist die Trockenzeit von November bis Mai. Dann ist es sonnig, weniger schwül und, der wichtigste Punkt, das Sargassum-Aufkommen ist deutlich geringer. Die deutschen Sommermonate von Juni bis September sind die Sargassum-Hauptsaison an der Karibikküste, dann kann braunes Seegras die Strände über Wochen bedecken. Wer schöne Strände will, sollte diese Zeit meiden. Beachte außerdem: Rund um Weihnachten und Silvester ist Hochsaison, dann sind selbst der Playa Paraíso und die Ruinen voll und die Preise auf dem Höhepunkt. Die angenehmste Kombination aus Wetter, wenig Algen und moderaten Preisen findest du in den Nebensaison-Monaten November sowie Februar bis Mai (je später desto mehr potentielles Seegras).

📖 Siehe auch: Mexiko beste Reisezeit: Monat für Monat – inklusive Seegras-Saison an der Karibikküste.

Badegaeste am tuerkisen Strand von Tulum mit Palapa auf der Klippe

Touren zu den Tulum Sehenswürdigkeiten

Die meisten Tulum Sehenswürdigkeiten lassen sich auf eigene Faust erkunden, für ein paar Highlights lohnt sich aber eine geführte Tour, vor allem wenn du ohne Auto unterwegs bist und mehrere Orte an einem Tag sehen willst. Hier einige weitere Vorschläge, wo sich Touren lohnen können:

  • Tauchen in einer Cenote* (wenn du deinen Tauchschein hast), wir waren in einer höhlenartigen Cenote tauchen und es war absolut einmalig!
  • Chichen Itza & Valladolid als Tagestour*: Wir haben beides individuell angesehen, weil wir 3 Tage in Valladolid waren. Wenn du aber keinen extra Stopp einplanst, lohnt sich die Tour, da du nichts organisieren musst.
Cenote bei Tulum mit Tauchern am Holzsteg und gruenem Wasser im Dschungel

Tulum Sehenswürdigkeiten ohne Mietwagen erreichen

Du brauchst in Tulum kein Auto, um die wichtigsten Tulum Sehenswürdigkeiten zu sehen. Für die Strecke zwischen Hotelzone und Altstadt (rund 6 Kilometer) sind Fahrräder perfekt: Sie sind viel günstiger als ein Mietwagen, du stehst nicht im Stau und bist flexibel. Auch zum Playa Paraíso kommst du gut mit dem Rad und sparst dir dort sogar die Auto-Schlange. Für längere Strecken ins Umland, etwa zu weiter entfernten Cenoten, nimmst du am günstigsten den Colectivo entlang der Hauptstraße. Vom Taxi raten wir wegen der überzogenen Preise ab. Wichtig noch: Fahr nachts vorsichtig mit dem Rad, viele Räder haben kein Licht und die Straßen sind stockdunkel. Tagsüber ist das Rad aber die beste und günstigste Art, Tulum zu erkunden.

Wenn du allerdings einen Mietwagen nehmen möchtest, findest du in unserem Reiseführer einen 20% Rabatt Code für einen lokalen Mietwagen Anbieter, der unfassbare freundlich war und sehr zuverlässig, ohne irgendwelche Versicherungs Scams und Co! Damit sparst du bei einem 1 wöchigen Roadtrip bereits 60€ Mietwagengebühr.

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Häufige Fragen zu den Tulum Sehenswürdigkeiten

Wie viele Tage sollte man in Tulum bleiben?

Zwei bis drei Tage reichen für die wichtigsten Tulum Sehenswürdigkeiten gut aus. An einem Tag machst du die Maya-Ruinen und den Playa Paraíso (beide im Jaguar-Nationalpark), ein weiterer Tag gehört dem Pueblo und einer Cenote. Wer entspannt Strandzeit will, hängt einen Tag dran.

Ist Tulum 2026 zu teuer geworden?

Tulum ist der teuerste Ort an der Riviera Maya, das ist Fakt. Nationalpark-Eintritt über 20€, teure Beach-Clubs und ein Taxi-Kartell treiben die Kosten. Wer im Pueblo wohnt, mit dem Rad fährt und lokal isst (etwa in der Taquería Honorio), kann Tulum trotzdem bezahlbar erleben.

Wann ist am wenigsten Sargassum am Strand?

Von November bis Mai ist das Seegras-Aufkommen am geringsten. Die deutschen Sommermonate Juni bis September sind Sargassum-Hauptsaison, dann kann brauner Algenteppich die Strände über Wochen bedecken.

Kann man Tulum ohne Auto erkunden?

Ja, problemlos. Die zentralen Tulum Sehenswürdigkeiten erreichst du alle ohne Mietwagen. Zwischen Hotelzone und Pueblo sowie zum Playa Paraíso fährst du am besten mit dem Fahrrad, ins Umland mit dem Colectivo. Taxis sind teuer und lohnen sich kaum. Nur nachts solltest du wegen der dunklen Straßen mit dem Rad aufpassen.

Kostet der Strand in Tulum Eintritt?

Der schönste Strand, der Playa Paraíso, liegt im Jaguar-Nationalpark und kostet über 20€ Eintritt. In der Hotelzone gibt es einzelne öffentliche Buchten mit kostenlosem Zugang. Alternativ isst du im Restaurant eines Beach-Hotels und nutzt so den Strand.

Als Nächstes: Deinen Yucatán-Trip weiterplanen

Tulum ist nur ein Baustein deiner Yucatán-Route. Für den großen Überblick mit allen Orten, Routen und Tagesplänen ist unser Yucatán Rundreise Guide der beste Startpunkt, und die schönsten Spots der Halbinsel findest du in unserem Guide zu den Yucatán Sehenswürdigkeiten. Wenn du noch unsicher bist, wo du deine Basis aufschlägst, hilft dir der Vergleich Tulum, Cancún oder Playa del Carmen. Und als perfekten Hub für Tagesausflüge lohnt sich ein Blick auf Playa del Carmen.

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