Japan war eines unserer intensivsten Reiseländer – und beim Geld gilt hier eine Sonderregel: Ja, du kommst problemlos an Bargeld (wir haben ganz normal mit unserer DKB-Karte abgehoben) – aber nur an den richtigen Automaten. An vielen lokalen Bank-Automaten wird deine ausländische Karte schlicht abgelehnt.
Wir – Clara und Jonathan – zeigen dir hier, an welchen Automaten es zuverlässig klappt, was das Abheben kostet, wie viel Bargeld du in diesem Bargeld-Land wirklich brauchst und welche Karte die richtige ist.

Bargeld oder Karte? So bezahlst du in Japan
Die ehrliche Antwort: Trotz High-Tech-Image ist Japan noch immer ein Bargeld-Land. Kleine Ramen-Läden, Streetfood-Stände, Izakayas, Tempel-Eintritte und ländliche Gasthäuser nehmen oft nur Bargeld. Faustregel: Hab immer 5.000¥ bis 10.000¥ dabei.
In Hotels, Kaufhäusern, Ketten und Konbini (7-Eleven, Lawson, FamilyMart) zahlst du dagegen problemlos mit Karte – am zuverlässigsten mit Visa oder Mastercard mit Chip. Kontaktlos wird häufiger, ist aber nicht überall Standard, also hab die physische Karte und deine PIN parat.
Für den Alltag Gold wert: Eine IC-Karte wie Suica, Pasmo oder ICOCA. Diese aufladbare Nahverkehrskarte lädst du mit Bargeld auf und zahlst damit Züge, Busse, Schließfächer, Automaten und in vielen Konbini. Als „Mobile Suica“ im Apple Wallet kannst du sie sogar mit Kreditkarte aufladen – ganz ohne Bargeld.
So buchst du die günstigsten Unterkünfte in Japan
Nach mehreren Reisen durch Asien haben wir gemerkt: Hotels und Ryokan in Japan sind auf dieser Buchungsplattform* häufig günstiger als auf Booking.com – bei identischen Häusern. Für Gruppen oder wenn du ein ganzes Apartment suchst, lohnt sich gerade in Tokio und Osaka ein Blick auf Airbnb – dort gibt es oft komplett ausgestattete Wohnungen zu guten Preisen.
Wenn du lieber gezielt buchst: Hier zwei Empfehlungen je Preisklasse in Tokio – alle mit einer Booking-Bewertung ab 8,0:
| Hotel | Preisklasse | Lage | Booking | Zum Angebot |
|---|---|---|---|---|
| Sakura Hostel Asakusa | Budget | Asakusa | 8,2 | Zum Angebot* |
| Kuyakusho-mae Capsule Hotel | Budget | Shinjuku | 8,1 | Zum Angebot* |
| Tokyu Stay Shinjuku | Mittelklasse | Shinjuku | 8,6 | Zum Angebot* |
| Asakusa Central Hotel | Mittelklasse | Asakusa | 8,6 | Zum Angebot* |
| Keio Plaza Hotel Tokyo | Luxus | Shinjuku | 8,4 | Zum Angebot* |
| The Ritz-Carlton, Tokyo | Luxus | Roppongi | 9,0 | Zum Angebot* |
Geld abheben am Automaten: Schritt für Schritt
Geldautomaten findest du in Japan an fast jeder Ecke – der Trick ist, den richtigen zu wählen. So läuft es reibungslos:
- Den richtigen Automaten wählen: Gehe zu einem Konbini-Automaten (7-Eleven/Seven Bank, Lawson, FamilyMart) oder zu Japan Post – nicht zu lokalen Bank-Automaten, die ausländische Karten oft ablehnen.
- Sprache umstellen: Die Automaten bieten Englisch an – meist gleich auf dem Startbildschirm.
- Betrag & Umrechnung: Betrag wählen und bei „Yen oder Heimatwährung“ immer Yen nehmen (siehe unten).
- Clever abheben: Wegen der Gebühr pro Abhebung und dem Limit (meist 100.000¥) lieber seltener größere Beträge abheben.
Gebühren & Limits: An diesen Automaten klappt’s
Das ist der entscheidende Teil in Japan: Nicht jeder Automat nimmt ausländische Karten – aber diese Netzwerke tun es zuverlässig. Hier die Übersicht mit Gebühren und Verfügbarkeit:
| Automat | Akzeptiert | Gebühr | Verfügbarkeit |
|---|---|---|---|
| 7-Eleven (Seven Bank) | Visa, Mastercard, Maestro, UnionPay, Amex | MC/Maestro 0¥, Visa 110–220¥ | 24/7, 28.000+ Filialen |
| Japan Post (Yūcho) | Visa, Mastercard, Maestro, Cirrus, Plus | 0¥ zu Geschäftszeiten, sonst 110¥ | Postzeiten (kein 24/7) |
| AEON Bank | Visa, Mastercard u. a. | meist 0¥ | in AEON-Malls |
| Lawson | Visa, Mastercard u. a. | gering | 24/7 (Konbini) |
| FamilyMart (E-net) | meist ok – auf „E-net“-Logo achten | gering | 24/7 (Konbini) |
| Lokale Bank-Automaten (MUFG etc.) | oft KEINE ausländischen Karten | – | eingeschränkt |
Unser klarer Tipp: Steuere gezielt einen 7-Eleven (rund um die Uhr) oder Japan Post an – damit hast du in ganz Japan keine Probleme. Lawson und FamilyMart gehen fast immer auch; bei älteren FamilyMart-Automaten hältst du am besten nach dem „E-net“-Logo Ausschau. Lokale Bank-Automaten (z. B. MUFG) meidest du besser, die lehnen ausländische Karten oft ab.
Die DCC-Falle: Immer Yen wählen
Eine Falle, die dich unnötig Geld kostet: Am Ende der Abhebung fragt der Automat manchmal, ob in Yen oder in deiner Heimatwährung abgerechnet werden soll. Wähle immer Yen – bei der Umrechnung in Euro (DCC) zahlst du einen schlechten Kurs und damit einen versteckten Aufschlag. Deine eigene Bank rechnet günstiger um.


Die beste Karte fürs Geldabheben in Japan
Damit die lokale Automatengebühr nicht durch deine eigene Bank noch teurer wird, brauchst du die richtige Karte: Eine kostenlose Visa oder Mastercard ohne Fremdwährungsgebühr und ohne eigene Abhebegebühr. Unsere DKB (Visa) lief in Japan am 7-Eleven problemlos.
Unsere Einordnung: Die DKB* ist als Aktivkunde die Karte, die wir im Alltag am meisten nutzen und hat in Japan zuverlässig funktioniert, mit der TF Mastercard Gold* bekommst du ein Reiseversicherungs-Paket gratis dazu, Trade Republic* ist clever, wenn du dort ohnehin ein Konto hast. Mit jeder dieser Karten plus einem 7-Eleven- oder Japan-Post-Automaten hebst du in Japan praktisch zum Bestpreis ab.
TF Bank Mastercard Gold
0,00€ Jahresgebühr
Perfekt als
– Reisekreditkarte weltweit
– Kreditkarte zusätzlich zur Hausbank
– Paket mit Versicherungen
DKB Debitkarte
✔ Kostenloses Girokonto
✔ Kostenlos Geld abheben (ab 50€)
✔ Weltweit Gebührenfrei zahlen
✔ Sehr gute App & Wunschpin Vergabe
*Aktivstatus: Mind. 700€ Geldeingang/ Monat oder < 28 Jahre
0,00€ Jahresgebühr
Perfekt als
– Konto in DE/ AT
– Basis Reisekonto
– Partnerkonto
Trade Republic Visa Debitkarte
0,00€ Jahresgebühr
Perfekt als
– Girokonto + Depot
– Basis Reisekonto
– Cashback Karte für Sparbüchse (wie wir)
Awa7 Visa Kreditkarte
0,00€ Jahresgebühr
Perfekt als
– Reisekreditkarte weltweit
– Kreditkarte zusätzlich zur Hausbank
– Karte mit ökologischem Hintergedanken
EC-Karte oder Girocard in Japan? Lieber nicht
Die reine deutsche Girocard (früher EC-Karte) funktioniert in Japan nicht zuverlässig: V-Pay gilt nur in Europa, und Maestro läuft aus (keine Neuausgabe seit 2023). An 7-Eleven-Automaten wird Maestro zwar noch akzeptiert – verlass dich aber besser auf eine echte Visa- oder Mastercard.
Für Mietwagen & Kaution: Eine echte Kreditkarte
Wenn du in Japan einen Mietwagen nimmst oder in manchen Hotels eine Kaution hinterlegst, brauchst du eine echte Kreditkarte (keine Debitkarte), weil darauf ein Betrag reserviert wird. TF Mastercard Gold und awa7 sind echte Kreditkarten und dafür ideal.
Geld wechseln statt abheben: Wann sich das lohnt
In den meisten Fällen ist Abheben am Automaten günstiger als Wechseln – der Automatenkurs ist besser als der von Wechselstuben oder dem Flughafenschalter. Etwas Bargeld für die erste Stunde (Zug ab Flughafen, erster Snack) kannst du am Automaten direkt im Ankunftsbereich ziehen. Größere Summen in Deutschland vorab zu tauschen lohnt sich meist nicht.
Abgelegene Regionen: Nimm einen Bargeld-Puffer mit
In Großstädten findest du an jeder Ecke einen Konbini mit Automat. Auf dem Land, in den Bergen oder bei Tempeln und kleinen Ryokan sieht das anders aus – dort gibt es weniger Automaten und oft nur Barzahlung. Unser Tipp: Bevor du die Stadt verlässt, hebe einen ausreichenden Puffer ab, damit du unterwegs nicht ohne Bargeld dastehst.
Unsere Praxis-Tipps aus Japan
- 7-Eleven ist dein bester Freund: Rund um die Uhr, überall, akzeptiert zuverlässig ausländische Karten – wir haben fast immer dort abgehoben.
- Kein Trinkgeld: In Japan ist Trinkgeld unüblich und kann sogar irritieren. Der ausgeschilderte Preis ist der Endpreis.
- Tax-Free nutzen: Als Tourist bekommst du in vielen Läden ab etwa 5.000¥ die Konsumsteuer erlassen – einfach den Reisepass zeigen.
- Suica fürs Kleingeld: Lade dir eine IC-Karte auf, dann brauchst du für Bahn, Bus und Konbini kaum noch Münzen.
- Immer Yen: Am Automaten und beim Bezahlen jede „Umrechnung in Euro“ ablehnen.
Fazit: So machst du es in Japan richtig
Japan ist beim Geld einfacher, als viele denken – du musst nur wissen, wo du abhebst. Nutze 7-Eleven- oder Japan-Post-Automaten, nimm eine kostenlose Visa oder Mastercard (Girocard reicht nicht), lehne jede Euro-Umrechnung ab und hab in diesem Bargeld-Land immer ein paar Scheine sowie eine Suica dabei. Dann kommst du überall entspannt an dein Geld.
📖 Siehe auch: Geld abheben im Ausland · Reisekreditkarte kostenlos · Kreditkarte mit Reiseversicherung · Geld abheben in den USA
Häufige Fragen zu Geld abheben in Japan
Funktioniert die deutsche EC-Karte/Girocard in Japan?
Nur eingeschränkt. V-Pay gilt nur in Europa und Maestro läuft aus. Verlass dich in Japan auf eine Visa- oder Mastercard und hebe an 7-Eleven oder Japan Post ab.
An welchen Automaten kann ich in Japan Geld abheben?
Am zuverlässigsten an 7-Eleven (Seven Bank, rund um die Uhr), Japan Post, AEON Bank sowie Lawson und FamilyMart. Lokale Bank-Automaten (z. B. MUFG) lehnen ausländische Karten oft ab.
Was kostet Geld abheben in Japan?
Am 7-Eleven zahlst du mit Mastercard/Maestro 0¥, mit Visa 110¥ (unter 10.000¥) bzw. 220¥ (ab 10.000¥). Japan Post ist zu Geschäftszeiten gebührenfrei. Dazu kommt je nach Karte die Fremdgebühr deiner Bank – mit einer kostenlosen Reisekreditkarte entfällt die.
Yen oder Euro am Automaten?
Immer Yen. Bei Abrechnung in Euro zahlst du über die DCC-Umrechnung einen versteckten Aufschlag.
Wie viel Bargeld sollte ich in Japan dabeihaben?
Japan ist ein Bargeld-Land: Halte immer 5.000¥ bis 10.000¥ bereit, gerade für kleine Läden, Streetfood, Tempel und ländliche Regionen.
Was ist eine Suica und brauche ich sie?
Suica (bzw. Pasmo/ICOCA) ist eine aufladbare IC-Karte für Bahn, Bus und viele Konbini. Sehr praktisch fürs bargeldlose Kleingeld – als Mobile Suica im Apple Wallet sogar per Kreditkarte aufladbar.
Gibt man in Japan Trinkgeld?
Nein. Trinkgeld ist in Japan unüblich und kann sogar als unhöflich empfunden werden. Der Preis, den du siehst, ist der Endpreis.
