Mexiko Backpacking: Der komplette Guide für deine erste Reise

Mexiko Backpacking klingt als könntest du das gesamte Land in einer 3 Wochen–Rundreise erleben – nach 5 Monaten in Mexiko müssen wir aber klar sagen, dass wir selbst in dieser Zeit noch nicht alles gesehen haben. Tatsächlich ist Mexiko fast sechsmal so groß wie Deutschland und misst von Ost nach West fast 3.200 Kilometer. Wir sind Clara und Jonathan und waren kreuz und quer unterwegs, von der Karibik über das Landesinnere über die Pazifikküste bis ins Hochland von Mexiko. In diesem Guide wir die Fragen, die wir uns selbst vor unserem Mexiko Backpacking Abenteuer gestellt haben:

  • Was sind die schönsten Regionen in Mexiko? Und wie verbinde ich die in einer Route?
  • Was musst ich bei der Einreise in Mexiko beachten?
  • Brauche ich Bargeld?
  • Welche SIM Karte ist die beste?
  • Wie funktioniert der Transport?
  • Welches Streetfood muss ich essen?
  • Und die wichtigste Frage: Ist Mexiko sicher?

Mexiko Backpacking: Das solltest du vorher über das Land wissen

Die Größe des Landes entscheidet über deine ganze Planung. Wenn du versuchst, die verschiedensten Regionen von Mexiko in einen zwei Wochen Urlaub zu quetschen, verbringst du den halben Trip im Bus & Flugzeug. Dazu kommt, dass sich die Regionen nicht nur landschaftlich stark unterscheiden, sondern auch im Tourismusgrad: Manche Küstenabschnitte sind komplett von Resorts belegt, in anderen Orten wirst du als Reisender noch neugierig angeschaut, weil außer dir kaum jemand da ist. Genau dieser Kontrast macht die Planung spannend und ist der Grund, warum wir dir das Land gleich in drei Regionen aufteilen.

Die Menschen sind super gastfreundlich und richtig stolz auf ihre Kultur. Wenn du nur ein paar Brocken Spanisch sprichst, also bestellen, begrüßen und nach dem Weg fragen, öffnest du Türen, die dir sonst verschlossen bleiben. Und da müssen wir auch ehrlich sagen, dass wir sehr überrascht waren, wie wenig Englisch selbst in den touristischen Spots wie Cancun oder Tulum gesprochen wurde.

Selfie einer Frau unter Papel-Picado-Wimpeln in einer Kolonialgasse in Oaxaca
Palmen am weissen Sandstrand unter blauem Himmel auf Isla Mujeres
Streetart-Mural einer Skelettfigur mit Hut an ockergelber Wand in Oaxaca

Nach über 300 Jahren Kolonialzeit durch die Spanier ist das Christentum die Hauptreligion. Auch viele junge Leute sind strenggläubig, entsprechend viele wunderschöne Kirchen kannst du im ganzen Land besichtigen. In den Kolonialstädten stehen sie meistens direkt am Hauptplatz, sind kostenlos und oft der schönste Punkt der ganzen Stadt.

Vor allem einige Orte auf Yucatan sind total kommerzialisiert und auch internationalisiert. Mexiko ist immernoch ein extrem beliebtes Pauschalreise Ziel und wir würden dir unbedingt ans Herz legen, diese Hotels zu verlassen und dich auf ein echtes Mexiko Backpacking Abenteuer einzulassen. Und ein umso wichtigerer Teil davon ist die mexikanische Küche! Auch wenn es in Resorts Essen gibt und die internationalen Restaurants gut aussehen, solltest du unbedingt auch in die kleinen lokalen Restaurants gehen.

Wie nach Mexiko fliegen?

Mexiko ist aus Europa ein ziemlich leicht erreichbares Fernreiseziel mit mehreren gut angebundenen internationalen Flughäfen. Aus Deutschland kommst du am besten nach Cancun und Mexico City, in beide Städte gibt es mittlerweile Direktflüge, bei denen du unter 10 Stunden unterwegs bist. Viele indirekte Flüge gehen über die USA, was grundsätzlich kein Problem ist, dabei solltest du aber auf genügend Umsteigezeit achten, am besten 3,5 Stunden oder länger, denn du musst auch für den Transit normal durch die Immigration. Und du musst zuvor auch ein ESTA Visum beantragen, das dauert meist zwischen 1 und 3 Wochen. Für die Hin- & Rückflüge solltest du je nach Reisezeit zwischen 600 und 1.200€ einplanen, hier einige der besten Verbindungen in der Vorschau:

Einreise nach Mexiko: 180 Tage ohne Visum

Für deutsche Staatsbürger ist die Einreise super easy. Du bekommst bei Ankunft im Land 180 Tage Aufenthaltsdauer genehmigt, ganz ohne Visum. Damit ist Mexiko eines der entspanntesten Fernreiseziele überhaupt, gerade wenn du länger unterwegs bist oder unterwegs umplanen willst. Die besten Flughäfen sind Cancún und Mexico City, beide erreichst du mit Direktflügen ab Frankfurt.

Seit Sommer dieses Jahres ist bei der Einreise offiziell auch ein Rückflugticket vorgeschrieben. Ob es kontrolliert wird, lässt sich schwer sagen, aber hab es auf jeden Fall dabei. Weil sich solche Regeln ändern, prüfst du vor dem Abflug am besten noch einmal die aktuelle Lage beim Auswärtigen Amt. Das ist die einzige Bürokratie, um die du dich vorher kümmern musst.

Strassenstand mit Tacos in Santa Maria del Tule bei Oaxaca

Beste Reisezeit für Mexiko: November bis April

An der Karibikküste ist zwischen Mai und Oktober Regenzeit, mit kurzen, aber intensiven Schauern über den Tag verteilt. Der eigentliche Haken ist allerdings das Seegras: In dieser Zeit türmt es sich an manchen Stränden teilweise bis zu 50 Zentimeter hoch und macht sie praktisch unbegehbar. Wer für die Karibikstrände kommt, sollte diese Monate meiden.

Ideal für Yucatán ist deshalb November bis April, und dasselbe Fenster passt auch für Oaxaca und Zentralmexiko. Im deutschen Winter ist es dort tagsüber sehr warm und die Nächte bleiben angenehm mild, du brauchst also kaum warme Sachen im Rucksack. Plane dein Mexiko Backpacking wenn möglich in genau dieses Fenster, dann bekommst du in allen drei Regionen gutes Wetter, ohne die Route verbiegen zu müssen.

➜ Siehe auch: Die beste Reisezeit für Mexiko

So hebst du in Mexiko Geld ab und bezahlst

Mexiko ist ein Bargeld-Land: Streetfood-Stände, Colectivos, Eintritte an kleinen Ruinen und viele familiengeführte Hotels wollen Pesos sehen. Hier erwarten dich im Zweifelsfall drei teure Fehler, wenn du sie alle vermeidest bekommst du bei einer 100€ Abhebung wirklich 99€ ausgezahlt. Fällst du auf alle herein, hältest du nur 74,5€ in der Hand (als Pesos). Beachte unbedingt:
1. Der wichtigste Tipp am Automaten: Lehne die Automaten-Umrechnung in Euro immer ab, das nennt sich DCC. Sonst zahlst du zusätzlich einen schlechten Wechselkurs. Lass immer in Pesos abrechnen.

2. Die Automaten kassieren zusätzlich 15 bis 200 Pesos (rund 0,80€ bis über 10€) pro Abhebung. Am teuersten waren für uns durchgehend die Automaten von BBVA mit 200 Pesos! Günstig dagegen sind die Automaten der Santander Bank.

3. Einige deutsche Banken verlangen aber noch immer 1–3% Fremdwährungsgebühr auf jede Kartenzahlung. Wenn du beispielsweise auch ein Konto bei der ING oder Sparkasse hast, kannst du aber super leicht vermeiden, indem du vor deiner Rundreise zu den Mexiko Sehenswürdigkeiten eine gebührenfreie Reisekreditkarte beantragst. Unsere liebste Reisekreditkarte ist die TF Mastercard Gold*, weil die Fremdwährungsgebühr damit komplett wegfällt. Das beste bei diesen Karten ist, dass du sie einmal beantragst, dann jedes Jahr im Urlaub nutzen kannst und das restliche Jahr ohen Gebühren in der Schublade aufbewahren kannst. Weitere kostenlose Konten zum Reisen und Kreditkarten vergleichen wir in diesem Artikel.

TF Bank Mastercard Gold

✔ Vollwerte Kreditkarte
✔ Kostenlos Geld abheben
✔ Gebührenfreie Zahlungen weltweit
✔ Reiseversicherungen inklusive

0,00€ Jahresgebühr

Perfekt als
– Reisekreditkarte weltweit
– Kreditkarte zusätzlich zur Hausbank
– Paket mit Versicherungen

Noch ein Wort zum Trinkgeld: In Mexiko heißt es Propina und wird gerne mit auf die Rechnung geschrieben, teilweise so, als wäre es eine Steuer. Manchmal sind das 10%, in einzelnen Orten und Restaurants sogar bis zu 25% (Oft Tulum & Cancun). Diese Propina ist optional. An Imbissen wird keine Propina erwartet, in teureren Restaurants sind wir bei 10% geblieben. Lass dich hier nicht an der Nase herumführen.

eSIM und Internet in Mexiko

In Mexiko brauchst du unserer Meinung nach durchgehend Internet: Zum Übersetzen mit den Locals, Navigieren auf Google Maps oder aber auch, um mit der Familie im Kontakt zu bleiben. Das WLAN in Cafés und Hotels ist zwar verbreitet, aber wir würden ungern auf der Straße ohne Internet unterwegs sein. Du kannst dir grundsätzlich in kleinen Supermärkten wie OXXO oder 7/11 eine lokale Sim Karte kaufen. Die Marke TelCel hat hier die beste Abdeckung und 3,5GB kosten rund 10€ (200 Pesos). Wir haben uns aber direkt am Flughafen eine E-Sim gekauft und konnten so von Minute 1 an online navigieren und waren entspannter unterwegs. Wir nutzen seit über 2 Jahren die E-Sims von Saily* und mit dem Code „Boarding“ sparst du dort nochmal 15% auf alle Tarife.

Praktisch ist das vor allem, weil du unterwegs ständig etwas nachschauen willst: Busverbindungen für den nächsten Ort, die Öffnungszeiten einer Ruine, das nächste Taco-Lokal um die Ecke. Mit der eSIM läuft das ab der Landung, statt am Ankunftstag erst einmal einen OXXO mit freiem Personal für die SIM-Registrierung zu suchen.

Mexiko-eSIM mit 15 % Rabatt

Mit dem Code BOARDING sparst du auf jeden Datenplan von Saily.

Saily eSIM sichern (Code: BOARDING)

Die drei Regionen: So teilst du Mexiko sinnvoll auf

📖 Siehe auch: Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Mexiko – die Highlights aus allen drei Regionen im Überblick.

Weil das Land so riesig ist, konzentrieren wir uns auf drei Regionen, die sich gut kombinieren lassen: Die Halbinsel Yucatán im Osten, die Pazifikküste rund um Oaxaca und den zentralen Streifen von Sayulita bis Mexico City. Damit deckst du Karibik, Pazifik, Kolonialstädte und Großstadt ab, ohne dich in endlosen Etappen zu verlieren.

Yucatán: Riviera Maya und der ruhigere Rest

Für viele ist Yucatán der Inbegriff Mexikos: Weiße Strände, türkisfarbenes Wasser, Cenoten und Maya-Ruinen. Grob teilt sich die Halbinsel in die Riviera Maya an der Karibikküste und den untouristischeren Rest im Inland. An der Riviera Maya liegen Cancún, Playa del Carmen und Tulum, also die bekanntesten und touristischsten Spots des ganzen Landes.

Cancún ist die Nummer eins, hier landet der größte Flughafen. In der Hotelzone dreht sich alles um Resorts und All Inclusive, das Wasser ist wunderschön, aber die Atmosphäre erinnert eher an Las Vegas als an Mexiko. Wir glauben, es gibt dort nicht ein einziges gut bewertetes mexikanisches Restaurant, das sagt eigentlich alles. Für eine Nacht nach der Ankunft oder vor dem Rückflug ist Cancún praktisch, mehr würden wir nicht einplanen.

Etwas weiter südlich liegt Playa del Carmen, ein Mix aus Resorts, Backpacker-Vibe, Auswanderern und Partyleuten. Es gibt viel Infrastruktur, viele Beach-Spots und trotzdem noch echtes Mexiko-Gefühl mit viel Streetfood. Zwei bis drei Tage sind hier gut investiert, auch um die Umgebung zu erkunden.

Tulum war früher ein Hippie-Paradies, heute ist es eher Luxus-Boho-Kommerz mit entsprechend teuren Preisen. An den wirklich wunderschönen Strand zu kommen, ist schwer, weil du fast immer durch ein Resort, ein Restaurant oder einen Beach Club musst und damit zahlst. Authentischer ist das Zentrum abseits der Hotelzone, das lohnt sich. Länger als zwei bis drei Tage würden wir trotzdem nicht bleiben, das schont auch den Geldbeutel. Mehr dazu findest du in unserem Guide zu den Tulum Sehenswürdigkeiten.

Frau steht im klaren tuerkisfarbenen Wasser am Strand von Cancun mit Seebruecke
Schönster Strand in Cancun
Blaue Sonnenschirme und Liegen am Strand von Playa del Carmen mit Palmen
Kleine Beachclubs in Playa Del Carmen
Mann spaziert am tuerkisen Strand von Tulum, Vogel am Himmel
Perfekter Strand in der Tulum Hotelzone

Den perfekten Kontrast bilden die Städte im Inland. Valladolid und Mérida sind wunderschöne Kolonialstädte mit vielen Plazas, günstigen Restaurants und einer super Lage für Ausflüge zu Cenoten und Ruinen. Von Valladolid aus erreichst du Chichén Itzá, also das Weltwunder, am schnellsten. Mérida ist noch einmal die lokalere Alternative, wo du mitten im mexikanischen Alltag stehst, und die Stadt gilt sogar als eine der sichersten auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent. Für dein Mexiko Backpacking sind das die Orte, an denen dein Budget am weitesten reicht.

Kolonialer Palacio Municipal mit Uhrturm am Hauptplatz von Merida

Eines unserer persönlichen Highlights liegt weiter südlich: Bacalar. Kein Küstenort, sondern ein gemütlicher, ruhiger Ort an einer riesigen Lagune, der Laguna de los Siete Colores. Sieben Farbtöne sind etwas hochgegriffen, alle sind blau, aber eben unterschiedlich blau, und es ist wirklich malerisch schön. Du kannst kajaken, mit dem Boot fahren oder einfach die Ruhe genießen.

Luftaufnahme eines Katamarans auf der tuerkisen Lagune von Bacalar

Wenn du richtig entspannen oder Inselfeeling willst, schau dir Isla Mujeres, Cozumel und Holbox an. Die drei Inseln sind sehr unterschiedlich, aber allesamt sehenswert: Holbox ist klein und autofrei, Cozumel ist das Tauchrevier, Isla Mujeres der schnellste Tagesausflug ab Cancún. Hier findest du unseren Artikel, wo wir alle drei miteinander vergleichen und sagen, welche Insel für wen am besten geeignet ist.

Frau auf den Klippen der Punta Sur mit tuerkisem Meer auf Isla Mujeres
Punta Sur auf Isla Mujeres
Sonnenuntergang ueber dem Meer vor Holbox mit ankerndem Fischerboot und Voegeln
Schönste Sonnenuntergänge auf Holbox
Tuerkisblaues Meer an der Kueste von Cozumel mit Kreuzfahrtschiff und Palmen
Schnorcheln & Tauchen auf Cozumel

Hier einige Hotelempfehlungen, wenn du noch nichts gebucht hast. Das sind Affiliate-Links. Das heißt, wir bekommen eine kleine Provision, dich kostet das keinen Aufpreis. Damit ermöglichst du uns diesen Blog überhaupt zu betreiben. Daher vielen Dank, wenn du darüber buchst!

Für die sechs wichtigsten Stopps auf Yucatán haben wir dir je eine Unterkunft pro Preisklasse herausgesucht.

OrtPreisklasseHotelAb / Nacht
BacalarBudgetThe Yak Lake House20€
BacalarMittelklasseCasa Aakal Lagoon Front95€
BacalarLuxusAzulea Bacalar Hotel & Spa130€
CancúnBudgetMayan Monkey Cancún40€
CancúnMittelklasseHotel y Suites Nader61€
CancúnLuxusKrystal Grand Cancún200€
TulumBudgetChe Tulum Hostel & Bar35€
TulumMittelklasseMayan Monkey Tulum65€
TulumLuxusMezzanine by La Zebra155€
HolboxBudgetPosada los Abuelos40€
HolboxMittelklasseCasa Iguana Holbox80€
HolboxLuxusLas Nubes de Holbox130€
MéridaBudgetNómadas Mérida Hostel40€
MéridaMittelklasseKuka y Naranjo95€
MéridaLuxusCasa Lecanda Boutique Hotel200€
ValladolidBudgetHostel Candelaria20€
ValladolidMittelklasseHotel Casa San Juan60€
ValladolidLuxusZentik Project Boutique Hotel & Spa125€
Die Preise können je nach Saison und Auslastung variieren.

Oaxaca und die Pazifikküste

Der Bundesstaat Oaxaca liegt an der Pazifikküste, gilt als besonders sicher und ist damit ein perfektes Ziel für das Mexiko Backpacking. Am besten erreichst du ihn von Cancún oder Mérida aus per Flugzeug. Mit dem Bus geht es auch, dauert aber mit Umsteigen rund 16 Stunden. Die Hauptstadt Oaxaca de Juárez ist eine wunderschöne koloniale Stadt auf rund 1.500 Metern Höhe, alle Häuser in Pastellfarben, überall Plazas. Die Locals sind dafür bekannt, richtig viel zu feiern, gefühlt läuft ständig irgendwo ein Umzug durch die Straßen.

➜ Siehe auch: Die 10 schönsten Mexiko Sehenswürdigkeiten

Grosser Platz von Monte Alban bei Oaxaca mit Zentralpyramide und Bergpanorama

Oaxaca gilt außerdem als Food-Paradies Mexikos. An jeder Ecke gibt es Streetfood und so viele Sachen zu probieren, dass drei Nächte fast zu kurz sind. Von Oaxaca-Stadt bist du mit dem Bus in etwa drei Stunden am Pazifik in Puerto Escondido, unserem absoluten Lieblingsspot im Land. Wir sind dort ganze sechs Wochen geblieben und es wurde uns nicht langweilig.

Puerto Escondido hat einen sehr authentischen Stadtkern und mit La Punta einen deutlich touristischeren Auswandererteil. Dazu kommen lange Strände zum Surfen, kleine Buchten zum Schwimmen und richtig viel Marine Life mit Delfinen, Walen und Schildkröten. Rund um Puerto Escondido reihen sich weitere Küstenorte, von Surferparadiesen bis zu Hippieorten wie Mazunte und Zipolite. Für dein Mexiko Backpacking ist die Pazifikküste der Abschnitt, an dem du am ehesten länger hängen bleibst als geplant. Für uns ist Puerto Escondido ehrlich gesagt einer der schönsten Orte der Welt, und das nach über drei Jahren Weltreise.

Mann isst abends Tacos in einem Restaurant in Puerto Escondido
Fancy mexikanisches Restaurant
Vibrant view of a tropical beach surrounded by lush greenery in Puerto Escondido, Mexico.
Buchten rund um Puerto Escondido
Gelber Rettungsschwimmerturm am Strand in Puerto Escondido
Szenische Rettungstürme

Auch für Oaxaca und die Pazifikküste findest du hier pro Ort eine Unterkunft in jeder Preisklasse.

OrtPreisklasseHotelAb / Nacht
Oaxaca (Stadt)BudgetCasa Angel Hostel20€
Oaxaca (Stadt)MittelklasseHotel Boutique Parador San Miguel Oaxaca65€
Oaxaca (Stadt)LuxusCity Centro by Marriott Oaxaca130€
Puerto EscondidoBudgetHotel Manava40€
Puerto EscondidoMittelklassePunta Kai Hotel & Hostal75€
Puerto EscondidoLuxusMantra Hotel Boutique135€
MazunteBudgetHotel Bendita Luna45€
MazunteMittelklasseOceanoMar65€
MazunteLuxusLa Alberca Hotel Boutique160€
ZipoliteBudgetLa Loma Linda Bungalows y Yoga50€
ZipoliteMittelklasseHotel Casa Mixteca69€
ZipoliteLuxusEl Alquimista Yoga Spa120€
Die Preise können je nach Saison und Auslastung variieren.

Der zentrale Streifen von Sayulita bis Mexico City

Das Zentrum von Mexiko ist eine Region, die in vielen deutschen Blogs nicht wirklich Aufmerksamkeit erhält. Daher hat die Region uns umso mehr interessiert. Unsere Reise dort hat in Sayulita am Pazifik begonnen. Wie Puerto Escondido war das früher ein kleiner Surferort und ziemlicher Geheimtipp, heute ist es ein Mix aus Locals, Reisenden und Auswanderern – in der Hochsaison auch schon wirklich touristisch! Alles ist zu Fuß erreichbar, im Ort und drumherum liegen mehrere Strände, und mehr als von Strand zu Strand zu hüpfen musst du hier ein paar Tage lang nicht.

Weiter im Landesinneren liegen Guadalajara und San Miguel de Allende, zwei Orte, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Guadalajara ist die zweitgrößte Stadt Mexikos, Geburtsort von Mariachi und Tequila, deutlich weniger touristisch und dafür voller Kultur. San Miguel de Allende ist eine Kolonialstadt mit echten Bilderbuchgassen, Rooftop-Bars und viel Kunst, dafür aber deutlich teurer als der Rest des Landes, weil hier viele Auswanderer und Rentner leben.

Frau steht unter bunten Papel-Picado-Wimpeln in einer Gasse in Sayulita
Sayulita am Pazifik in Mexiko
Fassade der Kathedrale von Guadalajara mit den beiden gelben Zwillingstuermen
Super lokales Guadalajara
Mariachi-Geiger vor der neugotischen Parroquia-Kirche in San Miguel de Allende
San Miguel De Allende’s berühmte Kirche

Ein letzter Stopp, der auf keiner Route fehlen sollte, ist Mexico City. Keine Strände, dafür alles andere, was Mexiko ausmacht: Kultur, Geschichte, Streetfood und dazu ein sehr modernes Bankenviertel. Jeder Stadtteil fühlt sich anders an, vom Premium-Steakhaus bis zum günstigsten Straßenstand, vom grünen Vorstadtgefühl bis zum Centro. Ein starker Tagesausflug von hier ist Teotihuacán, wir haben die Pyramiden bei einer Ballonfahrt über GetYourGuide gesehen und dann noch die Pyramiden besichtigt. Mexico City gehört für mich, Jonathan, zu den Top 3 Städten weltweit und gehört für mich in jedes Mexiko-Backpacking-Abenteuer.

Luftaufnahme des Palacio de Bellas Artes ueber Mexico City
Tacos und Beilagen auf Tabletts in einer Taqueria in Mexico City
Stunning aerial view of turquoise thermal pools at Grutas Tolantongo, Mexico, surrounded by lush greenery.

Und das sind unsere Unterkunfts-Tipps für die vier Stopps im zentralen Streifen.

OrtPreisklasseHotelAb / Nacht
SayulitaBudgetPetit Hotel Hafa50€
SayulitaMittelklasseLa Bohème Sayulita85€
SayulitaLuxusCasa Selva Sayulita135€
GuadalajaraBudgetHotel Tötem Guadalajara38€
GuadalajaraMittelklasseHotel Antré Chapultepec71€
GuadalajaraLuxusQuinta Real Guadalajara170€
San Miguel de AllendeBudgetHotel MX más San Miguel de Allende55€
San Miguel de AllendeMittelklassePosada de la Aldea85€
San Miguel de AllendeLuxusMaison Mexique Hotel Boutique170€
Mexico CityBudgetCasa Amelio Roma Norte30€
Mexico CityMittelklasseHotel Catedral70€
Mexico CityLuxusCasa Comtesse130€
Die Preise können je nach Saison und Auslastung variieren.

Transport beim Mexiko Backpacking: Bus, Colectivo oder Flug

Mexiko ist riesig, deshalb solltest du deine Strecken vorher gut überlegen. Das Schöne ist: Der öffentliche Verkehr ist ziemlich gut ausgebaut. Zwischen den meisten Städten fahren Fernbusse, die beliebtesten Unternehmen sind Primera Plus und ADO. Die Busse sind sehr modern, pünktlich, klimatisiert und sicher, da musst du dir wirklich keine Gedanken machen. Für kürzere Strecken gibt es die Colectivos, kleine Minivans oder Pickups mit ausgebauter Ladefläche. Sie sind super günstig und machen einfach Spaß, weil man sich damit richtig mexikanisch fühlt.

In Regionen wie Yucatán kann sich zusätzlich ein Mietwagen lohnen, um Cenoten und kleine Orte flexibel anzufahren. Und wenn du zwei weit auseinanderliegende Regionen kombinierst, also zum Beispiel Yucatán und Oaxaca, nimm einen Inlandsflug. Die Busfahrt würde mit Umsteigen bis zu 16 Stunden dauern, während der Flug rund 50–100€ pro Person mit Handgepäck kostet. Günstige Verbindungen findest du bei Kiwi. Ein einziger Flug spart dir beim Mexiko Backpacking oft einen kompletten Reisetag.

Streetfood in Mexiko: Der günstigste Teil deiner Reise

Mexiko ist nicht nur ein kulturell und landschaftlich wunderschönes Land, sondern punktet auch richtig bei der Kulinarik, neben thailändisch, italienisch und japanisch vielleicht eine unserer Lieblingsküchen weltweit An jeder Ecke stehen Stände mit Tacos, Tlayudas, Quesadillas und Tamales, und du zahlst dafür oft weniger als für einen Kaffee zu Hause. Oaxaca gilt als Food-Paradies des Landes, in Mexico City reicht das Spektrum vom Premium-Steakhaus bis zum Straßenstand für ein paar Pesos, und selbst im touristischen Playa del Carmen findest du abseits der Hauptstraße noch richtig gutes Streetfood. Oft landest du bei den lokalen Restaurants bei circa 5€ pro Person für vier bis fünf Tacos (ein Orden, das ist quasi eine Ration) oder Quesadillas oder Enchiladas.

Unsere Faustregel unterwegs: Wo Locals anstehen, ist es gut und sicher. Wir haben in viereinhalb Monaten fast täglich an Ständen gegessen und hatten keine Probleme. An Imbissen wird kein Trinkgeld erwartet, damit bleibt eine volle Mahlzeit häufig im einstelligen Eurobereich. Wer beim Mexiko Backpacking auf Restaurants mit englischer Karte verzichtet, isst besser und zahlt spürbar weniger.

📖 Siehe auch: Oaxaca: Streetfood-Hauptstadt Mexikos – wo du am günstigsten und besten isst.

Sicherheit beim Mexiko Backpacking: Was wirklich gefährlich ist

Kein Thema wird so oft gegoogelt wie die Sicherheit, denn Mexiko hat einen schlechten Ruf. Wir hatten in knapp fünf Monaten nicht eine Situation, in der wir uns unsicher gefühlt haben, und das haben uns viele Freunde und Bekannte bestätigt, teilweise auch von Soloreisen. Trotzdem solltest du nicht naiv sein: Zeig deine Wertsachen nicht nach außen, bleib wachsam, wenn du unterwegs bist, und frag die Locals vor Ort. Wir haben genau das immer gemacht, also nachgefragt, wie lange man abends in der Stadt unterwegs sein kann, ob das Viertel rund um die Unterkunft sicher ist und ob es irgendetwas gibt, worüber wir uns Gedanken machen sollten. Damit bist du beim Mexiko Backpacking praktisch immer auf der sicheren Seite.

Es gibt Regionen, die besser laufen, und welche, die schlechter laufen. Mérida gilt als eine der sichersten Städte auf dem gesamten nordamerikanischen Kontinent, Oaxaca ist ebenfalls entspannt, und Mexico City hat zwei Viertel, die man meiden sollte (Doctores, Pepito). Dort liegen aber keine klassischen Highlights, du kommst also gar nicht erst hin. Ansonsten ist die Stadt ziemlich sicher. Schau ansonsten immer auf aktuell geltende Reisewarnungen, denn es gibt immer mal Bundesstaaten, die gefährlicher sind, oder wo es dann wieder ruhiger wird.

Die aus unserer Sicht größte reale Gefahr für Reisende ist etwas ganz anderes: Die Pazifikküste. Und zwar nicht wegen der Menschen, sondern wegen der Strömung. Wir haben dort mehrere Rettungseinsätze miterlebt, bei denen Menschen ins offene Wasser hinausgetrieben wurden und rausgeholt werden mussten. Wenn die Wellen zu groß oder die Strömung zu stark ist, geh nicht baden und denk nicht, du wärst stärker als das Meer. Such dir lieber kleine Buchten, in denen auch andere im Wasser sind. Das ist der Punkt, an dem beim Mexiko Backpacking wirklich etwas passieren kann.

Unsere modulare 3-Wochen-Route fürs Mexiko Backpacking

Unser Routenvorschlag ist für drei Wochen angesetzt, lässt sich aber problemlos auf zwei oder vier Wochen umbauen. Los geht es auf der Halbinsel Yucatán, danach folgt der Sprung nach Oaxaca und ans Meer, das Finale ist Mexico City.

  • Cancún (1 Nacht): Nur zum Ankommen und für einen ersten Blick auf das türkise Karibikwasser.
  • Holbox (2–3 Tage): Kleine autofreie Insel mit den schönsten Sonnenauf- und -untergängen.
  • Valladolid (2 Tage): Koloniale Basis für Ausflüge zu Chichén Itzá und den Cenoten.
  • Bacalar (2–3 Tage): Entspannen an der Lagune der sieben Farben.
  • Optional Tulum oder Playa del Carmen (1–2 Nächte): Für Riviera-Maya-Feeling, wenn Zeit bleibt.
  • Oaxaca-Stadt (3 Nächte): Kultur, Streetfood und Ausflüge zu Monte Albán und Hierve el Agua. Anreise per Inlandsflug.
  • Puerto Escondido (4–5 Nächte): Strand, Surfen und Buchten am Pazifik.
  • Mexico City (3–4 Nächte): Der krönende Abschluss mit Kultur, Geschichte und den besten Restaurants.

Bist du kürzer unterwegs, streichst du einfach eine Region raus und bleibst dafür länger an den anderen Stopps. Hast du mehr Zeit, hängst du die Inseln, Mazunte oder Sayulita dran. Genau das ist der Vorteil beim Mexiko Backpacking: Die Bausteine funktionieren einzeln und du entscheidest unterwegs, wo du bleibst.

➜ Siehe auch: Mexiko Rundreise für 3 Wochen

Mexiko Reise-Guide als E-Book und interaktive Reise-Map von Boarding Away

Unser Mexiko Reiseführer

Wir haben unsere viereinhalb Monate in Mexiko in einen Reiseführer gepackt: Mit fertigen Tagesplänen für über 20 Regionen, acht Reiserouten, Tipps zur Vorbereitung und unserer interaktiven Karte mit über 400 Spots, Hotels, Restaurants und Stränden, offline auf deinem Handy. Wenn du ganz entspannt dieses Land bereisen willst, schau jetzt mal vorbei.

Häufige Fragen zum Mexiko Backpacking

Wie viel kostet Mexiko Backpacking pro Tag?

Zu zweit kommst du mit rund 85€ pro Tag gut aus, inklusive Unterkunft, Essen und Transport. In Yucatán und den touristischen Küstenorten liegst du eher darüber, in Oaxaca und im Landesinneren deutlich darunter. Streetfood, Fernbusse und Colectivos sind die großen Sparhebel.

Wie viele Wochen sollte man für Mexiko einplanen?

Für einen ersten Überblick über zwei bis drei Regionen solltest du mindestens 2–3 Wochen einplanen. Wer nur Yucatán bereist, kommt auch mit 10 bis 14 Tagen aus. Für das ganze Land inklusive Zentrum und Pazifik sind vier Wochen ideal.

Ist Mexiko für Backpacker sicher?

In den klassischen Reiseregionen wie Yucatán, Oaxaca und Mexico City ja. Wir haben uns in viereinhalb Monaten nie unsicher gefühlt. Frag vor Ort die Locals nach Vierteln und Uhrzeiten, zeig keine Wertsachen offen und pass an der Pazifikküste auf die Strömung auf, das ist die größere Gefahr als die Kriminalität.

Braucht man für Mexiko ein Visum?

Nein. Deutsche Staatsbürger bekommen bei Ankunft 180 Tage Aufenthalt ohne Visum. Seit dem Sommer ist ein Rückflugticket offiziell vorgeschrieben, hab es also dabei und prüf die aktuelle Lage kurz vor Abflug beim Auswärtigen Amt.

Bus oder Mietwagen in Mexiko?

Beides funktioniert. Fernbusse von ADO und Primera Plus sind modern, günstig und decken alle Hauptstrecken ab, für kurze Wege gibt es Colectivos. Nur in Yucatán lohnt sich ein Mietwagen, wenn du viele Cenoten und kleine Orte anfahren willst.

Das könnte dich auch interessieren

Werde Teil unserer Community ...

Und erhalte weitere Einblicke!

In unserem Newsletter teilen wir exklusive Eindrücke aus unseren Reisen, wir geben dir Reiseinspiration & teilen Insights in unsere Reisepläne mit dir. Außerdem nehmen wir dich noch tiefer mit in unser Leben als digitale Nomaden und geben dir z.B. Buchempfehungen aber auch Tipps zum online Geld verdienen.

Wir freuen uns, wenn du on Board bist!