Du willst dieselbe Route nachreisen? Genau dafür ist dieser Guide. Wir, Clara und Jonathan, sind vier Wochen durch Thailand gereist, aber bewusst abseits der bekannten Süd-Inseln: Von Bangkok über zwei ruhige Inseln im Osten bis in den kulturellen Norden. Das Ergebnis ist eine Rundreise auf eigene Faust, die du flexibel auf 2, 3 oder 4 Wochen anpassen kannst, ganz ohne Pauschalanbieter.
Diese Route ist der Gegenentwurf zur klassischen Thailand-Rundreise: Statt Phuket und Koh Samui zeigen wir dir Koh Chang und Koh Mak, statt Massentourismus den echten Inselvibe und den Norden mit Chiang Mai, Pai und Chiang Rai.
Die Route auf einen Blick: Bangkok → Koh Chang → Koh Mak → Chiang Mai → Pai → Chiang Rai. Dauer flexibel 2 bis 4 Wochen, beste Reisezeit November bis März. Budget als Backpacker rund 40 bis 60€ pro Tag. Fortbewegung: Fähren, der legendäre Nachtzug in den Norden, Minivans und Roller vor Ort.
So hebst du in Thailand Geld ab und bezahlst
In Thailand zahlst du fast alles bar. Am Automaten wird jede Abhebung mit einer festen Gebühr von 250 Baht belegt, also rund 6,50€, egal wie viel du ziehst. Heb also lieber größere Beträge auf einmal ab und lehne die sofortige Umrechnung in Euro (DCC) immer ab, der Kurs ist schlecht.
Wir zahlen mit der TF Mastercard Gold: Keine Fremdwährungsgebühr, du bekommst also den echten Wechselkurs ganz ohne Aufschlag. Die 250 Baht Automatengebühr, die der Geldautomat selbst berechnet, kann dir keine Karte erstatten, deshalb hebst du besser einmal einen größeren Betrag ab statt vieler kleiner. Eine zweite Karte als Backup schadet nie.
TF Bank Mastercard Gold
0,00€ Jahresgebühr
Perfekt als
– Reisekreditkarte weltweit
– Kreditkarte zusätzlich zur Hausbank
– Paket mit Versicherungen
📖 Siehe auch: Geld abheben in Thailand: Alle Gebühren und die besten Karten
Internet und eSIM: Unterwegs immer online
Für Maps, Grab, Zug- und Fährbuchungen brauchst du mobiles Internet. Statt am Flughafen anzustehen, nutzen wir eine eSIM von Saily. Die aktivierst du schon vor dem Abflug und bist in Bangkok sofort online. Mit dem Code BOARDING sparst du 15% auf dein Datenpaket.
Sehenswürdigkeiten & Must Do’s je Etappe
- Bangkok: Großer Palast und Wat Arun, Chatuchak-Wochenendmarkt und Streetfood rund um die Khao San Road
- Koh Chang: Traumstrände mit Sonnenuntergang, der Wasserfall Klong Plu und Schnorcheln oder Tauchen am Riff
- Koh Mak: Menschenleere Traumstrände, eine Inseltour mit dem Roller und die ruhigsten Sonnenuntergänge der Route
- Chiang Mai: Der Bergtempel Doi Suthep, die Tempel der Altstadt, ein Thai-Kochkurs und die Nachtmärkte
- Pai: Der Pai Canyon zum Sonnenuntergang, der Big Buddha, die Nam Lot Cave und der Nachtmarkt
- Chiang Rai: Der Weiße, der Blaue und der Goddess-of-Mercy-Tempel
Etappe 1: Bangkok, der perfekte Start
Unsere Rundreise startete in Bangkok, und wir haben direkt drei Tage eingeplant. Keine Stadt kombiniert Kultur und Moderne so gut: Vormittags durch glänzende Malls wie das Iconsiam schlendern, mittags das beste Streetfood Südostasiens essen und abends auf der Khao San Road feiern, der Party- und Backpacker-Straße mit gebratenen Skorpionen und guter Stimmung in jedem Laden. Unser Tipp zum Herumkommen: Neben Metro und Taxi gibt es die Tuktuks, dort immer verhandeln und vorher kurz die Grab-Preise checken, dann kennst du den fairen Kurs.


Unterkunfts-Tipp: In Bangkok wohnst du rund um die Khao San Road am besten:
- Günstig: Bed Station Hostel Khaosan, ab ~20€, mit Pool direkt an der Khao San Road
- Mittel: Nouvo City Hotel, ca. 65€, Boutique-Hotel in der Altstadt
- Schicker: Sala Rattanakosin, ab ~130€, am Fluss mit Blick auf den Wat Arun
Etappe 2: Koh Chang, Traumstrände statt Massen
Von Bangkok ging es mit dem Shuttle nach Trat und per Fähre auf Koh Chang, die drittgrößte Insel Thailands. Wir haben den Vibe hier geliebt: Traumstrände mit grandiosen Sonnenuntergängen, Serpentinen zum Cruisen mit dem Roller und deutlich weniger los als in Phuket oder Koh Samui. Eigentlich wollten wir drei Nächte bleiben, es wurden fünf. Wir haben allein im Wasserfall Klong Nonsi gebadet, sind durch den Regenwald zu einem Mangrovenwald mit Holzplateaus gefahren und waren am letzten Tag tauchen am größten Schiffswrack Thailands, der HTMS Chang, einer der schönsten Tauchgänge unserer Reise.

Unterkunfts-Tipp: Auf Koh Chang verteilen sich die Strände, wir empfehlen den ruhigen Klong Prao Beach:
- Günstig: Sleep Soundly by the Sea, ab ~25€, gemütliche kleine Unterkunft
- Mittel: VAYNA Boutique Koh Chang, ca. 70€, direkt am Klong Prao Beach
- Schicker: Koh Chang Resort & Spa, ab ~110€, mit Pool nahe White Sand Beach
Etappe 3: Koh Mak, die ruhigste Insel der Reise
Unser nächster Stopp war Koh Mak, die viel kleinere Nachbarinsel von Koh Chang. Große Sehenswürdigkeiten gibt es hier nicht, dafür traumhafte, fast erschreckend leere Strände. Wir haben drei Tage lang die Seele baumeln lassen. Wenn du Menschen kennenlernen willst, ist Koh Mak vielleicht zu ruhig, dann lohnt sich eher die Nachbarinsel Koh Kood. Wir haben die Stille aber genau so gebraucht.


Unterkunfts-Tipp: Koh Mak ist bewusst klein und ursprünglich, hier ein paar schöne Bungalow-Resorts:
- Günstig: Koh Mak Resort, ab ~55€, direkt am Strand
- Schicker: Makathanee Resort, ab ~90€, moderne Beachfront-Bungalows
Mit dem Nachtzug in den Norden
Zurück in Bangkok haben wir den Nachtzug nach Chiang Mai genommen, und den können wir dir wirklich ans Herz legen. Abends einsteigen, morgens wie von Zauberhand in Chiang Mai aufwachen: Wir haben gut geschlafen und uns eine Übernachtung gespart. Ganz wichtig: Die guten Fahrzeiten und die besseren Liegen sind schnell ausgebucht. Buch dein Ticket am Schalter in Thailand oder online, am besten zwei bis drei Wochen vorher.
Etappe 4: Chiang Mai, das kulturelle Herz
In Chiang Mai umgeben dich sofort die Berge, und die Landschaft hat uns schon bei der Ankunft umgehauen. Der Norden ist das kulturelle Zentrum Thailands: Allein in der Stadt gibt es über 100 buddhistische Tempel, an jeder Ecke einer. Unser Highlight war ein thailändischer Kochkurs, bei dem wir sieben Gerichte gekocht, eine Markttour bekommen und alles gegessen haben, für rund 25€. Man lernt dabei viel über Kultur und Leute. Dazu ein Rollertrip hoch zum Bergtempel Doi Suthep mit fantastischer Aussicht. Wir waren fünf Tage hier, drei reichen aber, weil im Norden noch so viel wartet.

Unterkunfts-Tipp: In Chiang Mai wohnst du am besten in der Altstadt:
- Günstig: Stamps Backpackers, ab ~12€, top bewertetes Hostel
- Mittel: Buri Gallery House, ca. 45€, Lanna-Stil, zentral
- Schicker: Tamarind Village, ca. 120€, um einen Tamarindenbaum gebaut
Etappe 5: Pai, unser Herzensort
Mit dem Minivan ging es weiter nach Pai, einem kleinen Hippie-Dorf mitten in den Bergen mit süßen Läden und Restaurants. Pai hat unser Herz sofort erobert. Wir haben einen Roller geliehen und die Gegend erkundet: Kaum Verkehr, gute Straßen und grandiose Aussichten. Frühmorgens sind wir zum berühmten Ban Jabo Viewpoint gefahren, wo wir bei einer warmen Suppe über dem Wolkenmeer saßen, für uns einer der Hidden Gems Thailands. Dazu die Nam Lot Cave, durch die man mit dem Bambusfloß fährt, der Weiße Buddha mit Panoramablick, die Bamboo Bridge und der Pai Canyon, ein Spielplatz für Erwachsene. Wir sind eine ganze Woche geblieben, drei Tage reichen aber, um das Wichtigste zu sehen.

Unterkunfts-Tipp: Für Pai empfehlen wir:
- Günstig: Common Grounds Pai, ab ~20€, geselliges Hostel zentral
- Mittel: Pai Village Boutique Resort, ca. 70€, Holzcottages am Fluss
- Schicker: Reverie Siam, ab ~190€, Kolonialstil mit zwei Pools
Etappe 6: Chiang Rai, weißer und blauer Tempel
Letzter Stopp war Chiang Rai, wo wir zwei Tage für den berühmten Weißen und Blauen Tempel eingeplant haben. Die Stadt ist Chiang Mai ähnlich, nur etwas traditioneller. Vor allem der Weiße Tempel Wat Rong Khun hat uns umgehauen: Unheimlich fotogen und so besonders, dass du ihn in ganz Südostasien kein zweites Mal siehst. Auch der Goddess-of-Mercy-Tempel lohnt sich für die Aussicht. Wer wenig Zeit hat, kann die Tempel auch als Tagestour ab Chiang Mai sehen. Von Chiang Rai ging es für uns weiter nach Laos, du kannst aber genauso per Nachtzug zurück nach Bangkok oder ab Chiang Mai weiterfliegen.


Unterkunfts-Tipp: In Chiang Rai wohnst du zentral am besten:
- Günstig: Backpack Hostel, ab ~12€, zentral am Clock Tower
- Mittel: Le Patta, ca. 50€, mit Pool im Zentrum
- Schicker: Le Meridien Chiang Rai Resort, ab ~120€, am Fluss
2, 3 oder 4 Wochen? So passt du die Route an
Das Schöne an dieser Route ist ihre Flexibilität. So kürzt oder verlängerst du sie je nach Zeit:
- 2 Wochen: Bangkok (2), Koh Chang (4), dann direkt in den Norden mit Chiang Mai (3) und Pai (3). Koh Mak und Chiang Rai fallen weg.
- 3 Wochen: Die komplette Route, aber je Ort einen Tag weniger. So bekommst du alles mit, ohne zu hetzen.
- 4 Wochen: Unsere Aufteilung mit viel Zeit zum Verlängern, plus optional eine dritte Insel wie Koh Kood.
Unser wichtigster Tipp: Bleib flexibel. Wir haben mehrfach spontan verlängert. Buch Hotels, die du kostenlos stornieren kannst, oder such sie teilweise erst vor Ort.
📖 Siehe auch: Thailand Backpacking Guide: Alle Kosten, Regionen und Tipps auf einen Blick
📖 Siehe auch: Thailand Highlights: Unsere 10 schönsten Orte im ganzen Land
Wir haben alle unsere Stationen, Strände, Viewpoints, Hotels und Geheimtipps aus über vier Monaten Thailand in einem Reise-Guide und einer interaktiven Karte zusammengefasst. So planst du deine Route in Minuten statt Stunden.
Zum Thailand Reise-GuideHäufige Fragen zur Thailand-Rundreise
Wie lange sollte eine Thailand-Rundreise dauern?
Zwei Wochen sind machbar, wenn du dich auf wenige Stopps konzentrierst. Ideal sind drei Wochen, dann kannst du Inseln und den Norden in Ruhe kombinieren. Vier Wochen geben dir Puffer zum Verlängern.
Was kostet eine Thailand-Rundreise auf eigene Faust?
Als Backpacker kommst du mit rund 40 bis 60€ pro Tag gut hin, inklusive Unterkunft, Essen, Transport und Aktivitäten. Damit ist die DIY-Route meist deutlich günstiger als eine Pauschalreise.
Wann ist die beste Reisezeit für die Rundreise?
November bis März ist ideal: Trocken und angenehm warm, sowohl auf den Ostinseln als auch im Norden. In der Regenzeit sind einzelne Höhlen oder Wege gesperrt.
Rundreise auf eigene Faust oder Pauschal buchen?
Auf eigene Faust bist du flexibler und günstiger, gerade in Thailand mit guter Infrastruktur (Züge, Fähren, Minivans) sehr entspannt. Diese Route lässt sich komplett selbst planen.
Diese vier Wochen abseits der Süd-Inseln haben uns Thailand noch einmal ganz neu gezeigt. Wenn du das Land ursprünglich und flexibel erleben willst, ist genau das deine Route. Viel Spaß beim Planen, und schreib uns gern, wo du am liebsten verlängern würdest.
Route und Unterkünfte auf einen Blick
Zum Abschluss die komplette Route mit unserer Nächte-Aufteilung als Orientierung:
| Etappe | Nächte | Wofür |
|---|---|---|
| Bangkok | 3 | Ankommen, Streetfood, Tempel, Nachtleben |
| Koh Chang | 5 | Traumstrände, Roller, Wasserfälle, Tauchen |
| Koh Mak | 3 | Absolute Ruhe, leere Strände |
| Chiang Mai | 3 | Tempel, Kochkurs, Doi Suthep |
| Pai | 4 | Berge, Roller-Roadtrips, Viewpoints |
| Chiang Rai | 2 | Weißer & Blauer Tempel |
Das ist unsere 4-Wochen-Route. Weiter unten zeigen wir dir, wie du sie auf 2 oder 3 Wochen kürzt.
Wo übernachten? Auf der Route richtest du dich nach der jeweiligen Etappe: In Bangkok bist du rund um Sukhumvit oder die Khao San Road am besten angebunden, auf den Inseln wählst du den Strand nach Ruhe oder Partywunsch, in Chiang Mai die Altstadt für die Tempel oder Nimman für Cafés und Nachtleben, und in Pai entweder zentral an der Walking Street oder ruhig in den Reisfeldern.
Und die passenden Unterkünfte je Etappe, sortiert nach Budget:

