Straßburg ist die Hauptstadt der Region Elsass, liegt direkt an der deutschen Grenze und eignet sich perfekt als Wochenendtrip mit französischem Flair. Dabei hat Straßburg nicht nur eine absolut märchenhafte Altstadt, sondern auch eine interessante Geschichte, es erwarten dich leckere Gerichte und im Winter sogar ein ganz besonderer Weihnachtsmarkt. Wir sind Clara und Jonathan und haben ganze fünf Tage in Straßburg verbracht und wollen dir in diesem Guide alles für deinen perfekten Straßburg Kurztrip an die Hand geben.

Anreise und Parken: Warum du nicht in die Altstadt fährst
Straßburg liegt so nah an der Grenze, dass die meisten mit dem Auto kommen: Sie fahren Richtung Zentrum und suchen dort einen Parkplatz. Die Grande Île, also die Altstadtinsel mit Münster und Petite France, ist weitgehend autofrei, die wenigen Tiefgaragen sind teuer und im Sommer am Wochenende voll.
Die Lösung heißt P+R und ist eines der besten Systeme, die wir in Europa gesehen haben. Zwölf Park-and-Ride-Plätze liegen direkt an einer Tram-Haltestelle am Stadtrand. Du zahlst 4,20€ für den ganzen Tag, und darin ist die Tram-Fahrt hin und zurück für bis zu sieben Personen im Auto bereits enthalten. Die Anlagen sind von 4:30 Uhr bis 2 Uhr nachts geöffnet, du bist also auch nach dem Abendessen nicht unter Druck. Von den meisten P+R-Plätzen bist du in gut zehn Minuten am Münster. Wir haben unser Auto im Parkhaus „Parking Sainte Aurélie“ in Laufnähe zur Innenstadt für ca. 19€/ Tag geparkt, auch eine gute Option.
Wenn du mit der Bahn kommst, hast du es noch einfacher: Der Bahnhof Strasbourg Gare Centrale liegt am westlichen Rand der Altstadt, du läufst in zehn Minuten nach La Petite France. Aus Karlsruhe, Freiburg oder Offenburg ist das eine überschaubare Fahrt, und du sparst dir das Thema Parken komplett.
Wo du in Straßburg übernachtest
Für den perfekten Straßburg Kurztrip würden wir dir zwei Nächte empfehlen, quasi perfekt für ein Wochenende. Straßburg ist mit über 600.000 Einwohnern keine kleine Stadt mehr und für das beste Hotel in Straßburg gibt es eigentlich drei Optionen.
Auf der Grande Île, also in der Altstadt selbst, wohnst du zwischen Fachwerk und Kanälen und läufst zu allem. Das ist die schönste, aber auch teuerste Option, gerade in der Saison ist hier auch immer sehr viel los. Rund um den Bahnhof und die Place de la République zahlst du deutlich weniger, bist in zehn bis fünfzehn Minuten zu Fuß im Zentrum und hast die Tram vor der Tür. Und dann gibt es südlich der Altstadt, entlang der Avenida du Rhin noch einige schöne Hotels mit Top Preis-Leistungs-Verhältnis. Wenn es Low Budget sein soll, geht auch noch das Viertel „Montagne Verte“, auch mit der Bahn in ca. 10min aus der Innenstadt erreichbar.
| Lage | Hotel | Preisklasse | Ab / Nacht |
|---|---|---|---|
| Montagne Verte | Hotel Strasbourg Montagne Verte | Budget | 72€ |
| Place de la République | ibis budget Strasbourg Centre République | Budget | 85€ |
| Nähe Bahnhof | Maison LUTETIA R | Mittelklasse | 149€ |
| Zentrum | Madame C, Hôtel Particulier | Mittelklasse | 162€ |
| Altstadt / Petite France | Hôtel & Spa Le Bouclier d’Or | Luxus | 182€ |
| Zentrum | Hôtel LÉONOR | Luxus | 207€ |
Ein Hinweis, der bares Geld spart: Das Hotel Strasbourg Montagne Verte hat kostenlose Parkplätze. Wenn du mit dem Auto kommst, sparst du dir so nochmal 20€ Tiefgarage pro Nacht (oder die Anreise vom P+R). Von dort fährst du mit der Tram in gut einer Viertelstunde in die Altstadt.
Und wenn du romantisch buchen willst, ohne dich zu ruinieren: Das Le Bouclier d’Or liegt in einem Gebäude aus dem 16. Jahrhundert wenige Schritte von La Petite France entfernt. Das ist der Ort, an dem du morgens die Tür aufmachst und direkt in der Postkarte stehst.
📖 Siehe auch: Straßburg übernachten: In welchem Viertel du wirklich schlafen willst Die Viertel im Vergleich, 14 geprüfte Hotels und der Parkplatz-Trick.
Die 10 schönsten Sehenswürdigkeiten in Straßburg
Alle zehn Straßburg Sehenswürdigkeiten liegen so dicht beieinander, dass du zwischen den meisten nur ein paar Minuten läufst. Hier müssen wir aber auch direkt sagen, der Weg zwischen den Sehenswürdigkeiten ist in Straßburg selbst quasi schon eine Sehenswürdigkeit. Wir sind am ersten Tag für zwei Stunden ziemlich planlos zwischen den Kanälen entlanggelaufen. Plane also nicht jeden Punkt durch, sondern lass Luft zwischen den Stationen.


1. La Petite France
Wenn du nur ein Viertel siehst, dann dieses. La Petite France ist das Postkartenmotiv der Stadt: Schmale Kanäle, dunkles Fachwerk, Blumenkästen an jedem Fenster, Häuser. Früher wohnten hier wohl die Berufe, die am Wasser arbeiteten, Gerber, Fischer, Müller. Heute ist es das Touristenviertel der Stadt, und das merkst du auch an der Karte: Ein Essen kostet hier spürbar mehr als zwei Straßen weiter.
📍 La Petite France im Überblick
- Lage: Westliches Ende der Grande Île, 10 Minuten vom Bahnhof zu Fuß
- Zeitbedarf: 1 bis 2 Stunden zum Schlendern
- Kosten: Kostenlos
- Unser Tipp: Vor 9 Uhr oder nach 19 Uhr. Gerade morgens ist es noch etwas leerer und ab spätem Nachmittag wird es auch etwas entspanter, und das Licht ist deutlich schöner.


2. Die Ponts Couverts
Die Ponts Couverts sind die Brücken mit den vier massiven Wachtürmen, die du auf jedem zweiten Straßburg-Foto siehst. Der Name heißt übersetzt „gedeckte Brücken“, und das ist ein hübscher Widerspruch: Sie waren tatsächlich einmal überdacht, dieses Dach wurde aber im 18. Jahrhundert abgerissen. Der Name blieb, die Brücken stammen im Kern aus dem 13. Jahrhundert.
Für uns war das der schönste Fotospot der Stadt. Nicht nur wegen der Türme, sondern wegen der Blumen, die dort an der Seite angelegt sind, und wegen des Blicks auf die Häuserzeile dahinter. Wir haben hier vermutlich mehr Zeit verbracht, als vernünftig war.
📍 Ponts Couverts im Überblick
- Lage: Am westlichen Ende von La Petite France, direkt vor dem Barrage Vauban
- Zeitbedarf: 20 bis 30 Minuten
- Kosten: Kostenlos
- Unser Tipp: Der beste Blick auf die Türme ist nicht von der Brücke selbst, sondern von der Terrasse des Barrage Vauban gleich nebenan.


3. Barrage Vauban
Das Barrage Vauban sieht aus wie eine Brücke, ist aber eine Staumauer aus dem 17. Jahrhundert. Der ursprüngliche Zweck war militärisch und ziemlich brutal: Bei einem Angriff hätten sie die Ill hier aufstauen und das gesamte Gelände südlich der Stadt fluten können. Heute ist die Anlage dafür aber eine kostenlose Panoramaterrasse.
Von dort hast du die komplette Altstadt vor dir, mit den vier Türmen der Ponts Couverts im Vordergrund und der Münsterspitze dahinter. Das gilt als zweitschönster Blick der Stadt, hinter der Plattform des Münsters.
📍 Barrage Vauban im Überblick
- Lage: Direkt hinter den Ponts Couverts
- Zeitbedarf: 20 Minuten
- Kosten: Kostenlos, auch die Terrasse
- Unser Tipp: Am späten Nachmittag hochgehen. Dann steht die Sonne hinter dir und die Altstadt liegt im warmen Licht.
4. Das Straßburger Münster
Das Straßburger Münster siehst du schon von weitem, und trotzdem werden Fotos ihm nicht gerecht. Die Kirche ist wahnsinnige 142 Meter hoch, und hat eine Fassade, auf der so viele Figuren und Details untergebracht sind, dass du dich daran festguckst. Von 1647 bis 1874 war es das höchste Gebäude der Welt, über 200 Jahre lang.
Der Eintritt in die Kirche ist kostenlos, du kannst also einfach hineingehen. Der eigentliche Grund, warum du früh dran sein solltest, ist die Aussichtsplattform: 330 Stufen über eine steinerne Wendeltreppe hinauf auf 66 Meter, der beste Blick der Stadt für 8€. Wir waren hier Samstagnachmittag, gegen 17:30 Uhr und es wurde bereits geschlossen, haben wir also leider verpasst.
📍 Straßburger Münster im Überblick
- Lage: Place de la Cathédrale, Mitte der Grande Île
- Zeitbedarf: 30 Minuten für die Kirche, plus 30 Minuten für die Aussicht.
- Kosten: Kirche kostenlos, Aussichtsplattform 8€

5. Die astronomische Uhr im Münster
Im Münster steht eine astronomische Uhr, die seit 1547 dasselbe Schauspiel abliefert: Punkt 12:30 Uhr ziehen die zwölf Apostel an Christus vorbei, die Figuren setzen sich in Bewegung, und der ganze Raum schaut zu. Ab 12 Uhr läuft davor ein erklärender Film. Der Eintritt kostet 4€, aber die Tickets gibt es nur am selben Tag. Bis 11 Uhr bekommst du sie an den Ständen der Kathedrale, ab 11:30 Uhr am Eingang an der Place Saint-Michel.
📍 Astronomische Uhr im Überblick
- Lage: Im südlichen Querschiff des Münsters
- Zeitbedarf: 45 Minuten inklusive Film
- Kosten: 4€, Ticket nur am selben Tag
- Unser Tipp: Ticket direkt morgens holen und den Vormittag drumherum planen. Das Figurenspiel läuft nur einmal am Tag.
6. Place Kléber
Die Place Kléber ist der große zentrale Platz der Stadt, gut zehn Minuten vom Münster entfernt. Im Sommer ist hier ständig etwas los, als wir da waren, standen Stände und in einer Ecke ein Trödelmarkt. Als Sehenswürdigkeit im klassischen Sinn ist der Platz kein Pflichtprogramm, als Orientierungspunkt und für eine Pause dagegen sehr praktisch.
Seine große Zeit hat er im Winter. Dann steht hier der Hauptteil des Straßburger Weihnachtsmarkts, und der ist mit Baujahr 1570 der älteste Frankreichs. Wir waren im Sommer da und können dazu nichts aus eigener Anschauung sagen, aber dass die Stadt im Dezember eine ganz andere wird, kannst du dir gut vorstellen.
📍 Place Kléber im Überblick
- Lage: Zentraler Platz der Grande Île, 10 Minuten vom Münster
- Zeitbedarf: 20 Minuten
- Kosten: Kostenlos
- Unser Tipp: Als Startpunkt nutzen. Von hier laufen alle Wege in die Altstadt sternförmig weg.
7. Palais Rohan
Mitten zwischen den Fachwerkhäusern steht plötzlich ein Palast. Das Palais Rohan wurde im 18. Jahrhundert für die Fürstbischöfe gebaut und wirkt neben der Altstadt wie aus einer anderen Stadt importiert. Innen befinden sich heute gleich drei Museen: Das Archäologische Museum, das Kunstmuseum und das Museum für Kunstgewerbe.
Zwei Dinge sind praktisch: Der Innenhof ist kostenlos, du kannst also auch ohne Museumsticket hineingehen und die Fassade zur Ill von innen sehen. Und die städtischen Museen sind am ersten Sonntag im Monat gratis. Wenn dein Kurztrip zufällig darauf fällt, plane den Vormittag hier ein.
📍 Palais Rohan im Überblick
- Lage: Direkt hinter dem Münster, an der Ill
- Zeitbedarf: 20 Minuten für den Innenhof, 2 Stunden für die Museen
- Kosten: Innenhof kostenlos, Museen kostenpflichtig, am ersten Sonntag im Monat gratis
- Unser Tipp: Wenn das Wetter mal schlecht ist, ist das eine super Indoor Aktivität
8. Bootstour auf der Ill
Straßburg liegt auf einer Insel, und die Ill fließt einmal komplett darum herum. Deshalb ist die Bootstour hier eine perfekte Möglichkeit die Stadt zu erkunden: Du siehst die Altstadt, die Ponts Couverts, das Barrage Vauban und auf der langen Runde auch das Europaviertel, alles vom Wasser aus und in einer Perspektive, die du zu Fuß nicht bekommst. Die klassische Rundfahrt dauert rund 1 Stunde 10 Minuten und legt an der Anlegestelle am Münster beziehungsweise am Quai au Sable ab.
Uns ist beim Herumlaufen aufgefallen, wie oft die Boote durch die Kanäle ziehen, und wie voll sie sind. Wenn du an einem Sommerwochenende kommst, buche vorher, sonst stehst du an der Anlegestelle und die nächsten zwei Abfahrten sind weg.
📍 Bootstour im Überblick
- Lage: Anlegestelle am Münster (Steg A) oder Quai au Sable, 100 Meter weiter
- Zeitbedarf: Rund 1 Stunde 10 Minuten für die große Runde
- Kosten: Je nach Route und Saison unterschiedlich, Tickets vorab online oder an der Anlegestelle
- Unser Tipp: Am Wochenende vorab buchen. Und wenn du die Wahl hast, die lange Route mit dem Europaviertel nehmen, die kurze lohnt sich kaum.


9. Das Europaviertel
Straßburg ist neben Brüssel die Hauptstadt Europas, und das gleich mit mehreren wichtigen Institutionen: Am nördlichen Stadtrand stehen das Europäische Parlament, der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte und der Europarat innerhalb weniger Gehminuten beieinander. Das Parlamentsgebäude ist von außen beeindruckend, der Gerichtshof deutlich unspektakulärer, aber die Ecke insgesamt lässt sich gut zu Fuß ablaufen.
Der Standort ist bewusst gewählt: Straßburg hat innerhalb von 75 Jahren viermal die Nationalität zwischen Deutschland und Frankreich gewechselt. Genau deshalb sollte die Stadt für die Verbindung der Länder stehen. Ein Fehler, den du vermeiden kannst: Am Wochenende arbeitet dort niemand. Die kostenlosen Besuchertouren durchs Parlament gibt es nur unter der Woche. Wir waren sonntags da und haben das Gebäude nur von außen gesehen.
📍 Europaviertel im Überblick
- Lage: Nördlicher Stadtrand, mit der Tram Linie E rund 15 Minuten vom Zentrum
- Zeitbedarf: 1 bis 2 Stunden
- Kosten: Außenbesichtigung kostenlos, Parlamentstouren kostenlos, aber nur werktags
- Unser Tipp: Wenn dir das Viertel wichtig ist, leg den Besuch auf einen Werktag. Sonst siehst du die Gebäude nur von außen
10. Place de la République und die deutsche Neustadt
Ebenfalls nördlich der Stadt findest du den Place de la République. Das ganze Viertel wurde nach 1871 gebaut, als Straßburg deutsch war, und du siehst es sofort: Massive Repräsentationsbauten, breite Achsen, ein Park in der Mitte. Nach den engen Fachwerkgassen der Altstadt wirkt das fast wie eine andere Stadt. Die Neustadt gehört seit 2017 zum UNESCO-Welterbe, zusammen mit der Grande Île, und sie ist der Teil von Straßburg, den die meisten Tagesausflügler nie sehen. Für uns war der Park in der Mitte der beste Ort, um an einem heißen Nachmittag eine Stunde im Schatten zu sitzen und nichts zu tun.
📍 Place de la République im Überblick
- Lage: Nordöstlich der Altstadt, 10 Minuten zu Fuß vom Münster
- Zeitbedarf: 45 Minuten mit Spaziergang durch die Neustadt
- Kosten: Kostenlos
- Unser Tipp: Von hier weiter zum Parc de l’Orangerie laufen. Dann hast du den kompletten Kontrast zur Altstadt an einem Nachmittag.
Straßburg Tipps: Was wir beim nächsten Mal anders machen
Ein paar Dinge würden wir bei einem zweiten Straßburg Kurztrip sofort anders angehen. Die meisten davon kosten nichts, sie sind nur eine Frage der Reihenfolge.
Das Münster zuerst, nicht zuletzt. Aussichtsplattform und astronomische Uhr sind beide zeitgebunden, die Uhr sogar auf eine einzige Minute am Tag. Wir haben beides verpasst, weil wir uns am ersten Nachmittag in La Petite France festgelaufen haben. Leg die zeitgebundenen Punkte deshalb auf den Vormittag und das Schlendern durch die Gassen auf den späten Nachmittag.
Zwei Straßen weiter essen. In La Petite France zahlst du den Postkartenaufschlag. Die Qualität ist deswegen nicht schlechter, aber für dasselbe Geld bekommst du ein paar Gehminuten entfernt merklich mehr auf den Teller.
Den Sonntag meiden, wenn dir das Europaviertel wichtig ist. Siehe oben, dort ist am Wochenende schlicht zu. Umgekehrt gilt: Fällt dein Besuch auf den ersten Sonntag im Monat, sind die städtischen Museen im Palais Rohan gratis.
Abends noch einmal raus. Straßburg ist nach Sonnenuntergang eine andere Stadt, die Fassaden werden angestrahlt, die Terrassen an den Kanälen füllen sich, und die Tagesgäste sind weg. Das ist besonders praktisch, wenn du mit Übernachtung in Straßburg unterwegs bist.


Essen in Straßburg: Flammkuchen, Winstub und Frühstück
Das Elsass ist eine der besten Essensregionen Frankreichs, und in Straßburg musst du dich nicht anstrengen, um das zu merken. Zwei Dinge gehören für uns zwingend dazu.
Flammkuchen, hier Tarte flambée. Was in Deutschland oft als dicker Fladen serviert wird, ist im Original hauchdünn und in unter einer Minute im Ofen fertig. Der Teig ist nicht säuerlich wie bei Sauerteig, sondern neutral und knackt beim Reinbeißen.
Adressen, die in Straßburg immer wieder ganz oben genannt werden: Le Tigre rund 200 Meter von La Petite France, mit zwei Öfen aus Neapel, in denen der Flammkuchen in etwa 30 Sekunden fertig ist. La Binchstub, die praktisch nichts anderes macht als Flammkuchen und genau deshalb gut darin ist. Und La Fignette mitten in La Petite France, eine Winstub mit Holzfeuer. Wenn du die klassische elsässische Küche mit Choucroute und Baeckeoffe willst, bist du im Winstub Le Clou in der Rue du Chaudron richtig.
Ein praktischer Hinweis: Die guten Restaurants sind abends und am Wochenende regelmäßig ausgebucht. Ein Anruf oder eine Online-Reservierung ein bis zwei Tage vorher erspart dir die Runde durch die halbe Altstadt. Wenn du tiefer einsteigen willst, gibt es auch geführte Food-Touren durch Straßburg.
Und das Frühstück. In Frankfreich gehört natürlicih auch ein Frühstück beim Bäcker in die Tagesplanung! Pain au chocolat ist da unser absoluter Favorit, aber auch Quiche ist im Elsass weit verbreitet.

Ein Tag mehr? Dann mach einen Trip nach Colmar
Wenn du den Straßburg Kurztrip auf drei Tage streckst, lohnt sich auch noch ein Tagestrip nach Colmar. Die Stadt liegt rund 70 Kilometer südlich, der Zug braucht etwa eine halbe Stunde, und was dich dort erwartet, ist im Prinzip La Petite France in groß und in Farbe: Fachwerk in Pastelltönen, ein Kanalviertel, das sie selbst Petite Venise nennen, und eine Altstadt, die kompakt genug für einen Tag ist. Wir waren im letzten Jahr schon mal für einen Tag relativ zufällig in Colmar und absolut begeistert!
Die zweite Möglichkeit ist die Elsässer Weinstraße. Riquewihr, Eguisheim und Kaysersberg gehören zu den schönsten Dörfern Frankreichs und liegen alle innerhalb einer knappen Autostunde. Ohne Auto kommst du dort schlecht hin, dafür gibt es Tagestouren ab Straßburg, die Colmar und zwei bis drei Weindörfer an einem Tag verbinden. Tagestouren ab Straßburg vergleichen.
📖 Siehe auch: Colmar Frankreich: Lohnt sich der Tagesausflug ab Straßburg? Anfahrt, Preise und der direkte Vergleich der beiden Städte.
📖 Siehe auch: Elsass Sehenswürdigkeiten: Von Straßburg über die Weinstraße nach Colmar Die ganze Region mit 5-Tage-Route und Hotels je Etappe.
Häufige Fragen zum Straßburg Kurztrip
Wie viele Tage braucht man für Straßburg?
Den Großteil der wichtigen Sehenswürdigkeiten kannst du an einem Tag relativ gut sehen. Aber wenn du ggf. in eines der Museen möchtest, eine Bootstour machen, in das Europaparlament oder entspannt shoppen gehen, lohnt es sich definitiv auch eine zweite Nacht hier in Straßburg zu verbringen. So hast du auch mehr Zeit, die Stadt am Morgen oder Abend in aller Ruhe zu entdecken.
Lohnt sich Straßburg als Tagesausflug?
Als Tagesausflug siehst du die Altstadt, aber weder das Europaviertel noch die deutsche Neustadt. Du wirst vermutlich mittags ankommen, wenn die Gassen am vollsten sind, und abends wieder fahren, bevor die Stadt schön wird. Die zeitgebundenen Dinge wie die astronomische Uhr um 12:30 Uhr oder der Aufstieg auf die Aussichtsplattform sind dann kaum unterzubringen.
Wo parkt man in Straßburg am besten?
Auf einem der zwölf P+R-Parkplätze am Stadtrand. Das Tagesticket kostet 4,20€ und enthält die Tram-Fahrt hin und zurück für bis zu sieben Personen im Auto. Die Anlagen sind von 4:30 Uhr bis 2 Uhr nachts geöffnet. In die Altstadt selbst solltest du gar nicht erst fahren, die Grande Île ist weitgehend autofrei.
Was kostet der Aufstieg auf das Straßburger Münster?
Die Aussichtsplattform kostet 8€, du steigst 330 Stufen auf 66 Meter Höhe. Der Eintritt in die Kirche selbst ist kostenlos. Für die astronomische Uhr zahlst du zusätzlich 4€, und dieses Ticket bekommst du nur am selben Tag.
Wann läuft die astronomische Uhr im Münster?
Das Figurenspiel läuft täglich um 12:30 Uhr, davor gibt es ab 12 Uhr einen erklärenden Film. Tickets gibt es bis 11 Uhr an den Ständen der Kathedrale und ab 11:30 Uhr am Eingang an der Place Saint-Michel, immer nur für denselben Tag.
Braucht man in Straßburg eine extra SIM-Karte?
Nein. Frankreich gehört zur EU, dein deutscher Tarif gilt dort ohne Aufpreis. Du brauchst weder eine lokale SIM noch eine eSIM.
Kommt man in Straßburg mit Deutsch durch?
Weitgehend ja. Amtssprache ist Französisch, aber im Elsass versteht dich in Hotels, Restaurants und Läden fast jeder auf Deutsch. Ein paar französische Höflichkeitsfloskeln kommen trotzdem gut an.
Straßburg Kurztrip im Winter: Der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs
Eine Sache haben wir bei unserem Straßburg Kurztrip noch offen gelassen. Straßburg hat den ältesten Weihnachtsmarkt Frankreichs, seit 1570, und er verteilt sich im Dezember über die halbe Innenstadt mit der Place Kléber als Zentrum. Wir waren im Sommer dort und können dazu nichts aus eigener Erfahrung schreiben. Was wir aber gesehen haben, ist eine Stadt, die auch bei 30 Grad und ohne Lichterketten funktioniert. Dass sie im Advent noch einmal eine andere wird, ist die naheliegendste Ausrede für einen zweiten Besuch.

