Bargeld ist in Thailand König. Egal ob du dir am Streetfood-Stand ein Pad Thai holst, am Tempel Eintritt zahlst oder über einen Nachtmarkt schlenderst, ohne Baht in der Tasche kommst du hier nicht weit. Die große Frage ist nur: Wie kommst du an dieses Bargeld, ohne bei jeder Abhebung unnötig Geld zu verbrennen?
Wir haben in den letzten Jahren über 5 Monate in Thailand verbracht und in dieser Zeit unterschiedlichste Geldautomaten von verschiedenen Banken getestet. Dabei haben wir gelernt, worauf es ankommt, wo die Gebührenfallen lauern und mit welcher Karte du am Ende am günstigsten durch das Land reisen kannst. Genau das zeigen wir dir hier, Schritt für Schritt, sodass du keine Fehler machst beim Geld abheben in Thailand.
Bargeld oder Karte? So bezahlst du in Thailand

Die ehrliche Antwort lautet: Du brauchst beides. Thailand ist in den letzten Jahren digitaler geworden, in Bangkok zahlst du in den großen Malls, in Hotels und in schickeren Cafés problemlos mit Karte. Sobald es aber Richtung echtes Thailand geht, also in untouristischere Tempel, zum Streetfood und den Märkten, führt kein Weg an Bargeld vorbei. Und für uns machen diese Orte das, was wir in einem Thailand Urlaub suchen, daher ist Bargeld absolut fundamental.
Unser Rhythmus sieht meistens so aus: Wir heben am Anfang unserer Thailand Reise einen größeren Betrag ab und zahlen die kleinen Dinge in bar. Für teurere Sachen wie Hotels oder einen Flug nutzen wir dann die Kreditkarte, da diese gar keine Gebühren erheben. So hast du immer genug Baht dabei, ohne ständig zum Automaten zu rennen.
📖 Siehe auch: Thailand Guide Blogbeitrag für noch mehr Infos, Tipps zu Regionen und der perfekten Reiseroute
Geld abheben am Automaten: Schritt für Schritt
Geldautomaten findest du in Thailand wirklich an jeder Ecke, in der Stadt sowieso, aber auch in kleineren Orten und an fast jedem 7-Eleven. Achte einfach auf das Visa- oder Mastercard-Logo, dann funktioniert deine Karte dort auch.
Der Ablauf ist simpel, hat aber eine Besonderheit: In Thailand gibt der Automat oft erst das Bargeld aus und dann nochmals 30 Sekunden später erst die Karte zurück. In Deutschland sind wir es genau andersherum gewohnt, und so vergisst man die Karte schnell. Warte also unbedingt, bis du deine Karte wieder in der Hand hast, bevor du gehst. Einem Freund von uns ist genau das passiert und er hat seine einzige Karte an den Automaten verloren – das ist dann super ärgerlich.
Die Gebühren-Falle: Was der Automat wirklich kostet
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Die thailändischen Banken erheben eine eigene Gebühr für jede Abhebung mit einer ausländischen Karte. Diese Gebühr lag lange bei 220 Baht, inzwischen sind es bei den meisten Banken 250 Baht (ca. 6,50€), und einzelne Automaten verlangen sogar 350 Baht.
Das Entscheidende: Diese Gebühr zahlst du mit jeder deutschen Karte, egal wie gut sie ist. Keine Reisekreditkarte der Welt kann dir diese lokale Automatengebühr erstatten, denn sie kommt direkt von der thailändischen Bank vor Ort. Der eigentliche Vorteil einer guten Karte liegt woanders, nämlich darin, dass deine eigene Bank keine zusätzliche Fremdwährungsgebühr und keine eigene Abhebegebühr draufschlägt. Dazu später mehr.
So senkst du die Gebühr
Hier kommen unsere drei Tricks aus der Praxis, die zusammen richtig Geld sparen:
1. Lehne überteuerte Automaten ab. Wenn ein Automat 350 Baht statt der üblichen 250 will, brich den Vorgang einfach ab und such dir den nächsten. Der steht meist nur ein paar Schritte weiter, und du sparst auf Anhieb fast 3€ in wenigen Minuten.
2. Heb immer den Maximalbetrag ab. Weil die Gebühr fix pro Abhebung anfällt und nicht vom Betrag abhängt, verteilt sie sich bei großen Summen viel besser. Ein kleines Rechenbeispiel macht das deutlich:
- 250 Baht Gebühr auf eine Abhebung von 5.000 Baht: Das sind happige 5% Kosten.
- 250 Baht Gebühr auf eine Abhebung von 30.000 Baht: Das sind nur noch 0,8%.
Mit anderen Worten: Eine einzige große Abhebung kostet dich so viel wie eine kleine, bringt dir aber das Sechsfache an Bargeld. Wer dreimal kleine Beträge zieht, zahlt dreimal die volle Gebühr.
3. Wähle eine Bank mit hohem Limit. Damit du den Maximalbetrag überhaupt ausreizen kannst, lohnt sich der Griff zu einer der großen Banken. Die gelben Automaten der Krungsri Bank lassen bis zu 30.000 Baht pro Abhebung zu und sind damit unser Favorit. Wer es noch günstiger mag: Angeblich nehmen die Automaten der AEON Bank nur 150 Baht Gebühr, allerdings bei einem niedrigeren Limit von 20.000 Baht. Das wurde uns aber nur erzählt, wir haben es nicht selbst getestet.


Die Umrechnungs-Falle: Immer Baht wählen
Eine letzte Falle, die dich richtig Geld kosten kann: Am Ende der Abhebung fragt dich der Automat oft, ob du den Betrag in Euro oder in Baht abrechnen willst. Klingt freundlich, ist aber eine Abzocke. Diese sogenannte Dynamic Currency Conversion (DCC) rechnet zu einem miserablen Wechselkurs um und kostet dich gerne bis zu 12% extra.
Die Regel ist simpel: Wähle immer Baht, also die Landeswährung, oder die Option „Without Conversion“. Dann übernimmt deine eigene Bank den Umtausch zum fairen Kurs. Das gleiche gilt übrigens auch beim Bezahlen im Café & Restaurant: Wenn das Kartenlesegerät hier nach der Währung fragt, wähle IMMER die lokale Währung aus. Deine Bank nutzt intern einen viel besseren Wechselkurs, als die Geräte.
Wie viel kannst du abheben? Die Limits der Banken
Wie viel du pro Abhebung ziehen kannst, hängt von zwei Dingen ab: dem Limit deiner eigenen Bank und dem Limit des thailändischen Automaten. Letztere unterscheiden sich je nach Bank:
- Krungsri (gelbe Automaten): Bis zu 30.000 Baht pro Abhebung.
- Bangkok Bank: Bis zu 25.000 Baht.
- Kasikornbank (grün) und AEON: Bis zu 20.000 Baht.
Vergiss dabei nicht das Tageslimit deiner deutschen Karte. Bei vielen Karten kannst du standardmäßig nur einen bestimmten Betrag pro Tag abheben. Es lohnt sich, dieses Limit vor der Reise in der App deiner Bank zu prüfen und gegebenenfalls hochzusetzen. Wir versuchen immer bei der Krungsri abzugeben, unserer Erfahrung nach funktioniert das meist problemlos und die maximalen Beträge sind am höchsten.
Die beste Kreditkarte für Thailand
Kommen wir zum Herzstück: Mit welcher Karte fährst du in Thailand am günstigsten? Wir selbst heben seit Jahren mit unserer DKB-Karte* ab und sind sehr zufrieden. Trotzdem lohnt sich der Blick auf mehrere Optionen, denn die perfekte Karte hängt ein bisschen von deinem Reisestil ab.
Worauf es bei der Karte ankommt
Drei Dinge sind wirklich wichtig, alles andere ist Beiwerk:
- Keine Fremdwährungsgebühr: Sonst zahlst du auf jede Zahlung und Abhebung außerhalb des Euroraums 1,5 bis 2% drauf.
- Keine eigene Abhebegebühr: Die Karte selbst soll fürs Geldabheben nichts berechnen.
- Visa oder Mastercard: Beide werden in Thailand fast überall akzeptiert. American Express dagegen wird oft nicht angenommen, verlass dich also nicht allein darauf.

Unsere Empfehlungen im Vergleich
Unsere ehrliche Einordnung dazu: Die TF Mastercard Gold* ist für Thailand eine super Wahl, weil sie komplett kostenlos ist, keine Fremdwährungsgebühr nimmt und sogar ein Reiseversicherungs-Paket mitbringt. Die TF Mastercard Gold ist eine echte Kreditkarte, das heißt, du musst kein neues Bankkonto eröffnen. Die Kreditkarte bucht einfach 1x pro Monat die Rechnungssumme von deinem Girokonto ab. es gibt eine Kostenfalle, und zwar beginnt der Zinslauf von Abhebungen direkt ab dem Abhebungsdatum. Das heißt, wenn du mit der TF Mastercard Gold abhebst, überweise einfach direkt etwas Geld auf das Verrechnungskonto, um hier wirklich gar keine Gebühren zu zahlen.
Die DKB* ist unser persönliches Hauptkonto in Deutschland, aber auch auf Reisen. Die Debitkarte ist weltweit kostenlos, allerdings nur, wenn du Aktivkunde bist (dafür brauchst du etwa 700€ Geldeingang pro Monat). Ohne diesen Status werden außerhalb des Euroraums Gebühren fällig. Mehr dazu in unserem DKB-Erfahrungsbericht.
Die Trade Republic Karte* ist clever, wenn du sowieso schon ein Konto dort hast: Ab 100€ ist die Abhebung kostenlos, darunter zahlst du 1€. Heb hier also lieber einmal größer ab. Alle Details findest du in unserem Trade-Republic-Test.
Die awa7* macht das Gleiche wie die anderen, schützt aber pro 100€ Umsatz ein Stück Wald. Wer Wert auf Nachhaltigkeit legt, bekommt hier gebührenfreies Reisen mit gutem Gewissen.
TF Bank Mastercard Gold
0,00€ Jahresgebühr
Perfekt als
– Reisekreditkarte weltweit
– Kreditkarte zusätzlich zur Hausbank
– Paket mit Versicherungen
EC-Karte oder Girocard in Thailand? Lieber nicht
Was du dir sparen kannst, ist der Versuch, mit deiner normalen Girocard (früher EC-Karte) abzuheben. Die wird in Thailand entweder gar nicht akzeptiert oder mit saftigen Gebühren belegt. Nimm stattdessen eine der oben genannten Karten, dann ersparst du dir Ärger und Kosten.
Für Mietwagen & Kaution: Eine echte Kreditkarte
Ein Punkt, der gerne vergessen wird: Die meisten der genannten Karten sind Debitkarten. Fürs Bezahlen und Abheben reicht das völlig. Sobald du aber einen Mietwagen buchst oder in manchen Hotels eine Kaution hinterlegen musst, verlangen die Anbieter oft eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen. Es lohnt sich also, zusätzlich eine kostenlose Reisekreditkarte dabeizuhaben. Welche sich dafür lohnen, zeigen wir dir in unserem Vergleich der kostenlosen Reisekreditkarten.

Geld wechseln statt abheben: Wann sich das lohnt
Eine Alternative zum Automaten ist das klassische Geldwechseln. In offiziellen Wechselstuben, etwa den bekannten SuperRich-Filialen in Bangkok, bekommst du oft einen richtig guten Kurs, wenn du Euro oder US-Dollar in Baht tauschst. Das kann sich lohnen, wenn du ohnehin etwas Bargeld aus der Heimat dabeihast.
Eine Sache solltest du dir aber merken: Wechsle nicht direkt an den ersten Buden am Flughafen. Die Kurse dort sind sehr oft miserabel. Im Flughafen BKK in Bangkok gibt es allerdings im Untergeschoss in der Nähe der Bahnstationen ziemlich gute Wechselstuben. Dort haben wir auch bei unserer ersten Ankunft Geld gewechselt, um den ersten Tag zu überbrücken. Das Ganze funktioniert problemlos und hat auch gute Kurse. In Thailand wird man grundsätzlich selten an solchen Wechselstuben gescampt. Wir bevorzugen aber trotzdem die Geldautomaten, da man hier einfach mehr Gewissheit hat und der Kurs auch oft etwas besser ist als an den Wechselstuben, so dass die Gebühr sich wieder rein rechnet, gerade wenn du die maximalen Beträge abhebst.
Unsere Praxis-Tipps nach 1,5 Jahren Asien
Zum Schluss noch ein paar Dinge, die wir uns über die Zeit angewöhnt haben und die dir Stress ersparen:
Nimm immer zwei verschiedene Karten mit, am besten sogar drei Karten. Es kommt durchaus vor, dass ein Automat eine Karte nicht akzeptiert, dann bist du froh um die zweite. Bewahre die Karten getrennt voneinander auf, falls eine mal verloren geht oder gestohlen wird.
Heb dein Geld bevorzugt an Automaten ab, die direkt an einer Bankfiliale oder in einer gut beleuchteten, belebten Gegend stehen. Das ist sicherer als ein einsamer Automat in einer dunklen Seitenstraße. Und lass dir niemals von Fremden „helfen“, auch wenn es freundlich gemeint wirkt.
Abgelegene Inseln & Regionen: Nimm einen Puffer mit

In den großen Touristenorten brauchst du dir um Automaten keine Gedanken zu machen, die stehen dort an jeder Ecke. Etwas anders sieht es aus, wenn du abseits der ausgetretenen Pfade reist: Auf kleineren Inseln und in abgelegeneren Regionen gibt es manchmal nur eine Handvoll Automaten, und die funktionieren nicht immer oder sind schlicht leer.
Uns ist genau das auf Koh Mak passiert. Wir hatten für drei Tage 10.000 Baht Bargeld mitgenommen und dachten, das reicht locker. Wir konnten glücklicherweise größere Kosten, wie beispielsweise eine Schnorcheltour mit Karte, zahlen, aber haben versucht, noch etwas mehr Geld für die weitere Reise abzuheben. Dabei haben wir festgestellt, dass alle drei Automaten leer waren. Gerade auf so abgelegenen Inseln und entfernten Regionen schaffen es Banken bzw. Betreiber nicht immer, die Automaten rechtzeitig aufzufüllen. Dadurch kann es sein, dass diese dann einige Tage nicht funktionieren.
Heute musst du dir auf den bekannten Inseln wie Koh Tao, Koh Samui, Koh Phangan, Phuket oder Koh Lanta keine Sorgen mehr machen, die sind gut versorgt. Wenn deine Reise aber wirklich off the grid geht, lohnt sich vorher ein kurzer Blick bei Google, wie die Automaten-Lage vor Ort ist. Nimm im Zweifel lieber einen kleinen Bargeld-Puffer mit, dann kommst du nie in die Bredouille.
Wir haben all unsere Standorte, Empfehlungen, Hotels, Restaurants, Streetfood Läden und viel mehr in unserer interaktiven Karte zu Thailand für euch zusammengefasst. Dazu gibts auch ein E-Book zu allen relevanten Regionen im Land aus unseren 5 Monaten in Thailand:
Fazit: So machst du es in Thailand richtig
Geld abheben in Thailand ist kein Hexenwerk, wenn du ein paar Dinge beachtest. Rechne mit 250 Baht Gebühr pro Abhebung, lehne überteuerte Automaten mit 350 Baht einfach ab und hol dir lieber einmal einen großen Betrag, statt mehrfach kleine. Wähle am Automaten immer Baht statt Euro, und nutze eine kostenlose Karte ohne Fremdwährungsgebühr.
Wenn du dir eine Karte aussuchen willst, ist die TF Mastercard Gold* für die meisten Reisenden eine rundum solide und komplett kostenlose Wahl. Wer ohnehin eine Reisekreditkarte für Mietwagen und Kaution braucht, schaut am besten in unseren Vergleich der kostenlosen Reisekreditkarten. Dann steht deinem Thailand-Abenteuer finanziell nichts mehr im Weg.
TF Bank Mastercard Gold
0,00€ Jahresgebühr
Perfekt als
– Reisekreditkarte weltweit
– Kreditkarte zusätzlich zur Hausbank
– Paket mit Versicherungen
Häufige Fragen zu Geld abheben in Thailand
Wie viel kostet Geld abheben in Thailand?
Die meisten thailändischen Automaten verlangen 250 Baht (ca. 6,50€) Gebühr pro Abhebung mit einer ausländischen Karte, manche sogar 350 Baht. Diese lokale Gebühr zahlst du mit jeder deutschen Karte. Hinzu können Gebühren deiner eigenen Bank kommen, falls deine Karte eine Fremdwährungsgebühr hat.
Welche Karte ist die beste für Thailand?
Eine kostenlose Karte ohne Fremdwährungsgebühr, zum Beispiel die TF Mastercard Gold*, die DKB*, Trade Republic* oder awa7*. Wichtig ist, dass es eine Visa- oder Mastercard ist, denn American Express wird in Thailand oft nicht akzeptiert.
Bargeld oder Kreditkarte in Thailand?
Du brauchst beides. Für Tempel, Streetfood und Märkte ist Bargeld Pflicht, in Malls und schickeren Restaurants kannst du mit Karte zahlen.
Wie viel Geld kann ich in Thailand auf einmal abheben?
Das hängt vom Automaten ab: Krungsri erlaubt bis zu 30.000 Baht, Bangkok Bank 25.000 Baht, Kasikorn und AEON je 20.000 Baht. Weil die Gebühr fix pro Abhebung ist, solltest du immer den Maximalbetrag ziehen.
Soll ich am Automaten Euro oder Baht wählen?
Immer Baht. Wählst du Euro, rechnet der Automat zu einem schlechten Kurs um (Dynamic Currency Conversion) und du zahlst bis zu 12% extra.
