Ist Brasilien gefährlich? Nach drei Monaten im Süden des Landes, mit Silvester und Karneval, lautet unsere Antwort: Es gibt reale Risiken, aber mit ein paar festen Regeln ist Brasilien gut machbar.
Wir sind von November bis Februar durch Florianópolis, São Paulo und Rio de Janeiro gereist. Vor dem Abflug hatten wir wirklich Bedenken, vor Ort haben wir uns in den allermeisten Situationen sicher gefühlt.
Hier findest du unser Urteil, einen Vergleich der Regionen, die Lage laut Auswärtigem Amt, unsere Alltagsregeln und eine Notfall-Checkliste mit Notrufnummern. Den Nordosten kennen wir nicht aus eigener Erfahrung, dort fassen wir deshalb nur zusammen, was das Auswärtige Amt sagt.

Ist Brasilien gefährlich? Unser Urteil nach 3 Monaten
Das Image ist deutlich schlechter als die Realität, die wir erlebt haben. Brasilien ist nicht Singapur, und ein teures Handy offen in der Hand ist keine gute Idee. Dazu kommen ein paar feste Regeln, die wir weiter unten aufführen.
Für Touristen nennt das Auswärtige Amt als typische Risiken Diebstahl und Überfälle, dazu K.-o.-Tropfen und Taschendiebstahl in überfüllten Bussen und Zügen. Genau darauf stellst du dich ein, mehr nicht.
Die Menschen haben wir als extrem hilfsbereit erlebt. Wenn wir uns verlaufen haben oder etwas gebraucht haben, hat uns fast immer jemand geholfen.
Brasilien Sicherheit: Die wichtigsten Infos auf einen Blick
🛡️ Sicherheit in Brasilien in 7 Antworten
- ❓ Ist es für Touristen riskant? Nicht grundsätzlich. Die häufigsten Probleme sind Diebstahl und Überfälle, und denen beugst du mit festen Regeln vor.
- 📍 Wo ist es am sichersten? In Florianópolis haben wir uns am sichersten gefühlt, im Centro von São Paulo am unwohlsten. Im Nordosten ist die Gewaltkriminalität laut Auswärtigem Amt am höchsten.
- 📋 Gibt es eine Reisewarnung? Aktuell gibt es keine pauschale. Das Auswärtige Amt rät nur von den unmittelbaren Grenzgebieten zu Venezuela ab.
- 📞 Welche Notrufnummer gilt? 190 für die Polizei, 192 für den Rettungsdienst, 193 für die Feuerwehr.
- 🚕 Ist Uber nachts sicher? Wir haben nachts Uber genutzt, auch für kurze Strecken, und würden es wieder so machen.
- 👩 Kann ich als Frau allein reisen? Clara ist allein unterwegs oft angesprochen worden. Mehr dazu bei den Alltagsregeln, die Hotline 180 gilt bei Gewalt gegen Frauen.
- 🏘️ Sind Favelas für Touristen sicher? Nein. Das Auswärtige Amt rät von allen Favelas und Touren dorthin ab.
Anreise und Ankunft: Sicher vom Flughafen in die Stadt
Der Flug nach Brasilien geht meist nach Rio de Janeiro oder São Paulo. Aktuelle Verbindungen ab Deutschland vergleichst du über Kiwi*, auch für Inlandsflüge zwischen den Städten.
Das Auswärtige Amt nennt die Zubringer zu den Flughäfen als Risikostrecken. Plane deine Ankunft deshalb möglichst tagsüber und lass dir die Fahrt vorab per Uber oder von der Unterkunft organisieren.
Für große Distanzen sind Inlandsflüge die entspannte Variante. Wir sind Bus-Etappen von sechs Stunden gefahren, mehr muss es nicht sein. Nachts im Fernbus oder Auto bist du besser nicht unterwegs.
Sicher übernachten: Welche Viertel und welche Hotels?
Bei der Unterkunft entscheidest du einen großen Teil deiner Sicherheit. Belebte Viertel mit Metro-Anbindung sind abends die bessere Wahl als ruhige, leere Straßen. Am größten ist das Risiko dort, wo abends niemand mehr unterwegs ist.
Wo übernachten in Brasilien? Welche Ecke zu wem passt
- Erste Reise: Ipanema in Rio. Das Viertel ist belebt, hat Metro in der Nähe und lässt sich abends gut zu Fuß und per Uber nutzen. Die Viertel im Vergleich findest du im Artikel Rio de Janeiro Urlaub.
- Strand und Sicherheit: Ipanema oder Copacabana, wo tagsüber und abends viele Menschen unterwegs sind. Belebt heißt allerdings nicht risikofrei: Das Auswärtige Amt nennt Copacabana, Ipanema und Leblon auch tagsüber als Orte für Diebstähle und Überfälle. Beachte deshalb die Strandregeln aus den Alltagsregeln weiter unten, also Handy im Apartment und eine Zweitkarte.
- Langzeit und Einsteiger: Die Lagoa da Conceição in Florianópolis ist unser Tipp für längere Aufenthalte, weil wir uns in Florianópolis zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt haben. Eine passende Unterkunft ist die Pousada Casa da Lagoa. Für Wege im Dunkeln planst du Uber ein.
- Städtetrip und Nachtleben: Jardins in São Paulo, abends belebt und mit Metro-Anbindung. Auch Vila Madalena und Pinheiros sind belebte Viertel; wo du in der Stadt besser nicht nachts unterwegs bist, steht im Abschnitt zu São Paulo.
- Kleines Budget: Ipanema Beach House in Ipanema, ab 55€ pro Nacht. Du sparst beim Preis und musst bei der Lage keine Abstriche machen.
- Luxus: Copacabana Palace in Rio oder Hotel Fasano in São Paulo. Beide liegen in belebten Gegenden mit viel Betrieb, du zahlst allerdings den entsprechenden Preis.
| Lage | Preisklasse | Hotel | Ab / Nacht |
|---|---|---|---|
| Rio, Ipanema | Budget | Ipanema Beach House* | 55€ |
| Rio, Ipanema | Mittelklasse | Lobie Queen Ipanema* | 86€ |
| Rio, Copacabana | Luxus | Copacabana Palace* | 600€ |
| Florianópolis, Lagoa da Conceição | Budget | Pousada na Lagoa da Conceição Barcelos* | 45€ |
| Florianópolis, Lagoa da Conceição | Mittelklasse | Pousada Casa da Lagoa* | 85€ |
| Florianópolis, Campeche | Luxus | Bollté Praia Boutique Pousada* | 120€ |
| São Paulo, Jardins | Budget | ibis budget São Paulo Jardins* | 45€ |
| São Paulo, Jardins | Mittelklasse | Mercure SP Jardins* | 90€ |
| São Paulo, Jardins | Luxus | Hotel Fasano São Paulo* | 500€ |
So hebst du in Brasilien Geld ab und bezahlst sicher
Am Geldautomaten gibt es in Brasilien ein paar Fallen. Das Auswärtige Amt rät, nur tagsüber an Werktagen und möglichst in Bankfilialen Geld abzuheben, bei Manipulationsverdacht den Automaten nicht zu nutzen und Belege nach einer fehlgeschlagenen Abhebung aufzubewahren. Die Tageslimits liegen oft bei 500 bis 2.500 BRL. Kartenbetrug kommt laut AA gehäuft an Terminals bei Strandverkäufern und Taxifahrern vor, dort zahlst du lieber bar.
Auch bar gibt es Fallen. Freunde von uns haben an einem Straßenstand in Rio Käse und zwei Fleischspieße gekauft, ohne vorher nach dem Preis zu fragen. Verlangt wurden etwa 50€, nach zehn Verhandlungsrunden waren es 15€. Frag also immer vorher nach dem Preis und achte auf Zahlendreher: 100 statt 1.000 BRL sind schnell vertippt.
Für Strandtage haben wir eine zweite Karte mit rund 50€ aufgeladen und nur sie mitgenommen. Verlierst du sie, bleibt der Schaden klein.
Wir zahlen mit der TF Mastercard Gold*: Keine Fremdwährungsgebühr, du bekommst also den echten Wechselkurs ganz ohne Aufschlag. Lehne am Automaten und im Geschäft die Umrechnung in Euro (DCC) immer ab und lass dir in Real abbuchen, sonst zahlst du einen schlechten Wechselkurs. Wir würden dir außerdem empfehlen, mindestens zwei, besser drei Karten dabeizuhaben (die besten Reisekreditkarten im Vergleich), falls eine gesperrt wird oder verloren geht.
TF Bank Mastercard Gold
0,00€ Jahresgebühr
Perfekt als
– Reisekreditkarte weltweit
– Kreditkarte zusätzlich zur Hausbank
– Paket mit Versicherungen
Die zentrale Sperr-Notrufnummer für Karten lautet +49 116 116. Speichere sie dir vor der Reise im Handy.
Internet und SIM: Warum Empfang ein Sicherheitsfaktor ist
Uber, Karten und Übersetzer brauchen Netz, und du hast nicht überall in Brasilien Empfang. Das ist ein Sicherheitsthema, denn Navigation und Hilfe hängen daran. Dazu spricht fast niemand Englisch, selbst in Rio ist das nicht selbstverständlich. Wir haben brasilianisches Portugiesisch offline in Google Translate geladen. Mit Spanischkenntnissen kommst du im Zweifel weiter als mit Englisch. Auch die Planung ist anspruchsvoll: Abseits der touristischen Spots gibt es kaum internationale Blogs, und viele Buchungsseiten sind nur auf Portugiesisch. Mit dem Übersetzer im Browser und mobilen Daten klappt es trotzdem.
Option 1 ist eine eSIM. Wir nutzen Saily*, mit dem Code BOARDING bekommst du 15% Rabatt. Du bist ab der Landung online und musst am Flughafen nicht anstehen.
Brasilien-eSIM mit 15% Rabatt
15% Rabatt mit dem Code BOARDING: Gib ihn an der Kasse in der Saily-App ein, der Rabatt wird direkt von deiner Zahlung abgezogen.
Option 2 ist eine lokale SIM von Anbietern wie Claro, TIM oder Vivo. Dafür brauchst du etwas mehr Zeit und je nach Anbieter die brasilianische Steuernummer CPF. Die haben wir in 10 Minuten kostenlos beantragt und nach drei Tagen per Mail bekommen. Sie wird außerdem an Supermarktkassen, bei Essens-Apps und auf lokalen Bus-Seiten abgefragt.
Unsere Faustregel: Bei Reisen bis zu drei Wochen reicht die eSIM. Ab drei Wochen lohnt sich die CPF, und mit der CPF wird der Alltag spürbar entspannter.
Wo ist Brasilien gefährlich und wo sicher? Region für Region
Das Land ist so groß, dass es kein einheitliches Sicherheitsurteil gibt. Acht Stunden Autofahrt decken nur einen Mini-Teil ab. Wir kennen Süden und Südosten aus eigener Erfahrung, den Nordosten nicht.
Die Kriminalität in Brasilien ist regional sehr unterschiedlich verteilt. Laut dem Anuário des Fórum Brasileiro de Segurança Pública (veröffentlicht im Juli 2026) lag die Rate der Gewalttoten 2025 im Landesschnitt bei 19,1 pro 100.000 Einwohner, dem niedrigsten Wert seit Beginn der Reihe 2012. Im Nordosten waren es 31,6. Die Zahl enthält auch Tote bei Polizeieinsätzen und sagt nichts darüber aus, wie hoch das Risiko für Reisende ist. Sie zeigt aber, wie unterschiedlich die Lage ist, und das war auch unser Eindruck.
Florianópolis: Unser sicherstes Gefühl in Brasilien
Wir waren einen Monat in Florianópolis und haben uns zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt, weder tagsüber noch abends. Ein Taxifahrer hat uns einmal gefragt, warum wir die kurze Strecke nachts nicht laufen. Wir sind anfangs trotzdem mit Uber vom Fitnessstudio nach Hause gefahren.
Santa Catarina gilt ebenfalls als ruhige Region für den Einstieg. Unsere Wertung: Wenn du vor deiner ersten Brasilien-Reise unsicher bist, starte hier. Für Wege bei Dunkelheit planst du trotzdem Uber ein.
São Paulo: Der einzige Ort, an dem wir uns unsicher gefühlt haben
In drei Monaten war São Paulo der einzige Ort, an dem wir uns wirklich unsicher gefühlt haben. Die Stadt ist busy und rau, sie hat uns an Frankfurt mit brasilianischem Flair erinnert. Im Centro haben uns Taxifahrer und unser Airbnb-Gastgeber gewarnt, das Viertel vor Beginn der Dämmerung zu verlassen.
Dort haben wir so viele Obdachlose und offenen Drogenkonsum gesehen wie nirgends sonst in Brasilien. Nach zehn Tagen sind wir fast nur noch mit Uber gefahren. In Liberdade haben wir abends dagegen gut gegessen, ohne Probleme.
Das deckt sich mit dem Auswärtigen Amt: Das Zentrum um die Praça da Sé und die Umgebung der Metrostation Estação da Luz gelten nachts und am Wochenende nach Geschäftsschluss als unsicher. Bewaffnete Überfälle und Blitzentführungen kommen laut AA auch in besseren Wohngegenden vor, teils tagsüber.
Unsere Wertung: São Paulo lohnt sich wegen Essen und Kultur, aber nicht ohne Plan. Wir würden in Vila Madalena, Pinheiros oder Jardins wohnen, nachts Uber nehmen und das Centro nur tagsüber besuchen.


Rio de Janeiro: Sechs Wochen ohne Vorfall
In Rio waren wir sechs Wochen, mit Silvester und Karneval, und haben keinen Vorfall erlebt. Bekannte von uns wurden gegen 22 Uhr im Centro mit einer Waffe überfallen, deshalb meiden wir das Centro abends. Alle Details zu Vierteln, Strand und Alltag stehen in unserem Artikel Rio de Janeiro Sicherheit.
Nordosten: Salvador, Recife und Fortaleza
Im Nordosten waren wir nicht. Das Auswärtige Amt nennt dort die höchste Gewaltkriminalität des Landes, besonders in Bahia und Salvador. Es warnt vor bewaffneten Überfällen auf Touristen, Autos und Überlandbusse und bezeichnet Fortaleza, Natal und Recife als sehr gefährlich. In Recife kam es außerdem zu Haiangriffen.
Die Zahlen passen dazu: Laut Anuário 2026 lag die Rate der Gewalttoten in Bahia bei 36,8 und in Ceará bei 34,7 pro 100.000 Einwohner, im Landesschnitt bei 19,1. Wir würden den Nordosten nur mit guter Vorbereitung bereisen.
Unsere Einordnung auf einen Blick:
- Grün: Florianópolis (eigene Erfahrung)
- Gelb: Rio de Janeiro, mit Aufmerksamkeit und festen Regeln (eigene Erfahrung)
- Orange: São Paulo, vor allem das Centro (eigene Erfahrung)
- Rot: Nordosten, nur mit Vorbereitung (nicht selbst besucht)
📖 Siehe auch: Brasilien beste Reisezeit und 9 weitere Dinge
Brasilien Reisewarnung: Was das Auswärtige Amt sagt
Eine Reisewarnung gibt es aktuell nicht: Das Auswärtige Amt hat keine pauschale Reisewarnung ausgesprochen und rät nur von Reisen in die unmittelbaren Grenzgebiete zu Venezuela ab.
Für Städte nennt das AA ein hohes Kriminalitäts- und Gewaltrisiko: Belém, Fortaleza, Maceió, Porto Alegre, Recife, Rio de Janeiro, Salvador, São Luís und São Paulo. Rund um die Wahlen im Herbst 2026 hält es außerdem Demonstrationen und Ausschreitungen für möglich und rät, Menschenansammlungen zu meiden.
Hilfreich sind die AA-App Sicher Reisen und die Krisenvorsorgeliste ELEFAND, in die du dich vor der Abreise eintragen kannst. Die Lage kann sich ändern, schau deshalb kurz vor dem Abflug noch einmal auf die Brasilien-Seite des Auswärtigen Amts. Für Rio bietet das AA zusätzlich die englischsprachige App COR-Rio mit Lageinfos an.
Unsere Sicherheitsregeln für Brasilien im Alltag
Mit diesen Regeln sind wir gut durch drei Monate gekommen. Sie kosten kaum Aufwand und nehmen den meisten Risiken die Grundlage. Mehrere davon decken sich mit den Hinweisen des Auswärtigen Amts.
- Handy: In Menschenmengen tragen wir es an einem Lanyard. Ein teures Handy halten wir nicht offen in der Hand.
- Kamera: Wir nehmen eine kleine Action-Cam statt einer großen Kamera. Die große bleibt in sicheren Regionen.
- Strand: Handy und Schlüssel lassen wir im Apartment (mit PIN-Schloss), dazu die zweite Karte mit 50€. Wir schwimmen im Wechsel. Nachts am Strand spazieren gehen wir nicht.
- Wege: Nachts nehmen wir Uber, auch für kurze Strecken. Navigations-Apps können über Abkürzungen in bewaffnete Stadtteile führen, bleib also auf Hauptstraßen und meide leere Innenstadtstraßen. In überfüllten Bussen und Zügen passt du auf Taschendiebe auf.
- Überlandbus und Auto: Fahr nicht nachts. Das AA warnt vor vorgetäuschten Unfällen, mit denen Helfer ausgeraubt werden. Fenster zu, Türen verriegelt. Für große Distanzen findest du Inlandsflüge im Abschnitt zur Anreise.
- Getränke und Dating-Apps: Lass dein Getränk nie aus den Augen. Es gibt K.-o.-Tropfen, etwa in Lapa und Pedra do Sal in Rio, und Überfälle nach Treffen über Dating-Apps, deshalb triff dich nur an belebten Orten.
- Überfall: Leiste keinen Widerstand.
Allein als Frau unterwegs
Clara ist als Frau allein unterwegs „alle 2 Minuten“ angesprochen worden, teils mit der Frage, ob sie geküsst werden darf. Beim Karneval war das noch einmal eine Stufe mehr. Das ist ihre persönliche Erfahrung und keine Verallgemeinerung.
Praktisch heißt das: Nachts fährst du mit Uber statt zu Fuß, behältst dein Getränk im Blick und triffst dich nur an belebten Orten. Bei Gewalt gegen Frauen erreichst du die Hotline 180.


Favelas und Touren: Hingehen oder lieber nicht?
Das Auswärtige Amt rät in Rio von allen Favelas und von Touren dorthin ab. Einige werden von Drogenbanden kontrolliert, Schusswechsel treffen oft Unbeteiligte. Was wir zu Rocinha erlebt haben, steht in unserem Artikel Rio de Janeiro Sicherheit.
Wenn du Corcovado und Zuckerhut sehen willst, ist eine Tour mit Abholung die entspannte Variante, zum Beispiel diese Ganztagestour zu Corcovado und Zuckerhut*.
Notfall: Das tun wir bei Überfall, Diebstahl oder Krankheit
Ein Notfallplan kostet kaum Aufwand und spart im Ernstfall Zeit. Das ist unsere Checkliste für Überfall, Diebstahl und Krankheit:
- Kein Widerstand. Gib heraus, was verlangt wird, und verlasse die Situation.
- Notruf wählen: 190 Polizei, 192 Rettungsdienst, 193 Feuerwehr, 191 Bundesstraßenpolizei. Bei Gewalt gegen Frauen gilt die Hotline 180. In Rio gibt es eine englischsprachige Touristenpolizei (DEAT in Leblon). Sprich den Notruf auf Portugiesisch, deshalb laden wir die Sprache offline.
- Anzeige erstatten: Lass dir bei der Polizei einen Boletim de Ocorrência ausstellen, also die Anzeige. Ihn brauchst du später für die Versicherung.
- Karte und Handy sperren: Karten sperrst du über +49 116 116, das Handy über deinen Anbieter oder die Ortungsfunktion.
- Papiere ersetzen: Bei Verlust des Passes helfen die deutschen Auslandsvertretungen. Die Kontakte stehen auf der Brasilien-Seite des Auswärtigen Amts.
Bei Krankheit zählt die Auslandskrankenversicherung. Im Privatkrankenhaus musst du die Behandlung direkt bezahlen und reichst die Rechnung später ein, behalte also Belege und Karte mit Limit bereit.
Beim Thema Gesundheit ist uns ein eigener Fehler passiert: Die Gelbfieber-Impfung muss mindestens 10 Tage vor der Einreise ins nächste Land erfolgen. Wir hatten das nicht auf dem Schirm. Bei der Einreise nach Kolumbien und auf die Britischen Jungferninseln hätten wir den Nachweis zeigen müssen. Er wurde zum Glück nicht kontrolliert, aber wir hatten an beiden Grenzen echt Angst, nicht hineinzukommen. Frag deshalb früh beim Tropeninstitut oder Hausarzt nach und prüfe die aktuelle Empfehlung für dein Reiseziel.
Gegen Dengue schützt du dich mit Mückenschutz, vor allem tagsüber. Auch dazu gibt dir das Tropeninstitut die aktuelle Einschätzung für deine Reisezeit.
Ist Brasilien gefährlich? Unser Fazit
Brasilien verlangt Aufmerksamkeit, aber keine Angst. Unsere Bedenken vor der Reise waren im Nachhinein größer als die Risiken, die wir erlebt haben. Ist Brasilien gefährlich? Es kommt auf die Region und auf dein Verhalten an.
Unser Rat für den Einstieg: Starte im Süden, zum Beispiel in Florianópolis, plane in São Paulo und Rio feste Regeln und Uber ein und gehe in den Nordosten nur gut vorbereitet. Was dich im Land erwartet, zeigt unser Überblick zu den Brasilien Sehenswürdigkeiten.

Wir haben alle unsere Standorte, Empfehlungen, Hotels, Restaurants und Geheimtipps aus Süd-Brasilien in einem Reise-Guide und einer interaktiven Karte zusammengefasst. So sparst du dir die Recherche und hast alles direkt auf dem Handy.
Zum Süd-Brasilien Reise-GuideHäufige Fragen zur Sicherheit in Brasilien
Wie sicher ist der Karneval in Rio?
Wir waren in Rio beim Karneval und hatten keinen Vorfall. Handydiebstahl bei Straßenpartys ist aber häufig, im Februar 2026 setzte die Polizei in Santa Teresa sogar verdeckte Beamte in Kostümen gegen Handydiebe ein (AP). Nimm nur das Nötigste mit und trage das Handy gesichert. Mehr im Artikel Karneval in Rio.
Kann ich in Brasilien Auto fahren?
Wir sind nicht selbst gefahren und empfehlen einen Mietwagen für Brasilien nicht. Das AA rät, nicht nachts zu fahren, und warnt vor vorgetäuschten Unfällen. Die Distanzen sind außerdem groß: Acht Stunden Fahrt decken nur einen kleinen Teil des Landes ab.
Kann ich nachts zu Fuß gehen?
In belebten Gegenden und mit Uber haben wir das als machbar erlebt. Zu Fuß hängt es stark vom Ort ab: In Florianópolis haben wir uns auch abends wohlgefühlt, in São Paulo und Rio meidest du leere Straßen nach Geschäftsschluss. Die Details stehen oben bei den Regionen.
Wie sicher sind die Strände?
Tagsüber haben wir Strände in Rio und im Süden als entspannt erlebt. Das AA nennt Strände trotzdem als Orte für Diebstähle und Überfälle, nachts solltest du dort nicht spazieren gehen. Lass Handy und Schlüssel möglichst im Apartment und beachte die Warnhinweise.

