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Cabarete Dominikanische Republik: Lohnt sich der Kite-Hotspot wirklich?

Bei der Planung rund um Cabarete Dominikanische Republik solltest du wissen, dass sich das Surferdorf lohnt, wenn du an der Nordküste Wind, Wellen und eine Surf-Szene suchst, aber keinen Karibik-Postkartenstrand. Cabarete liegt am Atlantik, 20 bis 30 Kilometer vom Flughafen Puerto Plata entfernt, und gilt als eines der besten Kite- und Windsurfgebiete der Welt. Wir haben auf einem einwöchigen Roadtrip hier Halt gemacht und sagen dir, was uns gefallen hat und was nicht. Wo wir etwas nicht selbst erlebt haben, sagen wir dir das direkt dazu.

Atlantikwellen am Strand an der Nordküste der Dominikanischen Republik

Wir hatten eine Woche lang einen kleinen SUV gemietet und sind von Punta Rucia über Puerto Plata nach Cabarete gefahren. Jonathan fand nach dem Ankommen: Cabarete lässt sich weder mit Punta Rucia noch mit Puerto Plata vergleichen. Offiziell ist es eine große Touristenstadt, aber anders als in Punta Cana gibt es hier nur wenige Resorts und richtige Hotels.

Der Norden fühlt sich fast wie ein anderes Land an. Statt spiegelglattem Wasser wie im Süden gibt es richtig große Wellen und ordentlich Wind, dazu ist die Landschaft grüner und bergiger. Wir würden dir deshalb empfehlen, beide Seiten der Insel zu sehen, und Cabarete ist dafür ein guter Kontrast zum Süden.

Es gibt aber auch Dinge, die nicht jedem gefallen. Clara hat die Hauptstraße von Cabarete beim ersten Eindruck bedrückend gefunden, als läge die beste Zeit des Surferdorfs schon hinter ihm. Außerdem ist die erste Strandreihe mit Apartments und Condominiums zugebaut.

⚡ Cabarete auf einen Blick

  • 📍 Lage: Atlantikküste im Norden, etwa 40 Kilometer östlich von Puerto Plata
  • ✈️ Flughafen: Puerto Plata (POP), 20 bis 30 Kilometer, Transfer rund 30 bis 40 Minuten
  • 🌬️ Wind: Hauptsaison April bis August, am stärksten Juni bis August, ab September flaut er ab
  • ☀️ Strandwetter: Januar bis April meist sonnig
  • 🚗 Fortbewegung: Mietwagen ab 30 bis 40€ pro Tag, nachts nicht fahren
  • 💶 Preise: Essen 5 bis 10€ pro Person, einfache Unterkünfte im Land ab etwa 30€
  • 🛂 Einreise: Deutsche brauchen kein Visum für bis zu 30 Tage, das E-Ticket füllst du vorab online aus (aktuelle Regeln beim Auswärtigen Amt prüfen)

Anreise: So kommst du nach Cabarete

Für die Anreise nach Cabarete in der Dominikanischen Republik ist der nächste Flughafen Puerto Plata (POP), etwa 20 bis 30 Kilometer entfernt. Mit Taxi oder Transfer bist du in etwa 30 bis 40 Minuten in Cabarete. Einen Transfer organisierst du am einfachsten über deine Unterkunft, kläre den Preis vorab. Flüge nach POP vergleichst du bei Kiwi*.

Von Punta Rucia über Puerto Plata nach Cabarete sind wir mit dem Mietwagen gefahren, einem kleinen SUV für 30 bis 40€ pro Tag, je nach Saison. Die Fahrt von Punta Rucia hat rund 3 Stunden gedauert und führte durch abgelegene Dörfer. Selbst auf den Hauptstraßen wurde der Belag immer schlechter, wir waren froh über den SUV.

Unser Rat: Fahr nachts nicht. Die größte Gefahr im Land ist der Straßenverkehr mit Fernlicht, Schlaglöchern und Motorrädern ohne Licht und Helm. Tagsüber haben wir die Landstraßen gut befahren können.

Ohne Mietwagen kommst du ebenfalls gut hin. Aus dem Osten fährt der Bus Asotrapusa von Las Terrenas nach Puerto Plata: Laut unserem Planungsstand startet er um 6:30 Uhr und kommt gegen 10:30 Uhr an, die Zeiten solltest du vorab prüfen. Ab Puerto Plata sind es rund 40 Kilometer bis Cabarete, die du per Taxi oder Transfer fährst. Ein Mietwagen ab Puerto Plata lohnt sich vor allem für längere Aufenthalte: Für einen Monat lag ein Angebot bei rund 1.033 USD.

In Cabarete selbst kommst du mit wenig Aufwand zurecht: Restaurants und Cafés erreichst du zu Fuß, zum Kite Beach (1,9 Kilometer) und nach Sosúa (11 Kilometer) bist du mit Taxi oder Auto schnell. Spanisch hilft abseits der Resorts enorm, lade dir deshalb Google Translate offline herunter.

Ab dem Ortszentrum sind es rund 11 Kilometer nach Sosúa, etwa 40 Kilometer nach Puerto Plata und etwa 60 Kilometer zu den 27 Charcos de Damajagua. Nach Samaná fährst du ungefähr 150 Kilometer, nach Santo Domingo sind es über 200 Kilometer.

📖 Siehe auch: Mexiko Mietwagen Guide

Hotels Cabarete: Wo übernachten am besten?

Welche Ecke passt, hängt vor allem davon ab, ob du Wassersport machen oder einfach Strand und Restaurants willst. Das sind die Gebiete:

  • Kite Beach und Westseite: Für Kite- und Windsurf-Fans, Spots und Schulen sind in der Nähe. Das Kibayo liegt rund 400 Meter vom Kite Beach entfernt.
  • Zentrum und Hauptstrand: Für Backpacker und Paare, Restaurants und Nachtleben erreichst du zu Fuß. Hier liegt die Hauptstraße, die uns zu trubelig und etwas in die Jahre gekommen vorkam.
  • Richtung Playa Encuentro: Für Ruhesuchende und Surfer, der Strand liegt gut 5 Kilometer vom Zentrum.
  • Sosúa: Rund 11 Kilometer entfernt, mehr Auswahl bei Restaurants und Strandleben. Dort waren wir nur kurz.

Die Unterkünfte unten haben wir nach Lage und Gästebewertungen ausgesucht. Die Preise gelten pro Nacht, und die Preisklasse Luxus meint hier gehobene Apartments und Boutique-Unterkünfte, keine Fünf-Sterne-Resorts.

LagePreisklasseHotelAb / Nacht
Playa EncuentroBudgetSurfbreak Cabarete*56€
Playa EncuentroBudgetEl Encuentro Surf Lodge*62€
Playa EncuentroMittelklasseLa Curadiña – Encuentro Surf Hotel*68€
Nähe Kite BeachMittelklasseKibayo Cabarete Boutique Hotel*80€
CabareteMittelklasseVelero Beach Resort*104€
CabareteLuxusPresidential Suites Cabarete*150€
Nähe Kite BeachLuxusUltravioleta Boutique Residences*195€
Kite BeachLuxusOcean Point 1*244€
Die Preise können je nach Saison und Auslastung variieren.

So hebst du in der Dominikanischen Republik Geld ab und bezahlst

Für Taxis, kleine Läden und Imbisse brauchst du Bargeld in Pesos. Bei uns lagen die Automatengebühren bei 4 bis 6 %, kostenlos war nur die Scotiabank. Den aktuellen Kurs des Pesos zeigt dir deine Bank-App, er schwankt.

Heb deshalb lieber einmal einen größeren Betrag ab statt vieler kleiner und lehne die Umrechnung in Euro (DCC) am Automaten immer ab, sonst zahlst du einen schlechten Wechselkurs. Umso wichtiger ist eine gute Reisekreditkarte, mit der du weltweit gebührenfrei zahlen kannst.

Wir zahlen mit der TF Mastercard Gold*: Keine Fremdwährungsgebühr, du bekommst also den echten Wechselkurs ganz ohne Aufschlag. Wir würden dir gerade bei Fernreisen empfehlen, immer mindestens zwei, besser sogar drei Karten (die besten im Vergleich der kostenlosen Reisekreditkarten) dabei zu haben, falls eine mal gesperrt wird oder du sie verlierst.

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Alle Details zu Gebühren und Automaten findest du in unserem Artikel Geld abheben im Ausland ohne Gebühren-Fallen.

Internet und SIM: Mit eSIM schon bei der Landung online

Für Google Maps, Übersetzer und die Suche nach dem nächsten Café brauchst du unterwegs mobiles Internet. Wir nutzen Saily*: Du aktivierst die eSIM schon zu Hause und bist bei der Landung online. Mit dem Code BOARDING sparst du 15 %. Alternativ verkaufen Anbieter wie Claro SIM-Karten vor Ort, plane dafür aber Zeit am Flughafen ein.

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15% Rabatt mit dem Code BOARDING: Gib ihn an der Kasse in der Saily-App ein, der Rabatt wird direkt von deiner Zahlung abgezogen.

Für einen Urlaub mit Mietwagen und Navigation ist die eSIM die bequemste Lösung, weil du direkt nach der Landung Karten und Transfer-Apps nutzen kannst.

📖 Siehe auch: Saily Rabattcode

Die Strände: Kite Beach, Playa Cabarete und Playa Encuentro

Wir waren an allen drei Stränden von Cabarete in der Dominikanischen Republik und sind dabei vom Zentrum nach außen gefahren: Zuerst Playa Cabarete und Kite Beach, zuletzt Playa Encuentro. Die Entfernungen gelten ab dem Zentrum. Wir waren in der Nebensaison da, das erklärt einen Teil unserer Eindrücke.

Playa Cabarete (0,4 Kilometer): Die windige Hauptbucht liegt gleich am Zentrum, ein weiter Abschnitt mit weichem Sand. Im Riff weht moderater Wind, deshalb ist die Bucht ein Revier für Windsurfer und Freeride-Kiter. Restaurants und Nachtleben erreichst du zu Fuß. Unsere Einordnung: Ein ruhiger Karibik-Postkartenstrand ist das nicht, dafür ist hier in der Saison mehr geboten als in der Nebensaison, in der generell vieles geschlossen war.

Kite Beach (1,9 Kilometer): Der bekannteste Strand von Cabarete gilt als Mekka der Kitesurfer, bei uns war in der Nebensaison aber nichts los, und am Strand lag sehr viel Müll. Parkplätze gab es in einer kleinen Bucht: Fahr die Straße entlang und halte nach Einbuchtungen Ausschau, also kleinen freien Flächen am Rand. Liegen und Schatten gab es keine. In der Saison ist mehr geboten, Schatten bleibt aber schwierig, denn am Strand selbst stehen keine Palmen, die stehen erst oberhalb der Böschung. Für Anfänger ist genau dieser Strand die richtige Wahl, die Kiteschulen mit IKO-Lizenz sitzen in der Nähe. Unser Urteil: Zum Kiten lernen ist das der richtige Ort, für einen entspannten Strandtag gefiel uns die Hauptbucht besser.

Playa Encuentro (5,4 Kilometer): Der Surfstrand liegt westlich von Cabarete und ist ein bekannter Surfspot der Nordküste, die Pauhana-Surfschule bietet dort Unterricht an. Zu Fuß ist die Strecke vom Zentrum zu weit. Mit dem Motoconcho (Motorradtaxi) kommst du gut hin, Uber funktioniert nicht zuverlässig, und am bequemsten bist du mit dem eigenen Mietwagen. Auch hier gab es in der Nebensaison weder Liegen noch Schatten. Unser Urteil: Für Surfer ist Encuentro die erste Wahl, für einen klassischen Badetag eher weniger, und die Lage Richtung Encuentro passt, wenn du es ruhiger magst als im Zentrum.

Auffällig ist die erste Reihe am Strand: Sie ist mit Apartments und Condominiums zugebaut, und manche Zufahrten waren von Sicherheitspersonal abgesperrt. In der Dominikanischen Republik kannst du aber Strände rechtlich nicht privatisieren, der Zugang muss gewährleistet sein. Zwischen den Komplexen gibt es offizielle Zugänge, such nach ihnen, statt umzudrehen.

Zum entspannten Baden in glattem Wasser passt die Karibikseite im Süden besser, denn an der Atlantikküste bestimmen Wellen und Wind das Bild.

Kitesurfen und Windsurfen: So gut ist der Wind an der Nordküste

Der Ruf von Cabarete kommt vom Wind. Nach Angaben eines Surfmagazins gibt es hier etwa 250 bis 300 Windtage im Jahr, der Passat weht aus Osten. Cabarete gilt als eines der besten Kite- und Windsurfreviere der Welt, und die Nordküste liegt wie Samaná am Atlantik. Wir konnten es selbst nicht ausprobieren, weil der Wind in der Nebensaison nicht gepasst hat, und hätten es gern getestet.

Die Hauptwindzeit dauert von April bis August, am stärksten weht der Wind von Juni bis August (etwa 16 bis 30 Knoten), dann ist es aber auch am heißesten. Im Winter weht es im Februar mit 15 bis 25 Knoten, meist erst ab dem Nachmittag und böiger.

Dazu kommt die Hurrikan-Saison: Sie dauert im Atlantik offiziell von Juni bis November, das größte Risiko besteht von August bis Oktober. Ab September wird es in Cabarete leer, und der Wind flaut ab.

Bei den Spots gibt es drei Hauptadressen:

  • Hauptbucht (Playa Cabarete): Moderater Wind im Riff, gut für Freeride und Freestyle.
  • La Boca: Lagunenmündungen rund 15 Autominuten entfernt.
  • Playa Encuentro: Ein bekannter Surfspot westlich von Cabarete, mit Surfschule direkt am Strand und auch für Anfänger geeignet.

Für Kite-Anfänger ist der Kite Beach mit seinen IKO-Schulen die beste Wahl. La Boca ordnen wir als Spot für Fortgeschrittene ein, denn tieferes Wasser und Bäume am Ufer machen es für Anfänger schwieriger. Frag die Schule trotzdem, wo sie unterrichtet.

Wir selbst haben in Cabarete nicht gekitet, viel gelesen und nachgefragt haben wir aber trotzdem. Am Kite Beach sitzen unter anderem Kitexcite und der Kite Club Cabarete, beide mit IKO-Anbindung. Eine Stunde Unterricht kostet etwa 70 bis 80 USD, die aktuellen Preise bekommst du direkt bei der Schule.

Ein 3-Tages-Kurs für Anfänger kostet etwa 200 bis 350€, ein Tageskurs ca. 80 bis 100 USD. Wellenreiter finden am Playa Encuentro eine Surfschule, etwa die Pauhana-Surfschule am Strand.

Ausflüge: Sosúa, El Choco und die 27 Charcos de Damajagua

Von Cabarete aus lassen sich drei Ausflüge gut kombinieren. Sosúa haben wir besucht, zu El Choco und Damajagua haben wir es leider nicht geschafft, sie stehen auf unserer Bucket List. Eintritt, Öffnungszeiten und Kurspreise ändern sich, frag deshalb vor dem Buchen bei Veranstalter oder Schule nach.

Sosúa (11 Kilometer): Einmal von Cabarete nach Sosúa zu fahren, empfehlen wir als kleinen Ausflug. Mit Taxi oder Mietwagen sind es grob 15 Minuten, per Guagua (Sammelbus) etwa 20 bis 25 Minuten, und ein Motoconcho ist die schnelle, günstige Variante, wenn du den Preis vorher klärst. Die Playa Sosúa bietet Strandleben, Wassersport und Nachtleben, dazu gibt es mehr Restaurants als in Cabarete. Für einen Tag am Wasser gibt es die Sosúa Catamaran Tour* mit Snorkeln und Lunch, ab ca. 84 USD. Unsere Einordnung: Sosúa lohnt sich als Abwechslung zum Wind, zum Wohnen ist Cabarete für Wassersport die bessere Basis.

Palmen und weiße Hotelanlage in Sosúa, Dominikanische Republik

Parque Nacional El Choco: Hier haben wir es leider nicht hingeschafft. Der Nationalpark liegt direkt am Ortsrand von Cabarete und bietet Höhlen mit Wasserbecken, Wanderwege und eine Lagune. Du erreichst ihn zu Fuß vom Ort aus und besuchst ihn mit Führer. Die Bootsfahrt auf der Lagune kostet etwa 20 USD, eine geführte Wanderung etwa 40 USD, frag vor Ort nach den aktuellen Preisen. Bring wasserfeste Schuhe mit. An einem Tag, an dem der Wind nicht passt, ist das ein ruhiger Gegenpol zu Wind und Wellen.

27 Charcos de Damajagua (etwa 60 Kilometer): Hier springst und rutschst du durch Wasserfälle und Becken, ein Führer ist Pflicht. Ein Spind kostet ungefähr 10 USD, Kinder unter 8 Jahren dürfen nur zum ersten Wasserfall. Trag Schuhe, die nass werden dürfen, denn es geht durchs Wasser. Mit dem Auto brauchst du grob eine Stunde ab Cabarete, deshalb lohnt sich eine Tour mit Abholung. Sie dauert etwa 4 bis 5 Stunden und kostet ab ca. 55 bis 70 USD, wie viele Wasserfälle du erreichst, hängt vom Wetter ab.

Zwei Touren dazu:

Cabarete, Puerto Plata und Punta Rucia im Vergleich

Wir haben in einer Woche drei Stationen an der Nordküste gesehen, und alle drei fühlen sich völlig verschieden an. Deshalb bekommt jede ein eigenes Urteil.

Punta Rucia: Ruhe, Naturstrand und Seekühe

In Punta Rucia haben wir nach 20 Minuten Strandspaziergang unerwartet einen Nationalpark erreicht, in dem Seekühe leben. An mehreren Viewpoints im Park haben wir unser Glück probiert. Auf der anderen Seite stand Müll am Strand, und wegen der Nebensaison lag Seegras am Ufer. Dieses Schutzgebiet gehört zu Estero Hondo.

Die Cayo Arena, eine Sandbank mit Bootstour, haben wir bewusst ausgelassen, weil wir kurz zuvor eine sehr ähnliche Tour zur Insel Saona gemacht hatten. Stattdessen haben wir die Zeit für Festland-Strände genutzt. Wenn du Saona nicht kennst, ist die Tour eine Option: Ganztagestouren ab Punta Rucia mit Snorkeln, Mittagessen und einem Stopp in den Mangroven von Estero Hondo kosten etwa 85 bis 95 USD pro Person, Manatí-Sichtungen sind nicht garantiert.

Zur Planung: Ab Cabarete sind es rund 114 Kilometer und knapp 2 Stunden, bei uns hat die Fahrt über die schlechten Landstraßen etwa 3 Stunden gedauert. Übernachten kannst du vor Ort zum Beispiel im Punta Rucia Lodge Hotel Boutique & Spa direkt am Strand. Unser Urteil: Punta Rucia lohnt sich für 1 bis 2 ruhige Nächte und Natur, für Wassersport und Abendprogramm bist du in Cabarete besser aufgehoben.

Naturstrand bei Punta Rucia mit türkisem Wasser und auslaufenden Wellen

Auf der Weiterfahrt Richtung Puerto Plata haben wir das Land abseits der Resorts gesehen: Wellblechhäuser, Wäsche auf Stacheldraht und alle 200 Meter ein Lotto-Laden.

Puerto Plata: Inszeniert für Touren

Puerto Plata ist für uns eher ein Daytrip, viele kommen mit dem Kreuzfahrtschiff für einen Tag. Von der Festung aus haben wir ein Kreuzfahrtschiff in der Taino Bay gesehen, das erklärt die Touristenströme auch außerhalb der Saison. Die Innenstadt hat auf uns ziemlich inszeniert für die vielen Touren gewirkt, spektakulär fanden wir sie nicht.

Mehr als einen Spaziergang durch die Innenstadt und einen Besuch der Festung San Felipe würden wir nicht einplanen. Der Eintritt der Festung kostet wenige US-Dollar, vor Ort kannst du die Öffnungszeiten erfragen. Der Teleférico auf den Isabel de Torres ist seit Juni 2024 außer Betrieb, plane ihn nicht ein.

Buntes Wandbild an einem Haus in der Innenstadt von Puerto Plata

Cabarete: Sport und Wind statt Postkarte

Von den dreien hat Cabarete das klarste Profil. Die Hauptstraße hat uns nicht überzeugt, auch die zugebaute erste Strandreihe und der Ruf als früheres Billig-All-inclusive-Ziel sprechen gegen Cabarete. Dafür sind Wind, Wellen und Surf-Szene echt, das Umland ist grün, und im Zentrum gibt es Surfschulen, Cafés und Foodtrucks.

Gegenüber dem nahen Sosúa hat Cabarete die bessere Surf-Szene, Sosúa dafür mehr Auswahl bei Restaurants und Nachtleben. Unser Urteil: Für Wassersport bekommst du hier mehr als an jedem anderen Ort der Nordküste, den wir gesehen haben, für Ruhe und Natur passt Punta Rucia besser, und Puerto Plata reicht als kurzer Stopp mit Festung und Hafen. Wenn du glattes Wasser zum Baden willst, fährst du an die Karibikseite im Süden.

Cabarete Dominikanische Republik: Beste Reisezeit und Kosten

Die Reisezeit hängt davon ab, ob du Strand oder Wind suchst. Von Januar bis April ist es meist sonnig, das ist die beste Zeit für Strand und Ausflüge, dafür weht der Wind dann böiger und meist erst ab dem Nachmittag. Für konstanten Wind passt Juni bis August besser, dann ist es aber heißer, und die Hurrikan-Saison hat begonnen: Sie dauert offiziell von Juni bis November, das größte Risiko besteht von August bis Oktober, ab September flaut der Wind ab.

Zum Cabarete Wetter in Kürze: Tagsüber hat es von November bis Mai etwa 28 bis 30°C, von Juni bis September rund 32°C, nachts bleibt es bei 18 bis 21°C. Das Meer hat das ganze Jahr 26 bis 29°C. Am meisten regnet es im November und Dezember mit jeweils knapp 290 Millimetern, am wenigsten im Juni mit rund 85 Millimetern. Dazu kommen etwa 250 bis 300 Windtage im Jahr, der Passat kommt aus Osten. Prüf kurz vor der Abreise die aktuelle Prognose, denn Wind und Wetter wechseln je nach Jahreszeit.

Unsere Empfehlung: Wenn du Strand, Ausflüge und Sonne willst, reist du von Januar bis April. Kiter, die verlässlichen Wind suchen, buchen Juni oder Juli und liegen damit vor dem Hauptrisiko im Spätsommer.

Cabarete ist wie das ganze Land abseits von Punta Cana günstig. Die wichtigsten Richtwerte: Essen kostet 5 bis 10€ pro Person, einfache Unterkünfte starten im Land bei etwa 30€ pro Nacht und bei Booking in Cabarete bei etwa 55€, ein Mietwagen kostet 30 bis 40€ pro Tag. Dazu kommt die Automatengebühr von 4 bis 6 % auf abgehobenes Bargeld.

Eine Beispielrechnung für zwei Personen und drei Nächte: Eine Unterkunft in der Mittelklasse für etwa 80€ pro Nacht ergibt 240€. Zwei Mahlzeiten pro Tag und Person machen zusammen etwa 60 bis 120€, der Mietwagen für drei Tage 90 bis 120€. Zusammen sind das rund 390 bis 480€ für beide, also etwa 130 bis 160€ pro Nacht. Ein 3-Tages-Kitekurs kommt mit etwa 200 bis 350€ pro Person obendrauf.

Strand an der Nordküste im warmen Abendlicht mit Palmen und Hotel auf den Klippen

Fazit: Lohnt sich Cabarete?

Als Reiseziel passt Cabarete Dominikanische Republik vor allem zu Kitern, Windsurfern und Surfern und zu allen, die die Atlantikseite als Gegenstück zur Karibik sehen wollen. Ohne Kitekurs im Gepäck füllst du die Tage am besten mit Strand, einer Surfstunde und Ausflügen. Für einen reinen Strandurlaub würden wir eher in den Süden fahren, weil dort das Wasser ruhig und türkis ist und uns die Hauptstraße nicht überzeugt hat.

Hier die Übersicht über alle Stationen:

OrtCharakterDauerUrteil
CabareteKite-, Wind- und Surfort am Atlantik, trubelige Hauptstraße, zugebaute erste Strandreihe2 bis 3 Nächte, mit Kitekurs längerLohnt sich für Wassersport
Puerto PlataInszenierte Innenstadt, Festung, KreuzfahrthafenHalber TagKurz ansehen genügt
Punta RuciaRuhiger Naturstrand, Nationalpark mit Seekühen, Müll und Seegras1 bis 2 NächteGut für Ruhe und Natur
SosúaStrandleben und Nachtleben, nur kurz besuchtTagesausflugAbstecher

Wir haben alle unsere Standorte, Empfehlungen, Hotels, Restaurants und Geheimtipps aus der Dominikanischen Republik in einem Reise-Guide und einer interaktiven Karte zusammengefasst. So sparst du dir die Recherche und hast alles direkt auf dem Handy.

Zum Dominikanische Republik Reise-Guide
Dominikanische Republik Reise-Guide als E-Book und interaktive Reise-Map von Boarding Away
Boarding Away Rating: CabareteUnsere persönliche Bewertung nach 5 Kriterien
3/5
KulturSehenswertes, Geschichte, Atmosphäre im Ort
2/5

Außer der Festung in Puerto Plata gibt es im Umkreis wenig Sehenswertes, und die Hauptstraße von Cabarete hat uns eher bedrückt als begeistert.

NaturLandschaft, Strände, Berge in 1 Stunde Umkreis
3/5

Atlantikwellen, grüne Hügel, El Choco mit Tropfsteinhöhlen und die Wasserfälle von Damajagua liegen in etwa einer Stunde Umkreis.

Preis-LeistungWas Essen, Unterkunft und Erlebnisse kosten
4/5

Essen kostet 5 bis 10€ pro Person, Unterkünfte starten bei Booking im Ort bei rund 55€, der Mietwagen bei 30 bis 40€ pro Tag.

Geheimtipp-Faktor5 = kaum Touristen, 1 = Massentourismus
2/5

Cabarete ist ein etablierter Kite- und Windsurf-Ort mit Pauschal- und Reiseportal-Angeboten, kein Geheimtipp.

ReisekomfortAnreise, Fortbewegung, Sicherheit
3/5

Der Flughafen Puerto Plata ist 30 bis 40 Minuten entfernt, aber ohne Mietwagen bleibt es bei Taxi oder Transfer, und nachts solltest du nicht fahren.

Cabarete lohnt sich vor allem für Wassersportler, die Wind und Wellen suchen, weniger für einen klassischen Strandurlaub.

Häufige Fragen

Lohnt sich Cabarete?

Ja, Cabarete in der Dominikanischen Republik lohnt sich, wenn du Kiten, Windsurfen oder Surfen willst oder die Atlantikseite der Dominikanischen Republik sehen möchtest. Für einen ruhigen Badeurlaub im glatten, türkisen Wasser passt die Karibikseite im Süden besser.

Wann ist die beste Reisezeit zum Kiten und Baden?

Für Strand und Sonne ist es von Januar bis April meist sonnig. Die Hauptwindzeit zum Kiten ist April bis August, am stärksten Juni bis August, ab September flaut der Wind ab. Beachte die Hurrikan-Saison: Sie dauert offiziell von Juni bis November, das größte Risiko besteht von August bis Oktober.

Wie komme ich vom Flughafen Puerto Plata nach Cabarete?

Der Flughafen POP liegt 20 bis 30 Kilometer entfernt. Mit Taxi oder Transfer dauert die Fahrt etwa 30 bis 40 Minuten, am einfachsten buchst du ihn über deine Unterkunft. Mit dem Mietwagen ab 30 bis 40€ pro Tag bist du flexibler.

Ist Cabarete etwas für Kite-Anfänger?

Für Anfänger ist der Kite Beach mit seinen IKO-Schulen die beste Wahl. La Boca ordnen wir wegen tieferen Wassers als Spot für Fortgeschrittene ein. Frag die Schule, wo sie unterrichtet, und lass dir den aktuellen Preis nennen.

Wo übernachte ich am besten: Cabarete, Sosúa oder Puerto Plata?

Für Wassersport ist Cabarete die beste Basis, am Kite Beach oder Richtung Playa Encuentro. Sosúa liegt rund 11 Kilometer entfernt und ist eine Alternative mit mehr Restaurants. Puerto Plata ist bei uns eher ein Daytrip.

Ist Puerto Plata gefährlich?

Wir hatten auf unserem kurzen Stopp keine Probleme. Die größte Gefahr ist der Straßenverkehr mit Fernlicht, Schlaglöchern und Motorrädern ohne Licht und Helm, fahr deshalb nachts nicht. Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise findest du beim Auswärtigen Amt, und Wertsachen lässt du am Strand nicht unbeaufsichtigt.

Brauche ich an der Nordküste einen Mietwagen?

Wir hatten einen kleinen SUV und waren froh darüber, weil die Straßen zwischen den Orten abgelegen und teils schlecht sind. In Cabarete selbst erreichst du vieles zu Fuß. Fahr nachts nicht, denn die größte Gefahr im Land ist der Straßenverkehr.

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