Rundreise Dominikanische Republik: Die 14-Tage-Route, die wir selbst gefahren sind

Eine Rundreise Dominikanische Republik klappt am besten als Selbstfahrer-Route mit drei Stationen: Bayahibe im Osten, Bahía de las Águilas im Südwesten und Las Terrenas auf der Halbinsel Samaná. So sind wir sie in 14 Tagen gefahren, und so kannst du sie nachbauen, mit Fahrzeiten, Kosten und Hotels.

Palmenstrand mit weißem Sand an der Küste der Dominikanischen Republik

Das Land ist größer, als es auf der Karte aussieht. Auf unserem Roadtrip durchs ganze Land (8 Wochen, 3.700 Kilometer) sind wir mehrfach fünf Stunden und länger am Stück gefahren. Das war unser größter Planungsfehler: Wir haben die Größe unterschätzt.

Deshalb bekommst du für deine Rundreise Dominikanische Republik keine Wunschliste, sondern eine Route, die wir wirklich gefahren sind, mit realistischen Fahrzeiten.

📍 Die Rundreise auf einen Blick

  • 🗓️ Dauer: 14 Tage, wir empfehlen 2 bis 3 Wochen
  • 🚗 Fortbewegung: Mietwagen (SUV), 30–40€ pro Tag
  • 🛬 Start und Ende: Flughafen Punta Cana (PUJ)
  • 🌴 Beste Reisezeit: November bis Mai (im November läuft die Hurrikansaison offiziell noch aus), Hochsaison von Dezember bis April
  • 🛂 Einreise: Kein Visum bis 30 Tage, E-Ticket online vor Ein- und Ausreise

Rundreise Dominikanische Republik: Unsere 14-Tage-Route im Überblick

Unsere Rundreise Dominikanische Republik in einer Zeile: Punta Cana (PUJ) → Bayahibe (5 Nächte) → Bahía de las Águilas (2 Nächte) → Santo Domingo (Nachmittag) → Las Terrenas auf Samaná (4 Nächte) → zurück nach Punta Cana. Wir sind sie genauso mit Jonathans Vater gefahren, 14 Tage lang und komplett mit dem Mietwagen.

Das sind unsere Fahrzeiten, so wie wir sie erlebt haben:

  • Punta Cana → Bayahibe: Rund 1,5 Stunden.
  • Bayahibe → Bahía de las Águilas: Ein langer Fahrtag, den wir an einem Stück durchgefahren sind. Rechne mit etwa 7 bis 8 Stunden Fahrt (so lang waren wir bei diesem Fahrtag unterwegs), dazu kommen Pausen. Die Küstenstrecke ist teils richtig schön.
  • Bahía de las Águilas → Santo Domingo: 5 bis 6 Stunden.
  • Santo Domingo → Las Terrenas: Rund 2 bis 2,5 Stunden. Die mautpflichtige Autopista del Nordeste soll die Strecke auf unter 2 Stunden bis zur Halbinsel verkürzen. Plane mit einem Puffer.
  • Las Terrenas → Punta Cana: Gut 4 Stunden.

Die Nächte verteilen sich auf 5 in Bayahibe, 2 an der Bahía und 4 in Las Terrenas. Dazu kommen die Fahrtage und der Stopp in Santo Domingo. Nach jedem langen Fahrtag haben wir einen Puffer eingeplant, und das würden wir wieder so machen.

Unser Favorit der Rundreise Dominikanische Republik ist Samaná. Am wenigsten würden wir noch einmal in Punta Cana einplanen, dazu mehr bei den Verlängerungen weiter unten.

Anreise: So kommst du zum Start nach Punta Cana

Die meisten Flüge aus Deutschland landen in Punta Cana (PUJ), und dort holst du auch den Mietwagen ab. Flüge vergleichst du am besten bei Kiwi*. Als Start und Ende der Route hat das für uns gut funktioniert, weil du den Wagen am selben Flughafen zurückgibst.

Für die Einreise brauchst du als Deutscher kein Visum (bis 30 Tage), aber das E-Ticket, und zwar vor der Einreise und vor der Ausreise. Es ist kostenlos und gibt es nur auf der offiziellen Seite eticket.migracion.gob.do. Vorsicht vor Seiten, die dafür Geld verlangen, das ist eine bekannte Betrugsmasche. Prüf vor dem Abflug außerdem die Gültigkeit deines Reisepasses beim Auswärtigen Amt, der Personalausweis reicht nicht.

Mietwagen, GuaGua oder Bus: So kommst du auf der Rundreise Dominikanische Republik voran

Auf dieser Tour ist der Mietwagen ein Game Changer, und wir würden ihn jederzeit wieder nehmen. Wir haben 30 bis 40€ pro Tag gezahlt und einen SUV genommen, weil manche Straßen abenteuerlich sind. Auf den Landstraßen zwischen den Touristenzentren sind wir tagsüber gut vorangekommen, ähnlich wie in Frankreich oder Spanien.

Geländewagen auf der Schotterpiste im Südwesten der Dominikanischen Republik
  • Alter und Führerschein: Das Mindestalter liegt bei 21 Jahren, ein internationaler Führerschein wird empfohlen. Klär Fahrten über die Grenze oder per Fähre vorab mit dem Vermieter.
  • Nur tagsüber fahren: Nachts sind wir nie gefahren. Es gibt Schlaglöcher, Gegenverkehr mit Fernlicht und Motorräder ohne Licht, auf der Autobahn fast alle ohne Helm.
  • Maut: Die Autopista del Nordeste ist mautpflichtig, bis Las Terrenas gibt es bis zu vier Mautstellen. Halte Pesos in bar bereit, die Beträge findest du im Kostenblock weiter unten.
  • Tempo: Auf Autobahnen gelten ca. 80 km/h, achte auf die Schilder.
  • Santo Domingo: Der Verkehr ist dort chaotisch. Uber ist in Santo Domingo und Punta Cana günstig, abends haben wir es besonders entspannt gefunden.

Ohne Auto geht es auch, aber es ist mühsamer. GuaGuas (die Sammelbusse) sind unübersichtlich, und die Fahrpläne sind eher karibisch locker. Zwischen den großen Städten fahren Caribe Tours und Expreso Bávaro günstig und klimatisiert. Santo Domingo → Samaná kostet mit Caribe Tours ca. 4 bis 7$ bei rund 2:45 Stunden.

Für Punta Cana ↔ Santo Domingo (rund 2:15 Stunden) und La Romana ↔ Santo Domingo (rund 1:10 Stunden) findest du Verbindungen bei 12Go.Asia*. Für Bayahibe, Samaná und die Bahía de las Águilas ist dort nichts bestätigt. Personenzüge gibt es im Land nicht. In unserem Reise-Guide steckt zusätzlich eine Route mit öffentlichen Bussen samt Links.

Wo übernachten auf deiner Rundreise

Jede Etappe unserer Route hat ihren eigenen Typ Unterkunft. Das ist unsere Einordnung:

  • Bayahibe: Ein Fischerdorf statt Resortzone, ruhig und günstiger als Punta Cana. Gut für Tauchen, den Saona-Ausflug und als Basis für den Osten.
  • Pedernales (Bahía de las Águilas): Für Abenteurer. Hier schläfst du im Glamping-Camp am Strand, einfach und weit weg von allem.
  • Santo Domingo, Zona Colonial: Für Geschichte, die Altstadt erkundest du zu Fuß. Wenn du hier übernachtest, liegen beide Hotels aus der Tabelle mitten im Viertel. Für einen Nachmittag reicht ein Stopp, bei Interesse an Geschichte plane eine Nacht ein.
  • Las Terrenas: Strände, Natur und Expats-Flair. Die beste Basis für Samaná.

Die Preise sind Richtwerte und schwanken je nach Saison, die Hochsaison von Dezember bis April ist die teuerste Zeit. Das Piedra Marron nimmt nur Barzahlung, im Glamping-Camp an der Bahía teilst du dir die Bäder mit anderen Gästen. Das Secrets La Romana ist ein All-inclusive-Hotel nur für Erwachsene, mit Kindern buchst du dort nicht.

LagePreisklasseHotelAb / Nacht
Las TerrenasBudgetHotel Piedra Marron*41€
BayahibeBudgetVilla Baya*50€
BayahibeMittelklasseAll Seasons Hotel*77€
Pedernales (Bahía de las Águilas)MittelklasseGlamping EcoLodge Cueva de las Águilas* (Gemeinschaftsbäder)93€
Las TerrenasMittelklasseMahona Boutique Hotel*145€
Santo Domingo, Zona ColonialLuxusHotel Villa Colonial*162€
Santo Domingo, Zona ColonialLuxusBillini Hotel, Historic Luxury*165€
Las Terrenas (Playa Cosón)LuxusSublime Samana Hotel & Residences*228€
BayahibeLuxusSecrets La Romana Resort & Spa* (nur Erwachsene, All-inclusive)420€
Die Preise können je nach Saison und Auslastung variieren.

So hebst du in der Dominikanischen Republik Geld ab und bezahlst

Unterwegs brauchst du Bargeld für Maut, kleine Anbieter und abgelegene Orte. Am Automaten haben wir 4 bis 6% Gebühr gezahlt, nur die Scotiabank war kostenlos (Stand unserer Reise, das kann sich ändern). Heb lieber einmal mehr ab statt oft wenig und lehne die Umrechnung in Euro (DCC) am Automaten immer ab, sonst zahlst du einen schlechten Wechselkurs.

Kartenzahlung war überraschend oft möglich, öfter als wir gedacht haben. Wie viele Pesos du für einen Euro bekommst, schwankt, die Währungs-App oder deine Bank-App zeigt dir den aktuellen Wert. Umso wichtiger ist eine gute Reisekreditkarte, mit der du weltweit gebührenfrei zahlen kannst.

Wir zahlen mit der TF Mastercard Gold*: Keine Fremdwährungsgebühr, du bekommst also den echten Wechselkurs ganz ohne Aufschlag. Wir würden dir gerade bei Fernreisen empfehlen, immer mindestens zwei, besser sogar drei Karten (die besten findest du in unserem Vergleich der besten Reisekreditkarten) dabei zu haben, falls eine mal gesperrt wird oder du sie verlierst.

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📖 Siehe auch: Geld abheben im Ausland ohne Gebühren-Fallen

Internet und eSIM: Navigation, Übersetzer und Buchungen

Im Mietwagen navigierst du mit dem Handy, und außerhalb der Resorts spricht kaum jemand Englisch. Uns hat die Offline-Übersetzung von Google Translate mit dem Spanisch-Paket immer wieder gerettet. Wir haben vorher Spanisch gelernt, und selbst damit war sie oft hilfreich.

  • Option 1, eSIM: Wir nutzen eine eSIM von Saily*, die du schon vor dem Abflug einrichtest. Mit dem Code BOARDING sparst du 15%.
  • Option 2, lokale SIM: Es gibt zum Beispiel Claro und Altice. Du brauchst deinen Reisepass zur Registrierung, kauf die SIM im Shop des Anbieters.

Dominikanische Republik-eSIM mit 15% Rabatt

15% Rabatt mit dem Code BOARDING: Gib ihn an der Kasse in der Saily-App ein, der Rabatt wird direkt von deiner Zahlung abgezogen.

Unsere Faustregel: Nimm die eSIM für die Ankunft und die ersten Tage, und eine lokale SIM nur bei einem sehr langen Aufenthalt.

Etappe 1: Bayahibe (5 Nächte), die Basis für den Osten

Wir sind fünf Nächte in Bayahibe geblieben und würden es wieder als Basis für den Osten wählen. Das Dorf liegt rund 1,5 Stunden westlich von Punta Cana und ist als erster Stopp der Route deutlich günstiger und ruhiger als die Resortzone. Der Hafen ist das Zentrum des Ortes, ein klassischer Badeort ist Bayahibe nicht.

Ausflugsboot im türkisen Wasser am Hafen von Bayahibe
  • Saona-Katamaran: Wir sind mit dem Katamaran zur Insel Saona gefahren, die Überfahrt dauert je nach Boot 30 bis 90 Minuten. Am Natural Pool lagen rund 30 Boote nebeneinander. Unser Fazit: Der Strand ist ein Paradies, wenn du die Massen ausblendest. Die Tagestour mit Natural Pool kostet ab ca. 61$* (rund 10,5 Stunden), den Katamaran mit Open Bar* gibt es ab ca. 75$. Die Parkgebühr für den Nationalpark ist bei Touren meist inklusive.
  • Strandhöhle mit kaltem Quellwasser: Wir sind zu Fuß zu der Höhle am Strand gelaufen, ohne Boot. Dort steigst du 20 bis 30 Meter ab und landest in kaltem Quellwasser. Für uns war sie ein lohnender Abstecher, weil das kalte Wasser bei der Hitze richtig erfrischt.
  • Playa Dominicus: Am Strand beim Dorf sind rund 90% Einheimische mit ihren Comedores unterwegs, an der Playa Dominicus rund 90% Urlauber und Resortrestaurants. Wenn du Einheimische und Comedores suchst, bleib beim Dorfstrand. Wenn du Resort-Komfort magst, geh an die Playa Dominicus.
  • Tauchen und Schnorcheln: Die Wracks vor der Küste sind der Klassiker, und die Tauchbasen sind günstiger als in Punta Cana. Einen Richtpreis nennen wir nicht, den fragst du am besten direkt im Hafen ab.
Katamaran vor der Insel Saona in türkisem Wasser
Strand auf Saona mit Ausflugsbooten vor der Küste

Etappe 2: Bahía de las Águilas (2 Nächte), der einsamste Strand

Der zweite Stopp unserer Route war die Bahía de las Águilas, und wir sind von Bayahibe an einem Tag durchgefahren. Das war ein langer Fahrtag, aber die Küstenstrecke ist teils richtig schön. Fahr früh am Morgen los, damit du vor der Dunkelheit ankommst, denn nachts fahren wir nie. Von Santo Domingo aus brauchst du für die Strecke 5 bis 6 Stunden.

Die Bucht liegt im Jaragua-Nationalpark und gehört zu den einsamsten Stränden des Landes: Weniger als 1% der Urlauber schaffen es hierher, der weiße Sand zieht sich über 8 Kilometer ohne jede Bebauung.

Bahía de las Águilas mit langem Strand und Sandpiste von oben

Wir haben zwei Nächte in einem Glamping-Camp direkt am Strand verbracht, mit Sonnenuntergängen und Frühstück in kleinen Hütten. Zwei bis drei Nächte würden wir hier empfehlen, mehr brauchst du nicht.

Strandhütte mit Palmdach an der Bahía de las Águilas
Sonnenuntergang über dem Meer an der Bahía de las Águilas
  • Eintritt und Boot: Der Parkeintritt liegt bei ca. 100 Pesos, die Bootsfahrt ab La Cueva dauert 10 bis 15 Minuten und kostet ca. 500 bis 2.000 Pesos pro Boot.
  • Zufahrt: Die Zufahrt zu den Camps ist felsig, ein SUV oder 4×4 und ein Ersatzreifen sind sinnvoll.
  • Unterkunft: In der Gegend gibt es zum Beispiel die Glamping EcoLodge Cueva de las Águilas (Gemeinschaftsbäder), sie steht in unserer Hotel-Tabelle.
  • Ohne Auto: Ab Santo Domingo gibt es einen 2-Tages-Trip mit Übernachtung in Pedernales* ab ca. 135$ pro Person, Abfahrt gegen 4:30 Uhr.

Etappe 3: Santo Domingo (Nachmittag oder 1 Nacht)

Santo Domingo haben wir nur als Nachmittagsstopp erkundet, und auf einer Rundreise reicht das für die meisten. Die Stadt gibt es seit 1498, hier stehen die erste Kathedrale, die erste Universität und die erste gepflasterte Straße Amerikas. Heute leben mehr als 3 Millionen Menschen dort.

Unsere Wertung: Die Zona Colonial ist schön, im Vergleich zu Europa aber nicht außergewöhnlich. Interessierst du dich für Geschichte, plane eine Nacht ein. Die Altstadt erkundest du am besten zu Fuß, einen geführten Rundgang* gibt es ab ca. 20$ (2 Stunden, Start am Parque Colón).

Gasse mit Cafés und Flagge in der Zona Colonial von Santo Domingo

Der Verkehr in Santo Domingo ist chaotisch. Die Landstraßen im restlichen Land sind dagegen gut befahrbar.

Etappe 4: Samaná und Las Terrenas (4 Nächte), unsere Lieblingsregion

Samaná ist unsere Lieblingsregion im ganzen Land, und Las Terrenas ist die beste Basis dafür. Der Ort erinnert uns an Bali vor 20 Jahren: Lange war er ein verschlafenes Fischerdorf, heute gibt es Pizza, Bowls, schicke Cafés und Local Food, dazu viele Zuzügler aus dem Ausland und Strände direkt vor der Tür. Genau diese Mischung hat für uns gepasst, hier fühlt sich das Land nicht nach Punta Cana an, sondern nach echter Dominikanischer Republik. Wir haben vier Tage eingeplant und hätten gern mehr gehabt. Wenn du nur eine Region länger besuchen willst, dann diese.

Grüne Küste mit Strand und türkisem Wasser bei Playa Rincón auf Samaná

Von Santo Domingo fährst du rund 2 bis 2,5 Stunden, von Punta Cana gut 4 Stunden. Unterwegs gibt es bis zu vier Mautstellen.

Die vier Strände, die wir uns vorgenommen haben, in der Reihenfolge nach unserer Wertung:

Playa Frontón: Für uns der schönste Strand, an dem wir je waren, mit riesigen Klippen, klarem Wasser über einem Korallenriff und nur einer Handvoll Menschen. Von Las Terrenas fährst du gut 1,5 Stunden bis Las Galeras, von dort bringt dich ein Boot in rund 20 Minuten hin, alternativ gehst du rund 3,5 Kilometer zu Fuß. Das Boot buchst du am besten spontan morgens am Hafen, es kostet ab ca. 1.500 Pesos für drei Strände. Wenn du nur eine Tour auf Samaná machst, dann diese.

Playa Rincón: Der Strand ist endlos lang, mehrere Kilometer Palmen ohne ein einziges Hotel. Am Westende mündet der glasklare Caño Frío ins Meer, wir haben im kühlen Süßwasser des Flusses gebadet. Ab Las Galeras führt eine holprige Straße hin, ein SUV hilft, und mit der Anfahrt ab Las Terrenas brauchst du für den Strand einen ganzen Tag. Unsere Wertung: Nicht verpassen, am besten mit einer Nacht in Las Galeras.

Playa Cosón: Hinter der Punta Bonita beginnt der schönste Strand westlich von Las Terrenas, mit mehreren Kilometern hellbraunem Sand, Palmen und meist ruhigem Wasser. Vom Zentrum bist du in rund 10 Minuten mit Roller oder Auto da. Zur Pause passt das Casa Cosón Restaurante. Für uns ist das der Strand für Paare und alle, die Ruhe suchen.

Playa Bonita: Sie liegt nur rund fünf Rollerminuten westlich vom Zentrum und hat eine anfängerfreundliche Welle, die im Winter am größten ist. Bei unserem Besuch war das Meer extrem aufgewühlt, schön war der belebte Strand mit Villen, Restaurants und Beach Clubs trotzdem. Im Mosquito Beach Club zahlst du weder Eintritt noch Mindestverzehr, wir haben für zwei Kaffee zusammen ca. 4€ bezahlt. Sie ist eher etwas für Surfer und Cafébesucher als für den ruhigen Badetag.

  • Walbeobachtung: Die Saison dauert von Mitte Januar bis März. Wir sind auf einer Tour mitgefahren und würden sie auslassen: Extrem viele Boote waren unterwegs, wir sind den Walen zu nah gekommen. Wenn, dann buch nur bei einem zertifizierten Eco-Anbieter.
  • Los Haitises: Touren ab Samaná mit Wanderung, Boot und Kayak* kosten ca. 65 bis 70$. Wir waren selbst nicht dort. Der Park geht nicht ohne Guide, und die Fähre ist teils nicht inklusive.
Palmen am Strand von Las Terrenas auf Samaná
Playa Frontón auf Samaná mit Palmen und steiler Felswand

Verlängerung: Nordküste und Punta Cana

Wenn du mehr Zeit hast, kannst du an die Nordküste anhängen. Wir waren dort nur kurz und würden sie nicht für eine erste Rundreise empfehlen. In Punta Rucia war der Strand vermüllt, die Fahrt nach Puerto Plata hat gut 3 Stunden durch abgelegene Dörfer gedauert, und die Straßen sind immer schlechter geworden. Wir waren froh über unseren kleinen SUV.

Die Innenstadt von Puerto Plata hat auf uns inszeniert gewirkt, mit einem Kreuzfahrtschiff im Hafen, und wir sind schnell weitergefahren. Die Hauptstraße von Cabarete haben wir bedrückend gefunden, mit Strand-Condos und kaum Resorts. Die Strände sind dort per Gesetz öffentlich, und Cabarete liegt auf der Atlantikseite, wo die Wellen größer sind.

Punta Cana haben wir nur einen Tag erlebt. Die Strände sind schön, die Hotelzone hat uns aber an die Türkei erinnert, und die Resorts kosten mehrere hundert Euro pro Nacht. Für den Anfang oder das Ende der Reise reichen 2 bis 3 Tage, mehr würden wir nicht einplanen.

Was kostet die Rundreise Dominikanische Republik? Unsere Zahlen

  • Mietwagen: 30–40€ pro Tag, für 14 Tage also 420 bis 560€ für das ganze Auto. Sprit ist in unserer Rechnung unten nicht enthalten.
  • Essen: Rund 5–10€ pro Person und Mahlzeit.
  • Unterkunft: Einfache Unterkünfte ab 30€ pro Nacht, in unserer Tabelle liegen die Richtwerte zwischen 41€ und 420€. Die Resorts in Punta Cana kosten mehrere hundert Euro pro Nacht.
  • Touren: Saona ab ca. 61$, 2-Tages-Trip zur Bahía ab ca. 135$, Rundgang in Santo Domingo ab ca. 20$.
  • Maut: Auf der Autopista del Nordeste fallen je Richtung ca. 350 bis 700 Pesos an, grob 5 bis 11€.
  • Bargeld: 4 bis 6% Automatengebühr, nur die Scotiabank war kostenlos.

So sieht eine Beispielrechnung für zwei Personen aus, wenn du unsere Route in 14 Tagen fährst und in den Mittelklasse-Hotels aus der Tabelle schläfst. Sie ist ein Richtwert, Preise und Maut schwanken je nach Saison und Auslastung:

  • Unterkunft: 11 Nächte, also 5 in Bayahibe (77€), 2 an der Bahía (93€) und 4 in Las Terrenas (145€), zusammen ca. 1.150€ für ein Zimmer.
  • Mietwagen: 14 Tage, ca. 420 bis 560€.
  • Essen: Bei zwei einfachen Mahlzeiten pro Person und Tag ca. 280 bis 560€.
  • Touren und Eintritte: Saona-Tagestour und Rundgang in Santo Domingo für zwei, dazu Eintritt und Boot an der Bahía, zusammen ca. 150 bis 200€.
  • Maut: Zusammen grob 10 bis 25€.

Das macht für die Rundreise Dominikanische Republik grob 2.000 bis 2.500€ zu zweit, also ca. 1.000 bis 1.250€ pro Person, ohne Flug und ohne Sprit. Einen Teil sparst du mit den Budget-Unterkünften, mit Luxus-Hotels liegst du deutlich darüber.

Zum Vergleich: Eine Veranstalter-Rundreise wie die Highlights-Tour von DERTOUR mit 7 Nächten an der Ostküste kostet ab 1.566€ pro Person, und das nur für die Rundreise. Als Selbstfahrer bist du pro Tag deutlich günstiger unterwegs.

Sicherheit beim Selbstfahren: Unsere Regeln

Wir haben uns im Land durchgehend wohlgefühlt, auch abseits der Touristenzonen. Die größte Gefahr ist der Straßenverkehr. Das Auswärtige Amt nennt die Zahl der Verkehrstoten weltweit hoch, nachts ist das Unfallrisiko deutlich größer.

  • Nur tagsüber fahren: Fußgänger, Tiere und Fahrzeuge ohne Licht tauchen nachts plötzlich auf.
  • Versicherung klären: Viele Fahrer im Land haben keine Versicherung, Fahrerflucht kommt vor. Klär den Schutz deines Mietwagens vor der Abfahrt.
  • Nichts sichtbar im Auto lassen: Das gilt für Taschen, Kameras und alles andere.
  • Schmuck daheim lassen: Auffälliger Schmuck bleibt am besten zu Hause.

Dominikanische Republik Rundreise 2 Wochen oder 3 Wochen?

Für die Rundreise Dominikanische Republik lautet unsere Empfehlung zwei bis drei Wochen. Mit zwei Wochen schaffst du genau unsere Route mit den drei Stationen und den langen Fahrtagen. Mit drei Wochen kannst du die Nordküste anhängen, 2 Tage Strand in Punta Cana am Ende und mehr Zeit in Samaná und an der Bahía.

Unser Vorschlag für die drei Wochen, den wir so nicht gefahren sind:

  • Bayahibe: 5 Nächte
  • Bahía de las Águilas: 3 Nächte
  • Santo Domingo: 1 Nacht
  • Samaná (Las Terrenas und Las Galeras): 6 Nächte
  • Nordküste: 2 Nächte
  • Punta Cana: 2 Nächte

Das sind 19 Nächte, dazu kommen Puffer für die Fahrtage. Unser Urteil: Die zusätzlichen Nächte gehören nach Samaná, nicht an die Nordküste. Die Nordküste hängst du nur an, wenn du sie unbedingt sehen willst.

Die Reisezeit im Überblick:

  • Dezember bis April (Hochsaison, die teuerste Zeit)
  • Mitte Januar bis März (Walbeobachtung in Samaná)
  • April und Mai (Seegras möglich, mehr dazu im Beitrag über Seegras in der Karibik)
  • Juni bis November (offiziell Hurrikansaison, das Hauptrisiko liegt von August bis Oktober, der November ist ein Übergangsmonat)

Die Temperaturen liegen das ganze Jahr bei 27 bis 32 Grad. Als beste Zeit gilt November bis Mai. Wenn du schon im November fährst, plane Puffer für das Wetter ein.

Unsere Route im Recap: Etappen und Nächte

EtappeNächteHighlight
Punta Cana (PUJ)AnkunftMietwagen abholen
Bayahibe5Saona-Katamaran, Höhle mit Quellwasser
Bahía de las Águilas28 Kilometer Strand, Glamping
Santo DomingoNachmittagZona Colonial
Las Terrenas (Samaná)4Playa Rincón, Playa Frontón, Playa Bonita, Playa Cosón
Zurück nach Punta CanaRückfahrtGut 4 Stunden ab Las Terrenas

Wir haben alle unsere Standorte, Empfehlungen, Hotels, Restaurants und Geheimtipps aus der Dominikanischen Republik in einem Reise-Guide und einer interaktiven Karte zusammengefasst. So sparst du dir die Recherche und hast alles direkt auf dem Handy.

Zum Dominikanische Republik Reise-Guide
Dominikanische Republik Reise-Guide als E-Book und interaktive Reise-Map von Boarding Away

FAQ: Häufige Fragen zur Rundreise Dominikanische Republik

Sechs Fragen bekommen wir zu unserer Route am häufigsten:

Wie lange brauchst du für eine Rundreise durch die Dominikanische Republik?

Für die Rundreise Dominikanische Republik empfehlen wir zwei bis drei Wochen. In 14 Tagen schaffst du unsere Route mit Bayahibe, Bahía de las Águilas, Santo Domingo und Las Terrenas, mit drei Wochen kommen Nordküste und Punta Cana dazu.

Lohnt sich ein Mietwagen in der Dominikanischen Republik?

Ja, für uns war er der Game Changer. Er kostet 30 bis 40€ pro Tag, und wir haben einen SUV genommen, weil manche Straßen abenteuerlich sind.

Ist Autofahren in der Dominikanischen Republik gefährlich?

Tagsüber sind wir auf den Landstraßen gut vorangekommen, nur in Santo Domingo ist der Verkehr chaotisch. Nachts sind wir nie gefahren, wegen Schlaglöchern, Fernlicht und Motorrädern ohne Licht.

Wie lange fährst du von Punta Cana nach Samaná?

Von Punta Cana nach Las Terrenas brauchst du gut 4 Stunden. Von Santo Domingo sind es rund 2 bis 2,5 Stunden, die mautpflichtige Autopista del Nordeste verkürzt die Strecke.

Geht eine Rundreise auch mit Bus und GuaGuas?

Ja, aber es ist mühsamer. Zwischen großen Städten fahren Caribe Tours und Expreso Bávaro günstig und klimatisiert, die GuaGuas sind unübersichtlich.

Ist eine Rundreise durch die Dominikanische Republik auf eigene Faust möglich?

Ja, wir sind genau diese Route selbst gefahren. Als Selbstfahrer bist du deutlich günstiger als bei einem Veranstalter, der für 7 Nächte an der Ostküste ab 1.566€ pro Person verlangt.

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