Eine Nordspanien Rundreise lohnt sich für Atlantikküste, Berge und Pintxos, im Hochsommer musst du aber mit vollen Stränden, vollen Stellplätzen und vollen Wanderwegen rechnen.

Wir, Clara und Jonathan, haben die Nordküste im Sommer 2025 auf einer rund zehnwöchigen Spanienreise mit unserem zum Micro Camper umgebauten VW Golf mit Dachzelt erlebt. Wir hatten gedacht, im Norden am Atlantik sei noch nicht so viel los, und haben uns total geirrt. Viele Spanier machen dort selbst Urlaub, weil es kühler ist als im Süden.
Unsere Route führte über das Hinterland von Navarra und Aragón → San Sebastián → Santander → Picos de Europa → Gijón und Ribadesella bis kurz vor die Grenze zu Galicien. Bilbao und Galicien haben wir leider nicht mehr geschafft, beide stehen noch auf unserer Bucket List. Du findest sie hier trotzdem, weil sie für eine Nordspanien Rundreise einfach dazugehören.
💡 Nordspanien Rundreise: Die Schnell-Antworten
- Route: San Sebastián, Bilbao, Santander, Picos de Europa, Gijón, optional Hinterland und Galicien.
- Dauer: Ab 10 Tage für Küste und Picos, mit Hinterland und Galicien eher 14 Tage.
- Fortbewegung: Auto, eigenes oder gemietet.
- Reisezeit: Juni und September. Im Juli und August ist es richtig voll.
- Wetter: Es regnet deutlich öfter als in Andalusien, das ganze Jahr über.
- Übernachten: Hotels, Campingplätze oder Dachzelt. Freistehen musst du vorab prüfen.
- Fazit: Landschaftlich stark, im Hochsommer aber überfüllt.
Anreise: So kommst du nach Nordspanien
Für die Nordspanien Rundreise bieten sich mehrere Wege an. Wir selbst sind mit dem eigenen Auto durch Spanien gefahren, die Flug- und Fährdaten haben wir uns vorab genau angeschaut.
- Flug: Größter Flughafen der Region ist Bilbao (BIO), kleiner sind Santander, Oviedo und Santiago. Flüge vergleichst du am einfachsten über Kiwi*.
- Auto: Ab Deutschland sind es rund 14 bis 16 Stunden reine Fahrzeit.
- Fähre: Brittany Ferries fährt von Plymouth (ca. 20 bis 22 Stunden) und Portsmouth (ca. 28 bis 32 Stunden) nach Santander, von März bis November. Tickets starten bei etwa 170€ für die Person, Auto und Kabine kosten extra.
- Mietwagen: Ohne eigenes Auto würden wir in Bilbao einen Mietwagen nehmen, weil Küste, Picos und Hinterland sich mit dem Bus kaum sinnvoll verbinden lassen. Frag bei einer Rückgabe an einem anderen Ort nach der Einweggebühr.
Für die Strecke zwischen den beiden Baskenland-Städten gibt es eine Bus-Alternative: Alsa fährt Bilbao–San Sebastián in gut einer Stunde für rund 10€, Verbindungen findest du bei 12Go.Asia*. Fahrpläne vorab prüfen.
So hebst du in Spanien Geld ab und bezahlst
In Spanien zahlst du in Euro, du brauchst also kein Fremdwährungsgeld. Restaurants, Parkhäuser, Tankstellen und Campingplätze akzeptieren fast überall Karte, Bargeld hilft dir bei kleinen Beträgen. Wie du am Automaten sparst, haben wir in unserem Ratgeber zusammengefasst: Geld abheben in Spanien.
Wir zahlen mit der TF Mastercard Gold*: Keine Fremdwährungsgebühr, du bekommst also immer den echten Wechselkurs ganz ohne Aufschlag. Das zahlt sich aus, sobald die Reise über die Euro-Zone hinausgeht. Wir würden dir außerdem empfehlen, immer mindestens zwei, besser drei Karten (die besten im Blog Vergleich) dabei zu haben, falls eine gesperrt wird oder du sie verlierst.
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– Reisekreditkarte weltweit
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📖 Siehe auch: Geld abheben Spanien: Gebühren und die besten Karten
Wo übernachten in Nordspanien: Hotels, Camping und Dachzelt
Welche Ecke auf der Nordspanien Rundreise passt, hängt von deinem Reisetyp ab. Wir haben auf der Reise im Dachzelt geschlafen, bei den Hotels unten hat es uns leider nicht zum Übernachten gereicht, sie stehen auf unserer Bucket List. Wir haben uns aber viel dazu angeschaut und sie nach Lage, Preis und Bewertungen ausgewählt.
- San Sebastián: Das Zentrum nahe La Concha ist ideal ohne Auto, Gros ist ruhiger und günstiger. Hotelparkplätze kosten rund 22 bis 29€ pro Tag.
- Bilbao: Im Casco Viejo wohnst du in der Altstadt, auf der Guggenheim-Seite gehobener.
- Santander: El Sardinero ist das Strandviertel und ein guter Zwischenstopp zwischen Baskenland und Picos.
- Picos de Europa: Cangas de Onís ist die Stadtbasis mit Restaurants, Arenas de Cabrales liegt näher an Poncebos.
- Gijón: Rund um die Playa de San Lorenzo wohnst du in der Stadt und am Strand zugleich.
| Lage | Preisklasse | Hotel | Ab / Nacht |
|---|---|---|---|
| San Sebastián (Gros) | Budget | Koba Hostel* | Preis auf Booking prüfen |
| San Sebastián (Zentrum) | Mittelklasse | Hotel Parma* | Preis auf Booking prüfen |
| San Sebastián (La Concha) | Mittelklasse | Hotel de Londres y de Inglaterra* | 130€ |
| Bilbao (Casco Viejo) | Budget | Casual Fuentes* | Preis auf Booking prüfen |
| Bilbao (Guggenheim) | Luxus | The Artist Grand Hotel of Art* | 200€ |
| Santander (El Sardinero) | Mittelklasse | Gran Hotel Sardinero* | Preis auf Booking prüfen |
| Cangas de Onís | Budget | Hotel Santa Cruz* | 50€ |
| Cangas de Onís (Parador) | Mittelklasse | Parador de Cangas de Onís* | 110€ |
| Gijón (Playa de San Lorenzo) | Budget | Hotel Alcomar* | 68€ |
Camping, Dachzelt und Freistehen in Nordspanien
Auf Campingplätzen starten die Preise in Asturien bei etwa 26 bis 47€ pro Nacht für Zelt und Auto, im Hochsommer meist höher. Das ist ein Richtwert, keine feste Zahl. An der Ostküste waren die Plätze im Sommer Monate im Voraus ausgebucht, im Norden haben wir es ähnlich erlebt.
Beim Freistehen haben wir gelernt: Übernachten ist in Spanien grundsätzlich verboten, Parken dagegen erlaubt, solange du dich nicht wie auf einem Campingplatz verhältst. Ein Dachzelt ist dabei mehr als nur parken, und wie streng das ausgelegt wird, ist von Region zu Region verschieden. Die Regeln für 2026 solltest du deshalb vorab beim ADAC oder bei der spanischen Verkehrsbehörde prüfen.
- Spät ankommen, früh abfahren: Das Dachzelt haben wir erst im Dunkeln aufgeklappt.
- Nichts draußen: Keine Tische, keine Stühle, kein Kochen vor dem Auto.
- Polizei: Einmal haben wir das Lager abgebrochen, weil sie auf der Wiese stand und alle Autos einen Strafzettel bekamen. Ein anderes Mal stand sie auf einem abgelegenen Parkplatz und hat nicht eingegriffen.
- Nationalparks: Übernachten ist dort absolut verboten.
- Park4Night: Die abgelegenen Spots waren traumhaft, aber oft zu weit weg. Küstenspots sind vielfach nachts gesperrt und werden kontrolliert.
In San Sebastián wird es besonders eng: Die Stadt hat nur 3 Wohnmobilplätze mit 88 Stellplätzen. Mehr zum Thema findest du in unserem Ratgeber Dachzelt Camping, und wenn du noch überlegst, ob sich ein eigenes Zelt lohnt, hilft Dachzelt mieten oder kaufen.

Navarra und Aragón: Das leere Hinterland als Umweg
Bevor wir an die Küste kamen, sind wir auf unserer Nordspanien Rundreise bewusst durchs untouristische Inland gefahren, statt die Autobahn zu nehmen. Für uns war der Weg das Ziel, und im Vergleich zur Küste war fast niemand unterwegs. Das Wetter hat es uns nicht leicht gemacht: Nachts gab es Gewitter, am nächsten Abend extremen Wind, und um 22 Uhr haben wir das Dachzelt irgendwo schnell aufgebaut.
Die Bardenas Reales in Navarra haben uns am meisten beeindruckt. Eine Halbwüste mit Canyons und Tafelbergen, bei 38 Grad fast ohne Menschen, als wären wir in einer Western-Kulisse. Am Rand der Bardenas gibt es Höhlenwohnungen, die bis in die 1940er bewohnt waren und heute als offenes Museum dienen.
- Eintritt: Kostenlos, ganzjährig geöffnet von 8 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit.
- Mit dem Auto: Es gibt nur eine Rundstrecke von etwa 35 Kilometern, Tempo maximal 30 km/h, die Wege darfst du nicht verlassen.
- Versorgung: Kein Nahverkehr und keine Tankstelle im Gebiet. Tank vorher voll.

Zwei weitere Stopps lagen auf dem Weg. Das Castillo de Loarre in Aragón ist eine romanische Burg auf einem Felsen. Die Congost de Mont-rebei liegt an der Grenze zwischen Katalonien und Aragón, ist also eher ein Pyrenäen-Umweg. Wir sind vom südlichen Startpunkt gestartet, dort führen eine Brücke durch die Schlucht und mehrere Treppen. Hast du Höhenangst, nimm lieber den Parkplatz im Norden, das war Claras Tipp.
Baskenland: San Sebastián und Bilbao
San Sebastián war der erste große Küstenstopp unserer Nordspanien Rundreise (San Sebastián, Bilbao, Santander) und wird oft als schönste der drei bezeichnet. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen. Tagsüber hatten wir Glück mit dem Wetter: Wir sind auf die Aussichtstürme gestiegen, durch die Altstadt gebummelt und haben im Atlantik gebadet.
Überrascht hat uns, wie voll die Stadt ist. Der Küstenteil ist touristischer, als wir gedacht hatten. Für einen entspannten Stopp war uns San Sebastián im August schlicht zu voll, so schön die Stadt ist. Kommst du mit dem Auto, plane Parkgebühren ein, im Hotel liegen sie bei 22 bis 29€ pro Tag.
Bilbao hat es uns auf dieser Reise leider nicht verschlagen, die Stadt bleibt auf unserer Bucket List. Viel dazu gelesen haben wir trotzdem, deshalb hier das Wichtigste: Das Guggenheim kostet rund 18€ für Erwachsene (Preis bitte vorab auf der offiziellen Seite prüfen). Die Stadt ist außerdem Basis für San Juan de Gaztelugatxe: Der Zugang ist kostenlos, an Kontrolltagen brauchst du ein kostenloses Online-Ticket (Obergrenze 1.462 Personen am Tag), dazu kommen 241 Stufen. Die Kontrolltage 2026 stehen im Kalender der Provinz Bizkaia.
📍 Baskenland: Das solltest du sehen & erleben
- Playa de La Concha in San Sebastián, der Stadtstrand
- Aussichtstürme mit Blick über Bucht und Altstadt
- Parte Vieja mit den Pintxo-Bars
- Pintxos-Abend in der Altstadt, wenn du geführt probieren willst: Food Tour mit Pintxos & Wein*
- Playa de la Zurriola im Viertel Gros, bei Surfern beliebt
- Guggenheim Museum in Bilbao (steht auf unserer Bucket List), mit Außentour und Eintritt*
- Casco Viejo in Bilbao (bleibt auf der Bucket List), die Altstadt
- Markthalle in Bilbao (hat es nicht auf unsere Route geschafft)
- San Juan de Gaztelugatxe (noch auf unserer Bucket List), zum Beispiel mit Tour ab Bilbao*

Kantabrien und Ostasturien: Santander, San Vicente und Torimbia
Die gut zwei Wochen am Atlantik waren der Kern unserer Nordspanien Rundreise und abwechslungsreich: Harsche Klippen, Traumstrände, kleine und große Städte.
Santander war eine Station auf unserer Route, für eine ausführliche Stadtwertung waren wir dort zu kurz. Dazu, was sich dort lohnt: Das Strandviertel El Sardinero liegt am Nordostrand der Stadt, ist zum Baden und Bummeln der bequemste Teil und passt gut als Zwischenstopp zwischen Baskenland und Picos. Auf der Halbinsel La Magdalena steht der Palacio de la Magdalena, den du als Aussichtspunkt mit Parkspaziergang einplanen kannst. Mit dem Auto lohnt sich in der Stadt ein Parkhaus, im Hochsommer sind freie Straßenplätze rund um den Strand rar. Von Santander fährt außerdem die Fähre nach England.
Auf der Strecke Richtung Picos haben wir Station an der Playa de Torimbia gemacht, einem Traumstrand. Sie liegt nicht mehr in Kantabrien, sondern in Asturien, bei Niembro nahe Llanes. Den Strand erreichst du nur zu Fuß vom Parkplatz oberhalb, rechne mit einem kurzen, teils steilen Abstieg. In der Hochsaison füllt sich der Parkplatz früh, komm also am Vormittag oder am späten Nachmittag. Llanes selbst ist als Küstenort mit Altstadt und Hafen ein guter Anlaufpunkt, wenn du mehr als die Strände sehen willst.
San Vicente de la Barquera war unser Fehler: Wir hatten viel über den Ort gelesen, er ist stark gehypt, und wir sind mit einer sehr konkreten, hohen Vorstellung hingefahren. Die Enttäuschung war entsprechend groß. Unser Rat: Schraub deine Erwartungen runter und meide Hype-Orte im Sommer.
Bei Regen und im Schatten hat uns außerdem das Strom-Problem unseres Dachzelts eingeholt: Solar und Kühlschrank sind der Engpass, wenn mehrere Tage keine Sonne scheint. Plane für Dauerregen ein Camping mit Stromanschluss ein.

Picos de Europa: Ruta del Cares und Covadonga
Die Picos de Europa waren für uns das Highlight der Nordspanien Rundreise und hatten etwas von den Alpen. Mit so viel Grün und Fels hatten wir nicht gerechnet, und die Abwechslung zu den Atlantik-Buchten tat gut: Baden in Bergseen und eiskalten Flüssen.
Auf Stellplatzsuche waren wir an dem Abend spät dran. Der abgelegenste Spot lag in wenigen Minuten von 200 auf über 700 Höhenmeter, enge Straße, zum Glück ohne Gegenverkehr, mitten in den Wolken. Dort haben wir nicht geschlafen, weil es in den Picos eine recht große Bärenpopulation gibt. Wir sind umgedreht und haben auf 400 Metern in einer Haltebucht neben einem anderen Camperpaar übernachtet. Ein Camper wäre dort kaum durchgekommen, mit dem Auto samt Dachzelt hatten wir es leichter.
Ruta del Cares
Die Ruta del Cares zählt neben dem Caminito del Rey bei Málaga zu den beliebtesten Wanderungen Spaniens. Wir hätten wissen sollen, dass im Hochsommer so viel los ist. Nach langem Überlegen sind wir trotzdem die gesamte Strecke gegangen, statt vorher umzukehren.
- Länge: Poncebos–Caín sind etwa 10 bis 12 Kilometer einfach, hin und zurück also etwa 20 bis 24 Kilometer.
- Dauer: Mit Rückweg grob 6 bis 8 Stunden reine Gehzeit.
- Unterwegs: Kein Trinkwasser, teils ohne seitliche Absicherung, Steinschlag möglich, Rad fahren verboten.
- Shuttle 2026: Ab Arenas de Cabrales zum Parkplatz Ovar, Sonderfahrplan zwischen 1. Juni und Mitte Oktober, Ticket vorab über ALSA. Fahrplan und Preis bitte vorab prüfen.
- Rückweg: Ein Taxi von Caín nach Poncebos kostet etwa 160€ und dauert über zwei Stunden.

Covadonga und die Seen
Covadonga war unser letzter Bucketlist-Ort in den Bergen. Hier begann 722 mit einer Schlacht die Reconquista. Die neoromanische Basilika aus rosafarbenem Kalkstein steht neben der Heiligen Grotte (Santa Cueva), einer Kapelle im Fels mit dem Grab von Pelayo, dem ersten König von Asturien. Zu den Lagos de Covadonga (Enol und Ercina) führt eine Rundwanderung von etwa 5 Kilometern.
Die Zufahrt zu den Seen ist im Sommer eingeschränkt: 2026 fährt von Anfang Juni bis Mitte Oktober ein Shuttle, das Tagesticket kostet etwa 9€. Schau vor der Fahrt auf der offiziellen Seite nach. Wenn du keine Lust auf die Logistik hast, gibt es eine geführte Tour ab Cangas de Onís*.
Asturiens Küste: Gijón und Ribadesella
Gijón war auf unserer Nordspanien Rundreise nicht geplant. Aus den Picos haben wir einfach Richtung Küste gesucht, möglichst eine große Stadt. Das war unser ungeplanter Favorit: Der Stellplatz lag zwei Minuten vom Parkplatz entfernt, mit Grünfläche voller Picknick-Tische und Sonnenuntergang, eigentlich 10 von 10. Wir blieben zwei Nächte, die Stadt ist wunderschön, ein Haus schöner als das nächste.
Zur Orientierung: Der Stadtstrand Playa de San Lorenzo zieht sich in einer langen Bucht durch die Stadt, an seinem Ende liegt Cimavilla, das alte Fischerviertel auf der Halbinsel mit engen Gassen und Aussicht. Beides erreichst du zu Fuß, das Auto stellst du am besten auf einem Parkplatz am Stadtrand oder im Parkhaus ab, in der Innenstadt ist Parken begrenzt und oft kostenpflichtig.
Zum Arbeiten war Gijón ideal: Weg mit Meerblick, ein paar Stunden Laptop am Tisch, Mittagspause im Park. Als Hotelalternative bietet sich das Hotel Alcomar* an der Playa de San Lorenzo an.
Ribadesella liegt an der Mündung des Río Sella, mit langem Sandstrand, bunter Altstadt, Fischerhafen und prächtigen Herrenhäusern, die Auswanderer im 19. Jahrhundert nach ihrer Rückkehr aus Lateinamerika (vor allem Kuba und Mexiko) gebaut haben. Die Stellplätze waren allerdings alle voll. Danach haben wir einen Bilderbuch-Stellplatz gefunden, an dem wir lange gesessen und über die zehn Wochen und unsere nächsten Dachzelt-Ziele nachgedacht haben.
Galicien als Verlängerung: Playa de las Catedrales
Wir sind nur bis zur Grenze zu Galicien gekommen. Weiter nach Westen wird es laut unserer Erfahrung immer leerer, die Reise endete aber eine Woche früher als gedacht. Der Rest der Küste bleibt deshalb auf unserer Bucket List. Wir haben uns aber viel dazu angeschaut, deshalb hier, was dich dort erwartet.
Die Playa de las Catedrales ist nur bei Ebbe begehbar. Zu Ostern und vom 1. Juli bis 30. September brauchst du eine kostenlose Reservierung (maximal 4.812 Besucher pro Tag). Du buchst bis 30 Tage vorher über die offizielle Seite ascatedrais.xunta.es und zeigst am Eingang den QR-Code. Als Verlängerung der Nordspanien Rundreise kommen außerdem Santiago und Finisterre infrage.
Was kostet eine Nordspanien Rundreise?
Eine feste Gesamtsumme nennen wir nicht, weil wir für den Norden keine eigene Abrechnung haben. Diese Richtwerte für die Nordspanien Rundreise helfen dir beim Planen:
- Campingplatz: Etwa 26 bis 47€ pro Nacht für Zelt und Auto.
- Hotel: Je nach Klasse etwa 50 bis 200€ pro Nacht, siehe Tabelle oben.
- Hotelparkplatz in San Sebastián: Rund 22 bis 29€ pro Tag.
- Mittagsmenü: 10 bis 15€ pro Person.
- Pintxos-Abend in San Sebastián: 20 bis 30€ pro Person.
- Covadonga-Shuttle: Tagesticket etwa 9€ für Erwachsene.
- Guggenheim: Rund 18€ Eintritt.
- Sprit: Ähnlich wie in Deutschland.
Daraus ergibt sich eine grobe Rechnung für zwei Personen pro Tag, ohne Sprit und Eintritte: Mit Campingplatz und einem Mittagsmenü für zwei kommst du auf etwa 46 bis 77€. Mit Mittelklasse-Hotel (rund 110 bis 130€) und einem Mittagsmenü sind es etwa 130 bis 160€, in San Sebastián kommt der Hotelparkplatz mit 22 bis 29€ dazu. Das ist eine Überschlagsrechnung aus den Richtwerten oben, keine eigene Abrechnung. Plane außerdem Parkgebühren in den Städten ein, sie summieren sich über eine Woche schnell.
Beste Reisezeit und wie lange du für die Nordspanien Rundreise brauchst
Unser Rat: Fahr im Juni oder September. Das ist der beste Kompromiss aus Wetter und Ruhe. Juli und August sind wärmer, voller und teurer, im Mai ist es grün und ruhig, aber teils nass. Im Mai und im Frühherbst waren wir selbst nicht dort, wir haben uns dazu aber viel angeschaut und waren im Hochsommer unterwegs.
- Temperaturen: Im Sommer meist 20 bis 25 Grad, das Meer hat 17 bis 19 Grad.
- Regen: Es regnet deutlich öfter als in Andalusien, in San Sebastián besonders von Oktober bis Januar.
- Ruta del Cares: Im Hochsommer wenig angenehm, weil so viel los ist.
Wie viel Regen sein kann, haben wir am Atlantik erlebt: Bei Dauerregen war der Strom komplett leer, der Kühlschrank mit allen Lebensmitteln seit 24 Stunden aus, Sachen und Handtücher waren durchnässt, und wir konnten nicht mehr duschen. Wir waren ratlos und haben ernsthaft überlegt, die Reise abzubrechen. Am Ende der Reise kam dann noch eine Notfallmeldung zu Waldbränden in Spanien, und wir sind eine Woche früher als geplant Richtung französische Grenze gefahren.
Für die Dauer gilt: Ein Reiseblog plant für die Strecke von San Sebastián bis Santiago mit rund 1.055 bis 1.200 Kilometern etwa 7 bis 10 Tage, mit Ausflügen 12 bis 14. Wir würden mindestens 10 Tage einplanen, mit Hinterland und Galicien eher 14. Wenn du wie wir die Picos wandern willst, kommt mindestens ein Tag dazu.
Fazit: Lohnt sich die Nordspanien Rundreise?
Ja, aber mit der richtigen Erwartung. Der Norden ist naturbelassener als die Ostküste, doch im Hochsommer extrem voll. Wenn du etwas ins Inland fährst, sieht es ganz anders aus, dann triffst du nur einen Bruchteil der Touristen. Würden wir die Nordspanien Rundreise noch einmal machen, dann im Juni oder September, mit mehr Zeit für das Hinterland und Ribadesella.
| Etappe | Nächte (Empfehlung) | Highlight |
|---|---|---|
| Navarra und Aragón (optional) | 1 bis 2 | Bardenas Reales, Castillo de Loarre |
| San Sebastián | 2 | La Concha, Altstadt, Pintxos |
| Bilbao | 1 bis 2 | Guggenheim, Casco Viejo, Gaztelugatxe |
| Santander und Küste | 2 | El Sardinero, Strände Richtung Picos |
| Picos de Europa | 3 | Ruta del Cares, Covadonga |
| Gijón und Ribadesella | 2 bis 3 | Gijón, Ribadesella |
| Galicien (optional) | 2 | Playa de las Catedrales |
Passende Unterkünfte für jede Etappe findest du in der Hotel-Tabelle oben, von San Sebastián über Bilbao und Santander bis nach Cangas de Onís und Gijón.
Wenn dich Spanien weiter südlich reizt, schau in unsere Andalusien Rundreise.
📖 Siehe auch: Dachzelt Camping: Was du vor der ersten Reise wissen solltest
Häufige Fragen zur Nordspanien Rundreise
Wie lange brauchst du für eine Nordspanien Rundreise?
Wir würden für die Nordspanien Rundreise mindestens 10 Tage für Küste und Picos einplanen, mit Hinterland und Galicien eher 14. Für die Strecke von San Sebastián bis Santiago rechnest du mit 7 bis 10 Tagen.
Wann ist die beste Reisezeit für Nordspanien?
Juni und September gelten als bester Kompromiss aus Wetter und Ruhe. Im Juli und August ist es voller und teurer, das haben wir selbst erlebt.
Ist Nordspanien im Sommer überfüllt?
Ja, an der Küste auf jeden Fall. Wir haben Stellplätze mit 20 bis 30 Vans eng an eng gesehen, und viele Spanier machen dort selbst Urlaub. Weiter im Westen und im Inland wird es leerer.
Darfst du in Nordspanien mit dem Dachzelt freistehen?
Übernachten ist grundsätzlich verboten, Parken erlaubt, solange du dich nicht wie auf einem Campingplatz verhältst. Ein Dachzelt ist Auslegungssache und regional verschieden, prüfe die Regeln vorab. In Nationalparks ist Übernachten absolut verboten.
Brauchst du für die Nordspanien Rundreise ein Auto?
Ein Auto ist für die Nordspanien Rundreise mit Küste, Picos und Hinterland am bequemsten. Wir sind mit unserem eigenen gefahren, ohne eigenes würden wir in Bilbao einen Mietwagen nehmen.
Startest du in Bilbao oder San Sebastián?
Bilbao hat den größten Flughafen der Region und ist der übliche Einstieg. San Sebastián erreichst du von dort per Bus in gut einer Stunde oder mit dem Mietwagen.
Brauchst du für die Playa de las Catedrales eine Reservierung?
Zu Ostern und vom 1. Juli bis 30. September ja, die Reservierung ist kostenlos, bis 30 Tage vorher über ascatedrais.xunta.es, mit QR-Code am Eingang. Die Kathedrale steht noch auf unserer Bucket List, die Angaben stammen aus dem, was wir uns dazu angeschaut haben.
